Wetterwechsel im Siebenschläferzeitraum - was das für den Sommer bedeutet
Steigende Temperaturen und hohe Taupunkte werden in den kommenden Tagen viele schwitzen lassen. Insbesondere die hohen Taupunkte stellen für viele Belastung dar. Die Temperaturen machen mit +28 bis +34 Grad und regional mit bis +38 Grad nicht nur Hitze-, sondern auch die ersten Wüstentage des Jahres möglich und da die Tiefstwerte in den Nächten auf +19 bis +25 Grad absinken, sind auch tropische Nächte zu erwarten. Doch damit nicht genug - die Luftmasse ist energiegeladen und macht am Wochenende einen Cape-Lifted-Index von -8 bis -11 möglich, was schwere Unwetter mit hohem Gefahrenpotenzial nach sich zieht. Für den weiteren Verlauf des Sommerwetters ist der Siebenschläferzeitraum - welcher Ende Juni und Anfang Juli bevorsteht - von entscheidender Bedeutung. Ist die Hitze der Auftakt in den Sommer der Extreme, oder kippt die Wetterlage in Richtung gemäßigtes Sommerwetter?

Die Reste einer Warmfront wabern im Moment noch über Deutschland umher und können auch am Nachmittag und Abend noch für lokale Schauer und Gewitter sorgen (Gewitterradar). Insgesamt aber klingt die Gewitteraktivität ab und bei auflockernder Bewölkung dominiert der Sonnenschein das Himmelsbild - über dem Süden früher als über dem Norden und Nordosten. Am Donnerstag setzt sich die Sonne dann auch über dem Norden durch und die Temperaturen steigen von heute mit +20 bis +25 Grad und über dem Südwesten und Westen mit +25 bis +30 Grad bis Donnerstag auf +25 bis +30 Grad und über dem Westen und Südwesten auf +27 bis +33 Grad an. Örtlich kann mit bis +35 Grad der erste Wüstentag des Jahres 2026 möglich sein.
Hitze, Tropennächte und Unwettergefahr: Das Wochenende wird extrem
Das Sommerhoch verlagert sich am Wochenende über Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei werden nicht nur heiße, sondern auch instabil geschichtete und schwüle Luftmassen nach Deutschland geführt. Die Temperaturen erreichen bei einem Taupunkt von bis zu +24 Grad am Samstag mit +30 bis +35 Grad und örtlich mit bis +38 Grad ihren vorläufigen Höhepunkt. Beginnt der Tag verbreitet mit Sonnenschein, so schießen im Tagesverlauf mächtige Quellwolken hoch und bei einem Cape-Lifted-Index von -8 bis -11 können kräftige Schauer und Gewitter mit einem erhöhten Gefahrenpotenzial nicht ausgeschlossen werden. In den Nächten sinken die Temperaturen auf +19 bis +25 Grad ab, was nicht nur die ersten Wüstentage, sondern auch die ersten tropischen Nächte des Jahres möglich macht. (Gewitterprognose). Wer es genauer wissen möchte: Wetter Juni 2026.

Cape-Lifted-Index: Wenn die Atmosphäre explosive Gewitterenergie speichert
Wir wurden in den vergangenen Tagen immer wieder gefragt, was der Cape-Lifted-Index ist. Der Cape-Lifted-Index beschreibt die Gewitterinstabilität der Atmosphäre. Cape (Convective Available Potential Energy) misst die verfügbare Auftriebsenergie für aufsteigende Luftpakete, während der Lifted Index (LI) den Temperaturunterschied zwischen einem gehobenen Luftpaket und der Umgebung in etwa 5,5 km Höhe bewertet. Je negativer der LI, desto instabiler die Luftmasse. Ein Wert von -7 bis -11 ist sehr auffällig und deutet auf eine hochgradig instabile Atmosphäre hin. In Verbindung mit ausreichender Feuchtigkeit und Windscherung sind kräftige Gewitter wahrscheinlich, teils mit Starkregen, großem Hagel, schweren Sturmböen und vereinzelt sogar Superzellen oder Tornados. Solche Werte verdienen in den kommenden Stunden besondere Aufmerksamkeit.
Erstes Wettermodell sieht das Ende der Hitzewelle
Schaut man sich noch einmal die obenstehenden Wetterkarten genauer an, so passiert das, was wir in den vergangenen Tagen immer wieder einmal mit der Erhaltungsneigung erklärt haben. Die Störung, welche zum Start in die neue Woche frischen Wind nach Deutschland bringen sollte, ist kaum mehr vorhanden und es würde nicht wundern, wenn diese in den kommenden Stunden komplett aus den Berechnungen verschwindet.
Geht es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells, so erreicht die Störung gerade noch so den Norden und lässt die Temperaturen bis zum 24. Juni auf +20 bis +25 Grad zurückgehen. Weiter nach Süden wird es mit +24 bis +28 Grad und über dem Südwesten mit bis +30 Grad zwar auch frischer, doch verweilen die Werte weiterhin auf einem für die Jahreszeit hohen Niveau.
Bis +40 Grad - Extreme Hitze die zweite, dann folgt der Wetterumschwung
Die Störung verpufft jedoch regelrecht und im Zeitraum vom 24. bis 28. Juni erhält sich das Sommerhoch über Deutschland, was die Temperaturen bis zum 27. Juni auf +28 bis +35 Grad und über der Südhälfte auf bis +40 Grad ansteigen lassen kann.
Im Zeitraum vom 28. Juni bis 2. Juli dreht sich über Skandinavien ein Tiefdrucksystem ein und drückt die Hochdruckzone über Mitteleuropa nach Süden. Zur gleichen Zeit keilt das Azorenhoch auf dem Atlantik nach Norden aus und provoziert das Zirkulationsmuster zu einem meridionalen Verlauf, sodass die Tiefdruckaktivität über Skandinavien Anfang Juli nach Süden austrogen und über Deutschland einen Wetterumschwung verursachen kann.
Die Niederschlagstätigkeit nimmt zu und die Temperaturen sind am 1. Juli mit +17 bis +23 Grad deutlich gemäßigter. Mit länger andauerndem Niederschlag orientieren sich die Werte näher an der +15 Grad-Marke.

