Wetterprognose: Zwischen Rekordhitze und Umbruch - Wetterlage vor entscheidender Phase
Das Sommerhoch intensiviert sich im Verlauf der Woche und strebt zum Wochenende seinem Höhepunkt entgegen. Im Zusammenspiel mit einem Tief auf dem Atlantik werden schwül-heiße Luftmassen nach Deutschland, die Schweiz und Österreich geführt, was die Temperaturen verbreitet auf +30 bis +38 Grad ansteigen lassen kann. Mancherorts werden bis +40 Grad und mehr berechnet, sodass ein neuer Temperaturrekord für den Juni nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Es handelt sich um eine historische Hitzewelle, welche es im Juni so noch nicht gegeben hat. Die Frage aber ist - wann endet die Hitze, wann kommt die Abkühlung mit Regen, oder erhält sich die Hitzewelle durch ihren thermischen Auftrieb mit einer Erhaltungsneigung bis weit in den Juli hinein? Die Vorhersage-Modelle zeigten bereits gestern, wie ein Wetterumschwung und ein Ende der Hitze möglich ist - werden diese Wetterprognosen heute bestätigt?

Das Sommerhoch beginnt heute damit, sich über Deutschland zu stabilisieren, was zwar zu den Nachmittagsstunden Quellwolken hochsteigen lässt, diese aber abseits von dem Bayerischen Wald, dem Südosten von Bayern und den Alpen keine Gewitter mehr bringen können (Gewitterradar || Gewitterprognose || Warnlagenbericht). Die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden Werte zwischen +25 und +30 Grad und nach Süden sind +30 bis +35 Grad und örtlich bis +37 Grad zu erwarten.
Neue Temperaturrekorde - Hitze mit bis +40 Grad und mehr möglich
Das Hoch stabilisiert sich zum Ende der Woche weiter, während auf dem Atlantik ein Tiefdrucksystem sich zwischen Grönland, Island und Skandinavien eindreht. Im Verbund mit dem Sommerhoch kippt die Grundströmung auf Südwest, was die Zufuhr heißer Luftmassen intensiviert. So können die Temperaturen bis zum Wochenende verbreitet auf +34 bis +38 Grad ansteigen, während über dem Südwesten und Westen Temperaturen bis +42 Grad simuliert werden. Ob das so kommt, bleibt abzuwarten, doch sollte es so kommen, handelt es sich nicht nur um eine für den Juni historische Hitzewelle, sondern auch um einen neuen Temperaturrekord. Verbreitet bleibt es trocken, doch nimmt die Schwüle zu (Taupunkt +17 bis +24 Grad), was am Samstag vereinzelt und am Sonntag verbreitet zu unwetterartigen Gewittern führen kann. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Juni 2026.

Kipppunkt Anfang Juli: Ende der Hitzewelle rückt näher
Wenn es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells geht, endet die Hitzewelle Anfang Juli und somit inmitten des für den Sommer so entscheidenden Siebenschläferzeitraums. Dabei versucht das Hoch in einer Schlüsselszene zum 1. Juli noch eine Erhaltungsneigung herbeizuführen, indem es die anrennenden Tiefdrucksysteme nach Norden abzuleiten versucht. Doch kann das Hoch dem Druck nicht mehr standhalten und kippt zum 3. Juli nach Osten ab, was den Wetterwechsel einleitet. Bis dahin bleibt der sommerliche bis hochsommerliche Wettercharakter erhalten.
Schwere Unwetter drohen nach der Hitze
Bereits zum 1. Juli nähern sich die ersten Ausläufer der Tiefdrucksysteme Deutschland und schieben die heiße Luftmasse mit bis +38 Grad nach Osten, während es über dem Westen auf bis +17 Grad abkühlen kann. Der Luftmassenaustausch geht mit einer energiegeladenen Luftmasse einher, welche sich rasend schnell destabilisiert und verbreitet von West nach Ost für schwere Unwetter mit einem hohen Gefahrenpotenzial sorgen kann.
Deutlich kühler: Der Sommer verliert seine Extreme
Bis zum 8. Juli erhält sich der Einfluss der Tiefdrucksysteme, was über Deutschland, die Schweiz und Österreich wechselhaftes Wetter zur Folge hat. Die Unwettergefahr klingt ab und die Gewittertätigkeit lässt nach. Die Temperaturen pendeln sich vom 3. bis 8. Juli auf +17 bis +23 Grad ein und bereiten der Hitzewelle ein Ende. Mit Sonnenschein können bis +25 Grad erreicht werden.

