Wetter Juli: Luftmassengrenze löst sich auf - Azorenhoch bringt Sommerwetter über ganz Deutschland
Die Luftmassengrenze löst sich heute über Deutschland auf. Das dazugehörige Tief zieht über Osteuropa ab und das Azorenhoch rückt nach. Über dem Norden, Osten und Südosten lässt die Niederschlagsaktivität nach, die Bewölkung lockert auf und vielerorts ist am Wochenende die maximal mögliche Sonnenscheindauer zu erwarten. Wo sommerliche und hochsommerliche Temperaturen zu erwarten sind und ob Wüstentage und tropische Nächte zu erwarten sind, klären wir in der aktuellen Wettervorhersage Juli.

Ein Wolkenband liegt heute quer über Deutschland und mindert den Sonnenschein entlang eines breiten Streifens zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern. Über dem Südosten Bayerns führt dies zu zeitweiligem Niederschlag, der südlich der Donau bis zum Abend länger andauern kann. Weiter nach Norden, Osten und Südwesten lockert die Bewölkung auf und die Sonne kommt häufiger zum Vorschein - mit nennenswertem Niederschlag ist dort nicht zu rechnen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nordwestlichen Richtungen und kann nördlich einer Linie zwischen Münster und Dresden phasenweise böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen +20 bis +25 Grad und können über dem Südwesten in Richtung der +30 Grad-Marke steigen.
9. bis 11. Juli: Ein Sommerhoch über Deutschland
Im Zeitraum vom 9. bis 11. Juli (Donnerstag, Freitag und Samstag) löst sich die Luftmassengrenze über Deutschland vollständig auf. Grund hierfür ist das Azorenhoch, das sich bis zum 11. Juli weiter in Richtung Mitteleuropa verlagert und das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz bestimmt. Die Niederschlagstätigkeit klingt vollständig ab und bei nahezu wolkenfreiem Himmel ist vielerorts mit der maximalen Sonnenscheindauer zu rechnen. Die Temperaturen steigen von Donnerstag mit +22 bis +26 Grad, über dem Westen und Südwesten bis +32 Grad, bis Samstag auf +25 bis +30 Grad an - über dem Südwesten und Westen sind dabei bis zu +34 Grad möglich. Der Wind weht anfangs noch böig aus nordwestlichen Richtungen und schwächt sich bis Samstag ab, wobei er dann aus nördlichen bis östlichen Richtungen kommt. In der Nacht auf Samstag ist entlang des Rheingrabens bei Temperaturen über +20 Grad eine weitere tropische Nacht möglich.
12. bis 13. Juli: Quellwolken mit regional kräftigen Gewittern
Das Sommerhoch festigt vom 12. bis 13. Juli (Sonntag und Montag) seine Position über Deutschland. Allerdings sorgen die Reste des Skandinavientiefs - das sich in der Zwischenzeit über Osteuropa nach Süden verlagert hat - für eine Destabilisierung der Luftmassen. Dadurch bilden sich im Tagesverlauf Quellwolken, aus denen regional kräftige und lokal unwetterartige Gewitter entstehen können. Wo genau diese Gewitter auftreten, bleibt noch abzuwarten. Als voraussichtlicher Schwerpunkt zeichnen sich die östlichen Regionen mit entsprechenden Hebungsvorgängen ab - die östlichen Mittelgebirge sowie der Bayerische Wald in Richtung der Alpen.
Verbreitet bleibt es jedoch bei schwachen bis mäßigen Winden trocken und sonnig. Die Temperaturen pendeln sich auf +26 bis +32 Grad ein und können über dem Westen und Südwesten bis +35 Grad erreichen.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Kippt das Wetter zum Start in den Hochsommer?