Der Hochsommer bleibt nach dem Wettertrend der Amerikaner bis Juli erhalten
Bei den Europäern ist es ein kleiner, aber entscheidender Impuls, welcher die hochsommerlich heiße Witterung mit der zweiten Hitzewelle des Jahres beenden kann. Bis dahin dürfte das Soll der Hitze- und Wüstentage für den gesamten Sommer 2026 bereits erfüllt sein. Dass die Erhaltungsneigung aber das Extrem noch bis in den Juli hinein verlängern kann, zeigt die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells.
Das Sommerhoch drückt die Störung zum Start in die neue Woche weit nach Norden und lässt diese im weiteren Verlauf über Osteuropa nach Süden austrogen. Das ist ein wichtiger Impuls, denn so wird dem Hoch die Ausweichmöglichkeit nach Osten verwehrt. Ein weiteres Tief auf dem Atlantik läuft bis zum 26. Juni voll auf das Hoch auf und es folgt eine Wetterlage, welche die hochsommerliche Hitze bis weit in den Juli hinein verlängern kann.
Das Omegahoch - Hitzewelle mit bis +40 Grad
Sollte sich links und rechts des Hochdrucksystems Tiefdrucksysteme ausbilden können, so ergibt sich eine Omegastruktur (Ω), welche neben der Erhaltungsneigung zu den stabilsten Wetterlagen überhaupt zählt. Sollte das so kommen, wie vom amerikanischen Prognosemodell simuliert, so pendeln sich die Temperaturen vom 25. Juni bis 2. Juli mit +25 bis +30 Grad und über der Südhälfte mit bis +38 Grad in den sommerlichen bis hochsommerlichen Bereich ein. Regional kann über dem Südwesten das Erreichen der Extrem-Marke von +40 Grad nicht ausgeschlossen werden.
Der Taupunkt schwankt in diesem Zeitraum zwischen +18 und +24 Grad, was insbesondere über den südlichen Landesteilen hebungsbedingte kräftige und unwetterartige Gewitter möglich machen kann. Sonst bleibt es einfach nur schwül-heiß und trocken.

Fazit: Sommer 2026 vor der Entscheidung - Stabiler Hochsommer oder neue Unwetterphase?
An diesem Fazit von vor 48 Stunden hat sich heute nichts geändert. Die Vorhersage-Modelle zeigen, wie mit einer Erhaltungsneigung eine Hitzewelle über 14 Tage hinweg möglich sein kann. Sie zeigen aber auch, dass das Wetter mit einem entsprechenden Impuls Anfang Juli - und damit inmitten des Siebenschläferzeitraums - in eine andere Richtung kippen kann.
Die Chance auf Abkühlung
Die Kontrollläufe bestätigen bis zum 21. Juni eine Anomalie der Temperaturen von +8 bis +12 Grad. Nachfolgend geht die Anomalie über dem Norden vom 22. Juni bis zum 1. Juli auf +2 bis +4 Grad zurück. Weiter nach Süden pendelt sich die Anomalie auf +3 bis +6 Grad ein.
Eine Korrektur haben die Kontrollläufe dann für Anfang Juli vorgenommen, was die Temperaturanomalie auf +1 bis +3 Grad zurückgehen lassen kann. Es bleibt somit zu warm, doch ist eine anhaltende Hitze bis in den Juli hinein - so wie es die Amerikaner berechnen - wenig wahrscheinlich.
Auch die Regenprognose mit einer Korrektur
Die Niederschlagssignale rund um den 21. Juni herum wurden deutlich nach unten korrigiert, was wir weiter oben im Text bereits beschrieben haben. Gut möglich, dass die Störung in den kommenden Stunden komplett aus den Prognosen verschwindet. Sonst ist bis Anfang Juli mit einer nur schwachen Niederschlagstätigkeit zu rechnen - das gilt auch für den Norden. Schauer und Gewitter aber sind in der energiegeladenen Luftmasse immer möglich. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 23. Juni | +14 bis +35 Grad | +24 bis +28 Grad |
| 27. Juni | +14 bis +36 Grad | +25 bis +27 Grad |
| 2. Juli | +16 bis +38 Grad | +22 bis +24 Grad |

