Der Sommer stellt sich um: Störimpuls beendet die Hitze und leitet einen Wetterwechsel ein
Ein Störimpuls unterwandert ein Hochdruckgebiet, das sich aktuell zwischen Island, England und Skandinavien nach Osten ausdehnt, was über Mitteleuropa eine Destabilisierung der Luftmassen zu Folge hat. Zeitgleich verhindert der Störimpuls eine Querverbindung der Hochdruckzone nach Süden in Richtung der Mittelmeerregion. So kommt es über Deutschland bei einer zunehmenden Schwüle zunächst zur Ausbildung mächtiger Quellwolken, die sich in teils kräftigen Schauern und Gewittern entladen können. Zum Wochenende löst dieser Störimpuls dann die Hochdruckzone über Europa auf und trennt diese in zwei Cluster. Die entstehende Lücke wird im Verbund mit einem Tief über Skandinavien gefüllt und hat über Deutschland einen markanten Rückgang der Temperaturen zur Folge. Die Hitze endet und bei einem wechselhaften Wettercharakter werden sommerlich frische Luftmassen in Richtung der Alpen geführt.

Der Mittwoch beginnt verbreitet mit Sonnenschein, der sich entlang eines breiten Streifens zwischen dem Saarland und dem Bayerischen Wald durch Wolkenfelder eintrüben lässt. Ein paar Schauer sind über Sachsen sowie über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern möglich, welche sich im Tagesverlauf etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen intensivieren und in Richtung der Alpen auch unwetterartig ausfallen können (Gewitterradar || Warnlagenbericht). Weiter nach Norden bleibt es bei aufgelockerter Bewölkung und nur vereinzelten Schauern und Gewittern weitgehend trocken. Die Temperaturen erreichen bei schwachen bis mäßigen Winden aus nordöstlichen Richtungen +25 bis +30 Grad und entlang des Rheingrabens sowie über dem äußersten Westen bis +32 Grad. In Gewitternähe können die Temperaturen bis auf +19 Grad absinken.
16. Juli: Die Schwüle nimmt zu - erste kräftige Gewitter kündigen den Wetterwechsel an
Am 16. Juli (Donnerstag) liegt Deutschland in einem gradientenschwachen Wetterumfeld, sodass der Wind nur schwach und kaum wahrnehmbar aus nordöstlichen Richtungen kommt. Der Sonnenschein überwiegt in der ersten Tageshälfte, trübt sich zu den Nachmittagsstunden jedoch durch hochschießende Quellwolken zunehmend ein und im Schwerpunkt über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie über dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern sind lokale Schauer und Gewitter nicht auszuschließen. Über dem Rest von Deutschland bleibt es weitestgehend trocken. Zum Abend erreicht dann eine Gewitterzelle den Westen von Deutschland und bringt noch in der ersten Nachthälfte über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie das nördliche Baden-Württemberg und Bayern teils kräftige Gewitter. Die Temperaturen erreichen +27 bis +32 Grad und können entlang des Rheingrabens sowie über dem Westen auch bis +34 Grad ansteigen.
17. Juli: Gewitterfront beendet die Hitze und bringt den Temperatursturz
Der Störimpuls dehnt sich am 17. Juli (Freitag) weiter nach Norden aus, teilt die Hochdruckzone über Mitteleuropa und führt von Norden kühlere Luftmassen in Richtung der Alpen. Der Wind frischt dabei phasenweise stark böig auf und führt neben Wolken auch kräftige Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg, deren Schwerpunkt am Vormittag über der Nordhälfte und zum Nachmittag über der Südhälfte liegen können. Unwetterartige Gewitter lasen sich mit Blitz- und Hagelschlag, stürmischen Windböen, Platz- und Starkregen, sowie lokale Überflutungen und Sturzfluten nicht ausschließen. Zwischendurch sind auch immer wieder mal sonnige Abschnitte möglich. Die Temperaturen sinken nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin auf +17 bis +23 Grad ab und können nach Süden mit +29 bis +33 Grad nochmals hochsommerlich heiße Werte möglich machen.
18. und 19. Juli: Deutlich kühlere Sommerluft setzt sich durch
Die Grundströmung dreht am Wochenende um den 18. und 19. Juli über Deutschland auf nordwestliche Richtungen und führt zu zu kräftigen und an den Küsten von Nord- und Ostsee auch zu stürmischen Windböen. Das lässt die Temperaturen vom Samstag mit +20 bis +25 Grad und über dem Südwesten mit bis +30 Grad zum Sonntag auf +17 bis +23 Grad und entlang des Rheingrabens auf bis +28 Grad zurückgehen.
Der Himmel zeigt sich meist wechselnd bewölkt und am Samstag ist im Schwerpunkt über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern und am Sonntag über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sowie südlich der Donau etwas Niederschlag möglich. Über den Rest von Deutschland bleibt es weitestgehend trocken.
20. Juli: Mehr Wolken, aber nur wenig Regen
Die mit Temperaturen von +17 bis +22 Grad und entlang des Rheingrabens mit bis +28 Grad deutlich frischere Luftmasse hat sich am 20. Juli (Montag) über ganz Deutschland durchgesetzt. Der Wind kommt nach wie vor schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen und schiebt immer wieder Wolkenfelder über Deutschland hinweg, die jedoch nur über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sowie über den Alpen etwas Niederschlag bringen können. Über dem Rest von Deutschland bleibt es weitgehend trocken.

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