Hitzewelle endet im Juli: Jetzt +42 Grad, dann Unwetter und Temperaturrückgang
Die Großwetterlage über Deutschland stellt sich in den kommenden Tagen grundlegend um und beendet damit die historische Hitzewelle vom Juni. Bevor es jedoch so weit ist, können die Temperaturen heute noch einmal kräftig ansteigen - auf +35 bis +40 Grad, über dem Osten örtlich sogar auf bis zu +43 Grad, was einem neuen Allzeitrekord entsprechen würde. Die Luftmasse gilt dabei als instabil und mit zunehmender Schwüle brodelt es besonders zu den Nachmittagsstunden, was kräftige und teils unwetterartige Gewitter über weiten Teilen Deutschlands auslösen kann. An dieser instabilen Luftmasse ändert sich zum Start in die neue Woche nichts und weitere kräftige Unwetter sind zu erwarten. Die Temperaturen verbleiben vorerst auf einem hohen Niveau und erreichen insbesondere über Süddeutschland nochmals die hochsommerliche +30-Grad-Marke. Im Verlauf der zweiten Wochenhälfte gehen die Temperaturen zurück und ermöglichen längere Durchlüftungsphasen.

Die Großwetterlage stellt sich um und das macht sich bereits heute über Deutschland bemerkbar. Die einströmenden Luftmassen weisen einen Taupunkt von +15 bis +23 Grad auf - sie sind damit nicht nur zunehmend schwül, sondern auch hochgradig labil geschichtet. Ab den Nachmittagsstunden können sich daher über weiten Teilen Deutschlands aus mächtigen Quellwolken kräftige Gewitter entwickeln. Regional können Superzellen unwetterartige Ausmaße annehmen und neben Platzregen und Starkregen auch Blitz- und Hagelschlag, Sturzfluten, Überflutungen sowie stürmische Windböen mit sich bringen. Da die Atmosphäre zudem außergewöhnlich energiereich ist, lassen sich vereinzelt auch tornadoähnliche Ereignisse nicht vollständig ausschließen (Warnlagenbericht || (Gewitterradar || Gewitterprognose).
Die Temperaturen erreichen verbreitet +30 bis +35 Grad. Entlang eines Streifens zwischen dem Saarland und Berlin sind +35 bis +40 Grad möglich, während über Teilen von Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin Extremwerte von bis zu +42 Grad und örtlich sogar darüber nicht auszuschließen sind. Der Wind weht abseits der Gewitter meist schwach aus wechselnden und zum Abend aus nordwestlichen Richtungen.
Instabile und schwüle Luftmasse sorgt für weitere teils unwetterartige Gewitter
Zum Start in die neue Woche verbleibt die instabile und schwülwarme Luftmasse über Deutschland. Im Tagesverlauf türmen sich mächtige Quellwolken auf, die immer wieder für kräftige und regional auch unwetterartige Gewitter sorgen können. Der Schwerpunkt der Gewitteraktivität liegt am Montag über Teilen von Baden-Württemberg sowie über Thüringen, Sachsen, dem südlichen Sachsen-Anhalt und Brandenburg - ebenso über dem gesamten Alpenraum. Am Dienstag verlagert sich das Gewittergeschehen dann auf die Gebiete östlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock. Abseits der Gewitter weht der Wind meist schwach aus nördlichen Richtungen, frischt in Gewitternähe jedoch stark böig bis stürmisch auf. Die Temperaturen erreichen am Montag südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin mit +25 bis +30 Grad noch sommerliche bis hochsommerliche Werte, gehen weiter nach Norden hin jedoch auf +20 bis +25 Grad zurück. Bis Dienstag pendeln sich die Werte dann auf +22 bis +27 Grad ein - über Teilen des Saarlandes, Rheinland-Pfalz und dem Südosten Bayerns kann dabei nochmals die +30-Grad-Marke erreicht werden.
Historische Hitzewelle endet: So verändert sich das Wetter im Juli
Vom 1. bis zum 3. Juli (Mittwoch, Donnerstag und Freitag) schiebt sich ein Tiefdruckausläufer weiter in Richtung Skandinavien vor und verdrängt das Sommerhoch zunehmend nach Osten. Die südlichen Ausläufer dieses Tiefdrucksystems gewinnen dabei schrittweise Einfluss auf das Wetter in Deutschland.
Bemerkbar macht sich das zunächst durch auflebenden Wind aus westlichen Richtungen, der zum Freitag hin auf Nordwest dreht und dabei stark böig auffrischt - an den Küsten von Nord- und Ostsee auch stürmisch. Dieser Wind treibt immer wieder Wolkenfelder über das Land: Am Mittwoch sind südöstlich einer Linie Schwarzwald-Berlin noch einzelne Schauer und Gewitter möglich. Am Donnerstag zieht dann eine weitere Niederschlagsfront von Nord nach Süd durch, die auch den Freitag unbeständig gestaltet. Im Nordstau der Alpen können die Niederschläge am Freitag länger anhalten, während es andernorts zwischen den Wolken immer wieder zu sonnigen Abschnitten kommt.
Die Temperaturen gehen weiter zurück: Am Donnerstag werden nördlich einer Linie Köln–Usedom noch +15 bis +20 Grad erreicht, südlich davon +22 bis +27 Grad, im Südwesten und Teilen Brandenburgs örtlich bis +30 Grad. Am Freitag pendeln sich die Werte dann landesweit auf +17 bis +23 Grad ein, im Südwesten örtlich noch bis +27 Grad.

- 13:00 Uhr: Wetterprognose Sommer - Das Wetter stellt sich um - ist die Gefahr einer weiteren Hitzewelle vorerst gebannt?











