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Hitze endet: Luftmassenaustausch bringt Gewitter und Temperatursturz

| M. Hoffmann

Die Hochdruckzone verlagert sich bis Mitte der Woche von Island und England weiter in Richtung Skandinavien, kann sich jedoch mit ihrem südlichen Gradienten nicht in Richtung der Mittelmeerregion durchsetzen. Der Grund ist ein kleinräumiger Störimpuls, welcher von Osteuropa unter das sich im Uhrzeigersinn drehende Hochdrucksystem gezogen wird und das Hochdruckgebiet an seinem südlichen Gradienten unterwandert. Das hat über Deutschland eine Destabilisierung der Luftmassen zur Folge, was die Temperaturen zwar in den sommerlichen bis hochsommerlichen Bereich ansteigen lassen kann, jedoch nimmt die Schwüle zu, die Quellwolken steigen hoch und die Gewitteraktivität steigt an. Teils unwetterartige Schauer und Gewitter sind zu erwarten, bevor zum Wochenende der Störimpuls die Hochdruckzone aufspaltet und von Skandinavien aus einen Trogvorgang in Richtung Mitteleuropa einleitet. Damit endet die Hitzewelle zum Beginn des Hochsommers.

Schauer und Gewitter kündigen mit unwetterartigen Wetterereignissen einen Wetterwechsel an, welcher die Hitze über Deutschland beendet
Schauer und Gewitter kündigen mit unwetterartigen Wetterereignissen einen Wetterwechsel an, welcher die Hitze über Deutschland beendet

Bereits am Vormittag kommt es östlich einer Linie zwischen dem Saarland und Hamburg bei starker bis wechselnder Bewölkung zu zeitweiligen Schauern und örtlichen Gewittern, die zum Nachmittag nach Osten abziehen beziehungsweise in sich zusammenfallen und zu den späten Nachmittagsstunden mit erneut hochschießenden Quellwolken, insbesondere südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin, wieder an Intensität gewinnen und regional zu unwetterartigen Gewittern führen können. Neben Starkregen und Platzregen ist auch mit Blitzschlag und Hagelschlag sowie stürmischen Windböen zu rechnen. Lokal können auch unwetterartige Regensummen zu Sturzfluten und Überflutungen führen (Gewitterradar || Warnlagenbericht). Weiter nach Norden bleibt es weitgehend sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen +27 bis +32 Grad und gehen in Gewitternähe auf bis zu +20 Grad zurück.

15. Juli: Erhöhte Gewitteraktivität über Süddeutschland

Am 15. Juli (Mittwoch) ändert sich beim Wetter über Deutschland nur wenig. Über dem Norden scheint bei aufgelockerter Bewölkung häufiger die Sonne und mit nennenswertem Niederschlag ist nicht zu rechnen. Verbreitet bleibt es trocken. Etwa südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin nimmt die Quellbewölkung ab den Nachmittagsstunden weiter zu und es können sich regionale Gewitter entladen, die zu den späten Nachmittagsstunden insbesondere über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern mit Starkregen, Platzregen, Blitz- und Hagelschlag sowie stürmischen Windböen regional unwetterartig ausfallen können. Der Wind kommt meist schwach aus östlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Die Temperaturen erreichen +27 bis +32 Grad und gehen in Schauernähe bis auf +20 Grad zurück.

16. Juli: Hochsommer über Deutschland

Die Luftmasse stabilisiert sich am 16. Juli (Donnerstag) über Deutschland, was bei aufgelockerter Bewölkung verbreitet zu einem sonnigen Julitag führen wird. Die Gewitteraktivität geht spürbar zurück und verbreitet bleibt es trocken, wobei zu den Nachmittagsstunden über Teilen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein paar gewittrige Schauer nicht gänzlich auszuschließen sind. Zum Abend verdichtet sich von Westen die Bewölkung und voraussichtlich noch in der ersten Nachthälfte können die ersten Gewitter Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erfassen. Der Wind kommt meist schwach aus östlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen mit +27 bis +32 Grad und über dem Südwesten und Westen sowie über Teilen von Brandenburg und Sachsen mit bis +34 Grad hochsommerliche Werte.

17. und 18. Juli: Hitze kippt - Kräftige Gewitter leiten markanten Wetterwechsel ein

Der schwache Störimpuls über Deutschland reißt zum 17. und 18. Juli (Freitag und Samstag) die Hochdruckzone über Mitteleuropa auf und clustert diese in ein Hochdruckgebiet über dem westlichen Russland und eines über den Azoren. Die in der Mitte entstehende Lücke nutzt ein Tief über Skandinavien aus, um in Richtung der Alpen auszutrogen.

Die Grundströmung über Deutschland kippt auf nordwestliche Richtungen und hat einen markanten Temperaturwechsel zur Folge. Bemerkbar macht sich das am Freitag bei stark bis wechselnd bewölktem Himmel mit einer zunehmenden Gewitteraktivität, die ab den Nachmittagsstunden verbreitet auch zu unwetterartigen Wetterereignissen führen kann. Die instabile Luftmasse sorgt auch am Samstag noch über den östlichen Landesteilen sowie südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Dresden für kräftige und in Richtung der Alpen auch für unwetterartige Gewitter. Der Wind frischt stark böig aus nordwestlichen Richtungen auf und lässt die Temperaturen vom Freitag mit +27 bis +34 Grad zum Samstag auf +17 bis +23 Grad zurückgehen, wobei entlang des Rheingrabens bis +36 Grad möglich sein können.

