Hitzewelle über Deutschland verschärft sich: Tropische Nächte und zunehmende Schwüle
Das Sommerhoch über Deutschland verlagert sich über das Wochenende von Island und England weiter in Richtung Skandinavien und baut zum Start in die neue Woche einen Hochdruckkeil in Richtung der Mittelmeerregion auf. So stabilisiert sich der Sommer und nimmt bis Mitte Juli über Europa eine Omega-Formation an, was über Deutschland zu weiteren Hitze-, Wüstentagen und tropischen Nächten führen kann. Mit nennenswertem Niederschlag ist weiterhin nicht zu rechnen.

Das Sommerhoch liegt am Wochenende (11. und 12. Juli) noch in einem Bereich zwischen Island und England und verlagert sich bis Sonntag allmählich in Richtung Skandinavien. Deutschland liegt im südlichen Einflussbereich des Hochdruckgradienten, was den Wind auf östliche Richtungen drehen lässt und so verbreitet für eine maximal mögliche Sonnenscheindauer sorgen kann. Mit nennenswertem Niederschlag ist nicht zu rechnen, obwohl mancherorts zu den Nachmittagsstunden hin mächtige Quellwolken aufsteigen und so etwas Schatten spenden können. Sollten dennoch Gewitter möglich sein, so sind diese am Sonntagabend über Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen zu erwarten. Die Temperaturen erreichen +27 bis +32 Grad und können über dem Südwesten auf bis +34 Grad ansteigen. Der Taupunkt ist mit +7 bis +14 Grad vergleichsweise niedrig, so dass die hohen Temperaturen weniger belastend sind.
13 und 14. Juli: Zunehmende Schwüle und ansteigende Gewitterneigung
Das Hochdruckgebiet verlagert sich zum Start in die neue Woche weiter in Richtung Mitteleuropa. Der Ostwind schwächt sich zwar ab, bleibt strukturell jedoch noch erhalten. Die Ausbildung von Quellwolken verstärkt sich zu den Nachmittagsstunden und können zu den späten Nachmittags- und Abendstunden über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin sowie über dem über dem Schwarzwald und am Dienstag auch über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und Baden-Württemberg, sowie dem Süden von Bayern vereinzelte Gewitter bringen. Über den Alpen können, bedingt durch Hebungsvorgänge, die Gewitter zahlreicher in Erscheinung treten. Sonst bleibt es die meiste Zeit über sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen +27 bis +32 Grad und können entlang des Rheingrabens auch bis +34 Grad ansteigen. Entlang der Küsten bleibt es mit +20 bis +25 Grad frischer.
15. und 16. Juli: Bis zu +39 Grad, Wüstentage und tropische Nächte rücken näher
Das Kerngebiet des Hochdrucksystems verlagert sich am 15. und 16. Juli (Mittwoch und Donnerstag) weiter in Richtung Mitteleuropa, was die Luftmasse nahezu vollständig zur Ruhe kommen lässt.
Der Wind kommt nur schwach und aus unterschiedlichen Richtungen, während die Temperaturen mit +30 bis +35 Grad und über dem Südwesten und Westen örtlich bis +39 Grad nicht nur hochsommerliche Werte erreichen, sondern weitere Wüstentage (Tage mit Temperaturen von +35 Grad und mehr), möglich machen können. Auch in den Nächten kühlt es vielerorts nur noch auf +17 bis +23 Grad ab, sodass zusätzlich weitere tropische Nächte sich nicht ausschließen lassen.
Der Himmel präsentiert sich zum Start in den Tag jeweils in strahlendem Blau, bevor zu den Nachmittagsstunden Quellwolken aufsteigen und im Schwerpunkt am Mittwoch etwa südlich einer Linie zwischen Münster und dem Bayerischen Wald für kräftige und örtlich auch unwetterartige Gewitter sorgen können. Am Donnerstag ist weiterhin mit einer erhöhten Gewitteraktivität zu rechnen, doch lässt deren Intensität und Anzahl gegenüber dem Mittwoch deutlich nach.
Der Taupunkt schwankt zwischen +14 bis +18 Grad und kann am Mittwoch über dem Südwesten zwischen +17 und +23 Grad und am Donnerstag über dem Nordwesten auf bis +24 Grad ansteigen, was in Kombination mit der Hitze eine enorme körperliche Belastung zur Folge haben kann. Kurzum - die Schwüle wird in der zweiten Wochenhälfte drückender.

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