Anmerkung: Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise, die Kommentare etwas dezenter zu platzieren und klarer vom Prognosetext abzugrenzen. Wir probieren in den kommenden Tagen verschiedene Lösungen aus, um die Darstellung weiter zu optimieren. Die Kommentare sind derzeit per Klick ausklappbar.
Wetterdaten Juli 2026
Top-10 Extremwerte Juli 2026
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Wert Datum Station Bundesland 36,6 11.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 36,1 14.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 35,9 13.07.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 35,8 13.07.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 35,5 11.07.2026 Müllheim Baden-Württemberg 35,4 10.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 35,4 13.07.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg 35,4 13.07.2026 Wolfach Baden-Württemberg 35,3 13.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 15,3 15.07.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -1,5 02.07.2026 Zugspitze Bayern 4,5 04.07.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 5,5 04.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 6,1 04.07.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen 6,4 04.07.2026 Carlsfeld Sachsen 6,6 04.07.2026 Lobenstein, Bad Thüringen 6,6 04.07.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 6,6 11.07.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 6,7 04.07.2026 Königshofen, Bad Bayern 6,8 04.07.2026 Elster, Bad-Sohl Sachsen -
Wert Datum Station Bundesland 80,7 15.07.2026 Blumberg-Randen Baden-Württemberg 69,4 13.07.2026 Wittendörp-Dodow Mecklenburg-Vorpommern 66,3 14.07.2026 Untrasried-Maneberg Bayern 59,0 14.07.2026 Schwarzatal-Lichtenhain - Bergbahn Thüringen 56,2 14.07.2026 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern 54,8 01.07.2026 Attenkam Bayern 54,3 01.07.2026 Ostritz Sachsen 53,4 14.07.2026 Ettal-Linderhof Bayern 52,6 14.07.2026 Oberstaufen-Thalkirchdorf Bayern 51,8 01.07.2026 Bockhorn - Oberbayern -Grünbach Bayern -
Wert Station Bundesland 130,6 Marienberg Sachsen 111,7 Ettal-Linderhof Bayern 107,6 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern 106,7 Untrasried-Maneberg Bayern 105,7 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern 104,9 Oy-Mittelberg - Grüntensee Bayern 104,3 Flintsbach - Inn-Asten Bayern 102,7 Sehmatal-Neudorf Sachsen 101,7 Unterjoch Bayern 99,3 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Alfter-Volmershoven Nordrhein-Westfalen 0,0 Aßlar Klein-Altenstädten Hessen 0,0 Barßel-Loher Ostmark Niedersachsen 0,0 Bergtheim Bayern 0,0 Biblis Hessen 0,0 Bischbrunn-Oberndorf Bayern 0,0 Blankenheim-Ahrhütte Nordrhein-Westfalen 0,0 Braunfels Hessen 0,0 Dahlem-Schmidtheim Nordrhein-Westfalen 0,0 Deuselbach Rheinland-Pfalz -
Wert Datum Station Bundesland 130,3 14.07.2026 Nürnberg Bayern 125,3 15.07.2026 Friedrichshafen Baden-Württemberg 105,1 13.07.2026 Hannover Niedersachsen 101,9 07.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 95,8 03.07.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 91,8 03.07.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 88,9 02.07.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,6 03.07.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 87,8 07.07.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 87,5 02.07.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 189,9 Tholey Saarland 187,7 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 184,4 Weiskirchen - Saar Saarland 184,1 Perl-Nennig Saarland 180,9 Neunkirchen-Wellesweiler Saarland 180,9 Saarbrücken-Burbach Saarland 180,2 Pirmasens Rheinland-Pfalz 179,4 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 178,0 Berus Saarland 177,9 Trier-Petrisberg Rheinland-Pfalz -
Wert Station Bundesland 72,5 Friesoythe-Altenoythe Niedersachsen 90,6 Helgoland Schleswig-Holstein 93,4 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 93,5 Zugspitze Bayern 97,3 Wangerland-Hooksiel Niedersachsen 97,9 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 99,4 Gardelegen Sachsen-Anhalt 99,4 UFS TW Ems Hamburg 100,6 Hamburg-Fuhlsbüttel Hamburg 102,1 Mittenwald - Obb. Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juli 2026 beträgt 19,9 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,0 °C (91/20 1,6 °C). Am 11.07.2026 konnte mit 36,6 °C über Rheinfelden (Baden-Württemberg) die höchste und am 02.07.2026 mit -1,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 23,1 °C Saarland. Frischer ist der Juli 2026 mit einem Durchschnittswert von 17,8 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.
Im Juli 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 19,4 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 24 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 3 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 136,7 Stunden ihren Sollwert von 211,9 Stunden zu 65 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 189,9 Stunden über der Tholey (Saarland). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 72,5 Stunden über der Friesoythe-Altenoythe (Niedersachsen).










