Wetterlage im Spannungsfeld: Hitze, Schwüle und Unwetterpotenzial bestimmen die Woche
Das Sommerhoch, welches im Moment noch zwischen Island, England und Skandinavien liegt, verlagert sich bis Mitte der Woche weiter in Richtung Skandinavien und versucht, über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke in Richtung der Mittelmeerregion zu etablieren. Dieser Versuch stellt eine Unsicherheit dar, welche das Wetter der kommenden Woche mit sich bringt. Denn es gibt einige Vorhersagemodelle, welche das Hoch über Skandinavien direkt über Deutschland von einem schwachen Störimpuls unterwandern lassen und die Hochdruckbrücke nicht zustande kommen lassen. Kurzum, das Wetter schwankt zwischen einer hochsommerlich heißen Witterung und einer schwül-warmen bis heißen und zu unwetterartigen Gewittern neigenden Wetterentwicklung.

Der Tag startet heute verbreitet mit Sonnenschein, der sich im Verlauf des Vormittags von Südwesten durch zunächst hochreichende Wolkenfelder eintrüben lässt. Auch über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden die Wolken zum Nachmittag hin dichter und lösen vereinzelte Schauer und Gewitter aus, die ab den späten Nachmittagsstunden auch über Teilen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und zum Abend über dem äußersten Südwesten ein paar gewittrige Schauer bringen können (Gewitterradar). Sonst bleibt es überwiegend trocken und verbreitet auch sonnig. Der Wind kommt schwach aus östlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen südlich einer Linie zwischen Münster und Berlin +29 bis +34 Grad und nördlich davon +21 bis +27 Grad.
Großwetterlage mit zwei unterschiedlichen Entwicklungen
Die Vorhersagemodelle sind sich in der Wetterentwicklung der zweiten Wochenhälfte noch nicht ganz einig darüber, ob der Störimpuls den Versuch des Hochdrucksystems über Skandinavien, eine Hochdruckbrücke in Richtung der Mittelmeerregion aufzubauen, dauerhaft unterbindet oder ob dieser Störimpuls inmitten des Hochs komplett in sich zusammenfällt.
Entsprechend bleiben Details der Wetterentwicklung abzuwarten. Warum? Sollte sich dieser Störimpuls festigen, so ist im gesamten Zeitraum vom 14. Juli bis 18. Juli (Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag) bei Temperaturen von +28 bis +35 Grad immer wieder mit teils kräftigen und regional unwetterartigen Schauern und Gewittern zu rechnen, deren Schwerpunkt über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern liegen kann. Weiter nach Norden dominiert hingegen das Skandinavienhoch. Der Sonnenschein überwiegt und es bleibt weitestgehend trocken. Der Wind kommt meist schwach aus westöstlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen.
Zwischen Hitze-, Wüstentagen und unwetterartigen Gewittern
Anders die zweite Variante, bei der dieser Störimpuls über Deutschland bereits zum 15. Juli (Mittwoch) in sich zusammenfällt, jedoch eine instabile Luftmassenstruktur hinterlässt.
Das führt von Mittwoch bis einschließlich Donnerstag über dem Westen und Südwesten zu gelegentlichen Schauer und Gewittern, während es über dem Norden und Osten weitgehend trocken bleiben kann. Die Temperaturen erreichen +29 bis +35 Grad und können über den Westen und Südwesten Temperaturen von bis +38 Grad möglich machen.
Störimpuls erreicht Deutschland und lässt das Unwetterpotenzial über ganz Deutschland ansteigen
Am 17. und 18. Juli (Freitag und Samstag) kann sich in dieser Variante ein weiterer Störimpuls zwischen England und Frankreich weiter in Richtung der Nordsee ausdehnen und das Sommerhoch weiter nach Osten zurückdrängen.
So zeigt sich der Himmel über Deutschland in diesem Zeitraum überwiegend stark bis wechselnd bewölkt. Es kommt immer wieder zu teils kräftigen und unwetterartigen Schauern und Gewittern, deren Schwerpunkt am Freitag etwa westlich einer Linie zwischen Rostock und dem Bayerischen Wald liegt und sich am Samstag über ganz Deutschland ausdehnt, wobei der Schwerpunkt zu den Samstagabendstunden über den östlichen Landesteilen liegen kann.
Der Wind kommt meist schwach aus südwestlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Durch den hohen Taupunkt wird die Luftmasse zunehmend energiegeladen, was sogenannte Superzellen und lokal auftretende Tornados nicht ausschließen lässt. Die Temperaturen erreichen meist +27 bis +34 Grad und sinken in Gewitternähe auf bis +18 Grad ab.
Anmerkung: Trotz der unterschiedlichen Interpretationen der Vorhersage-Modelle lässt sich der Wochenverlauf mit sommerlichen bis hochsommerlichen Temperaturen und einer zunehmenden Schwüle und einer ansteigenden Gewitteraktivität zusammenfassen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Störimpulse erreichen Deutschland - wird die Hitzewelle beendet, oder nur unterbrochen?