Sommer am Scheideweg: Bleibt die Hitze doch bestehen?
Die Schlüsselszene spielt sich nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ebenfalls Anfang Juli ab. Die Tiefdrucksysteme nähern sich Deutschland und versuchen die Dominanz des Hochdrucksystems zu durchbrechen. Das gelingt bis zum 4. Juli aber nur bedingt, dass sich das Hoch immer wieder erneuert und so dem Druck der Tiefdrucksysteme etwas entgegensetzen kann. So bleiben die Temperaturen nach dieser Vorhersage bis zum 3. Juli mit +26 bis +33 Grad und über dem Süden mit bis +36 Grad auf einem für die Jahreszeit viel zu hohen Niveau (+6 bis +10 Grad über dem vieljährigen Mittelwert)
Die Hitze zieht sich nicht aus ganz Deutschland zurück
Die Tiefdrucksysteme können für einen Moment am 5. Juli Deutschland überqueren und neben schweren Unwettern die Temperaturen auf +18 bis +24 Grad absinken lassen.
Doch drückt das Hoch von Süden dagegen und so werden nach dem amerikanischen Wettermodell am 6. Juli über Süddeutschland schon wieder +33 Grad berechnet, während es über Norddeutschland mit +20 Grad frischer bleibt. Bis zum 8. Juli erhält sich die Zweiteilung beim Wetter: Weitere Hitzetage über dem Süden, während sich die Temperaturen über der Nordhälfte mit +20 bis +25 Grad dem jahreszeit-typischen Wert annähern.

Fazit: Sommer 2026 vor der Entscheidung - Stabiler Hochsommer oder neue Unwetterphase?
An diesem Fazit hat sich in den vergangenen 192 Stunden so gar nichts verändert. Die Hitzewelle dauert mindestens bis Ende Juni mit weiteren Hitze-, Wüstentagen und tropischen Nächten an. Anfang Juli dann die Schlüsselszene - gelingt es einem Tief der Frontalzone, sich weiter in Richtung Skandinavien zu entwickeln, kippt das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz und die hochsommerlich heiße Wetterphase endet. Gelingt es dem Hoch stattdessen, sich zu erhalten, erhält sich - wenn auch mit kurzen Unterbrechungen - auch die Hitzewelle.
Amerikanisches Prognosemodell ein Ausreißer - Kontrollläufe bestätigen den Wetterwechsel im Juli
Im direkten Vergleich zu den Kontrollläufen bildet die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells die mit Abstand wärmste Variante ab und ist - wie bereits in der gestrigen Sommerprognose - ein Ausreißer. Möglich ist also eine Erhaltungsneigung, wahrscheinlicher aber ist ein Wetterwechsel im Juli.
Die Temperaturanomalie liegt noch bis Ende Juni zwischen +8 und +12 Grad und sinkt bis zum 3. Juli auf +1 bis +4 Grad ab. Bis zum 8. Juli pendelt sich die Anomalie dann auf +2 bis +5 Grad ein, was für die Jahreszeit zwar erheblich zu warm ist, jedoch kaum mehr Spielraum für eine anhaltende Hitzewelle bietet.
Trockenheit und Dürre geraten in den Fokus
In der Regenprognose gibt es allerdings eine Korrektur - gab es gestern noch eine leicht erhöhte Niederschlagsberechnung, so ist diese nur noch im Zeitraum vom 28. Juni bis 2. Juli leicht bis mäßig erhöht. Darüber hinaus zeichnet sich eine nur noch schwache Niederschlagsaktivität ab. Verbreitet bleibt es trocken. Die Böden sind bereits vielerorts ausgetrocknet und damit der Boden den Regen auch aufnehmen kann, braucht es bis zu 10 Tage Regen. Sollten zwischen dem 28. Juni und 2. Juli dann unwetterartige Gewitter den Regen auslösen, so fließt ein Großteil der Niederschlagsmenge oberflächlich ab und der Trockenstress in der Natur bleibt erhalten. Apropos trocken - der Juni hat sein Niederschlagssoll zum heutigen Tag zu 55 Prozent erfüllt. Und noch etwas - sowohl der Mittelwert, als auch die KI-Wettermodelle bestätigen heute erneut den Wetterwechsel im Juli. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 29. Juni | +26 bis +43 Grad | +32 bis +35 Grad |
| 3. Juli | +14 bis +36 Grad | +23 bis +25 Grad |
| 8. Juli | +14 bis +36 Grad | +24 bis +26 Grad |