19. Juli: Etwas Regen über dem Osten, sonst Wetterberuhigung

Der Luftmassenwechsel ist am 19. Juli (Sonntag) über Deutschland abgeschlossen. Ein böiger Wind aus nördlichen Richtungen treibt Wolkenfelder in Richtung der Alpen, sodass sich verbreitet ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken einstellen kann, die über Teilen von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Thüringen und Sachsen sowie über dem Bayerischen Wald und im Stau der Alpen für zeitweiligen Niederschlag sorgen können. Über dem Rest von Deutschland bleibt es weitgehend trocken. Die Temperaturen pendeln sich auf +20 bis +25 Grad ein und können bei Regen mit bis +17 Grad auch darunter liegen können.

Ein Luftmassenaustausch beendet die Hitze - auch über dem Süden und Südwesten
Ein Luftmassenaustausch beendet die Hitze - auch über dem Süden und Südwesten © www.meteociel.fr || wxcharts.com
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Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 13.08.2026 15:20 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 37,7 °C Trier-Zewen (Rheinland-Pfalz)
Min. Temp. 5,1 °C Sohland - Spree (Sachsen)
Max. Böe 49,0 km/h Weiden (Bayern)
Max. Niederschlag 1,0 mm Bütthard (Bayern)
Sonne (Ø) 10,5 h
Ø Temp. 21,3 °C
Wind (Ø) 9,8 km/h
Niederschlag (Ø) 0,13 mm
Luftdruck (Ø) 1.024,9 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    37,7 Trier-Zewen (Rheinland-Pfalz)
    37,7 Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz)
    37,5 Rheinfelden (Baden-Württemberg)
    36,9 Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen)
    36,9 Duisburg-Baerl (Nordrhein-Westfalen)
  • Temperatur (°C) Station
    5,1 Sohland - Spree (Sachsen)
    5,7 Dippoldiswalde-Reinberg (Sachsen)
    5,9 Wernigerode-Schierke (Sachsen-Anhalt)
    6,0 Lobenstein, Bad (Thüringen)
    6,2 Barth (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Niederschlag (mm) Station
    1,0 Bütthard (Bayern)
    0,4 Königsbach-Stein, Enzkreis (Baden-Württemberg)
    0,4 Berlin-Friedrichshain - Spree (Berlin)
    0,3 Enzklösterle (Baden-Württemberg)
    0,2 Avelsbach (Rheinland-Pfalz)
  • Windböe (km/h) Station
    49,0 Weiden (Bayern)
    47,2 Köln - Bonn (Nordrhein-Westfalen)
    40,7 Kleiner Feldberg - Taunus (Hessen)
    40,0 Klippeneck (Baden-Württemberg)
    38,9 Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
  • Sonnenschein (h) Station
    11,3 Arkona (Mecklenburg-Vorpommern)
    11,3 Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern)
    11,3 Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern)
    11,2 Dresden-Klotzsche (Sachsen)
    11,2 Potsdam (Brandenburg)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Wetter Deutschland – aktuell

Stand: 12.08.2026 22:50 Uhr
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 35,5 °C Rheinfelden (Baden-Württemberg)
Min. Temp. 2,7 °C Quickborn (Schleswig-Holstein)
Max. Böe 50,4 km/h Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
Max. Niederschlag 0,6 mm Altshausen (Baden-Württemberg)
Sonne (Ø) 13,2 h
Ø Temp. 19,7 °C
Wind (Ø) 9,2 km/h
Niederschlag (Ø) 0,12 mm
Luftdruck (Ø) 1.025,6 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C) Station
    35,5 Rheinfelden (Baden-Württemberg)
    34,7 Wolfach (Baden-Württemberg)
    34,7 Wutöschingen-Ofteringen (Baden-Württemberg)
    34,6 Müllheim (Baden-Württemberg)
    34,6 Freiburg (Baden-Württemberg)
  • Temperatur (°C) Station
    2,7 Quickborn (Schleswig-Holstein)
    3,3 Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen)
    3,5 Hasenkrug-Hardebek (Schleswig-Holstein)
    3,9 Oberharz am Brocken-Stiege (Sachsen-Anhalt)
    4,0 Bremervörde (Niedersachsen)
  • Niederschlag (mm) Station
    0,6 Altshausen (Baden-Württemberg)
    0,4 Neuenkirchen-Vörden (Niedersachsen)
    0,3 Königsbach-Stein, Enzkreis (Baden-Württemberg)
    0,2 Gerstungen - Werra (Thüringen)
    0,2 Döbeln (Sachsen)
  • Windböe (km/h) Station
    50,4 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    43,9 Frankfurt - Main (Hessen)
    42,8 Deuselbach (Rheinland-Pfalz)
    42,5 Hornisgrinde (Baden-Württemberg)
    41,0 Fichtelberg (Sachsen)
  • Sonnenschein (h) Station
    13,9 Arkona (Mecklenburg-Vorpommern)
    13,8 Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern)
    13,8 Görlitz (Sachsen)
    13,8 Lindenberg (Brandenburg)
    13,7 Weihenstephan-Dürnast (Bayern)

Daten: Deutscher Wetterdienst

Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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