Anmerkung: Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise, die Kommentare etwas dezenter zu platzieren und klarer vom Prognosetext abzugrenzen. Wir probieren in den kommenden Tagen verschiedene Lösungen aus, um die Darstellung weiter zu optimieren. Die Kommentare sind derzeit per Klick ausklappbar.
Wetterdaten Juli 2026
Top-10 Extremwerte Juli 2026
-
Wert Datum Station Bundesland 36,6 11.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 36,1 14.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 35,9 13.07.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 35,8 13.07.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 35,5 11.07.2026 Müllheim Baden-Württemberg 35,4 10.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 35,4 13.07.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg 35,4 13.07.2026 Wolfach Baden-Württemberg 35,3 13.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 15,3 15.07.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -1,5 02.07.2026 Zugspitze Bayern 4,5 04.07.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 5,5 04.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 6,1 04.07.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen 6,4 04.07.2026 Carlsfeld Sachsen 6,6 04.07.2026 Lobenstein, Bad Thüringen 6,6 04.07.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 6,6 11.07.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 6,7 04.07.2026 Königshofen, Bad Bayern 6,8 04.07.2026 Elster, Bad-Sohl Sachsen -
Wert Datum Station Bundesland 80,7 15.07.2026 Blumberg-Randen Baden-Württemberg 69,4 13.07.2026 Wittendörp-Dodow Mecklenburg-Vorpommern 66,3 14.07.2026 Untrasried-Maneberg Bayern 59,0 14.07.2026 Schwarzatal-Lichtenhain - Bergbahn Thüringen 56,2 14.07.2026 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern 54,8 01.07.2026 Attenkam Bayern 54,3 01.07.2026 Ostritz Sachsen 53,4 14.07.2026 Ettal-Linderhof Bayern 52,6 14.07.2026 Oberstaufen-Thalkirchdorf Bayern 51,8 01.07.2026 Bockhorn - Oberbayern -Grünbach Bayern -
Wert Station Bundesland 130,6 Marienberg Sachsen 111,7 Ettal-Linderhof Bayern 107,6 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern 106,7 Untrasried-Maneberg Bayern 105,7 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern 104,9 Oy-Mittelberg - Grüntensee Bayern 104,3 Flintsbach - Inn-Asten Bayern 102,7 Sehmatal-Neudorf Sachsen 101,7 Unterjoch Bayern 99,3 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Alfter-Volmershoven Nordrhein-Westfalen 0,0 Aßlar Klein-Altenstädten Hessen 0,0 Barßel-Loher Ostmark Niedersachsen 0,0 Bergtheim Bayern 0,0 Biblis Hessen 0,0 Bischbrunn-Oberndorf Bayern 0,0 Blankenheim-Ahrhütte Nordrhein-Westfalen 0,0 Braunfels Hessen 0,0 Dahlem-Schmidtheim Nordrhein-Westfalen 0,0 Deuselbach Rheinland-Pfalz -
Wert Datum Station Bundesland 130,3 14.07.2026 Nürnberg Bayern 125,3 15.07.2026 Friedrichshafen Baden-Württemberg 105,1 13.07.2026 Hannover Niedersachsen 101,9 07.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 95,8 03.07.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 91,8 03.07.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 88,9 02.07.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,6 03.07.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 87,8 07.07.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 87,5 02.07.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 189,9 Tholey Saarland 187,7 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 184,4 Weiskirchen - Saar Saarland 184,1 Perl-Nennig Saarland 180,9 Neunkirchen-Wellesweiler Saarland 180,9 Saarbrücken-Burbach Saarland 180,2 Pirmasens Rheinland-Pfalz 179,4 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 178,0 Berus Saarland 177,9 Trier-Petrisberg Rheinland-Pfalz -
Wert Station Bundesland 72,5 Friesoythe-Altenoythe Niedersachsen 90,6 Helgoland Schleswig-Holstein 93,4 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 93,5 Zugspitze Bayern 97,3 Wangerland-Hooksiel Niedersachsen 97,9 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 99,4 Gardelegen Sachsen-Anhalt 99,4 UFS TW Ems Hamburg 100,6 Hamburg-Fuhlsbüttel Hamburg 102,1 Mittenwald - Obb. Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juli 2026 beträgt 19,9 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,0 °C (91/20 1,6 °C). Am 11.07.2026 konnte mit 36,6 °C über Rheinfelden (Baden-Württemberg) die höchste und am 02.07.2026 mit -1,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 23,1 °C Saarland. Frischer ist der Juli 2026 mit einem Durchschnittswert von 17,8 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.
Im Juli 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 19,4 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 24 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 3 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 136,7 Stunden ihren Sollwert von 211,9 Stunden zu 65 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 189,9 Stunden über der Tholey (Saarland). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 72,5 Stunden über der Friesoythe-Altenoythe (Niedersachsen).











