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Wetter Juli 2026 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Juli 2026: Ungewöhnlich warm - Siebenschläferregel prägt den Sommer

| M. Hoffmann

Der Juli, ein Hochsommermonat - Sommer, Sonne, Sonnenschein. Kein anderer Monat ist im Jahr so warm wie der Juli. Zugleich ist er aber auch der niederschlagsreichste. Das spricht doch für einen abwechslungsreichen Wettercharakter? Nicht immer, denn meist ist es unwetterartiger Starkregen, der mit Gewitterstürmen über die Lande zieht und binnen kürzester Zeit für enorme Regenmengen sorgen kann. Oftmals geht das mit Hochwasser, Überflutungen und Sturzfluten einher. Überwiegend aber widmet sich das Wetter im Juli dem Sommer. Etabliert sich bereits in der Siebenschläferzeit ein stabiles Sommerhoch, kann das Extrem mit Dürre und Hitze auch in eine andere Richtung kippen.

Die Langfristprognosen und die Klimastatistik stimmen für den Wettertrend Juli 2026 überein
Die Langfristprognosen und die Klimastatistik stimmen für den Wettertrend Juli 2026 überein

Wärmster Sommermonat. Die Großwetterlage hat sich im Juli stabilisiert und häufiger können sich ausgeprägte Hochdruckwetterlagen über Deutschland, Österreich und die Schweiz behaupten. Der Hochsommer über Deutschland hält Einzug.

Siebenschläferregel: Bestimmt er den ganzen Sommer?

Doch es kann auch ganz anders kommen. Entscheidend ist die Entwicklung der Großwetterlage Ende Juni und in der ersten Julidekade, denn das ist der Zeitraum der sog. Siebenschläferregel, welche eine hohe Singularität aufweist (Mythos Siebenschläfer).

Je nachdem, welche Großwetterlage sich bis zum 10. Juli eingestellt hat, hält sich diese über Süddeutschland mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent (in München bis zu 80 Prozent) noch sechs Wochen lang. Das Wetter im Juli bestimmt somit zum großen Teil, ob das Wetter im Sommer 2026 zu warm, normal oder auch zu kühl ausfallen kann. Insofern kommt die folgende Bauernregel nicht von ungefähr:

Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen ha’n.

Bauernregel Juli

Juli-Wetter: Hochsommer oder Regenwetter?

Das Wetter im Juli kann sich mit zwei unterschiedlichen Großwetterlagen präsentieren: dominantes Hochdruckwetter - meist ab der Monatsmitte - mit nachhaltigem Sommerwetter und ausgeprägten Hundstagen, welche zwar nichts mit Hunden zu tun haben, dafür aber den Hochsommer bis in das letzte Augustdrittel hineintragen können (Hundstage: 22. Juli bis 23. August).

In der zweiten Variante zeigt sich vermehrt der atlantische Tiefdruckeinfluss, was das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz mit längeren Regenphasen und teils niedrigen Temperaturen beeinflussen kann. Nicht selten kommt es zu einem regen Wechsel zwischen warmen und kühleren Wetterphasen, die durch unwetterartige Wetterereignisse begleitet werden können. Schaut man sich die langjährige Klimatabelle an, so stellt man fest, dass es in den vergangenen 30 Jahren grundsätzlich mehr Niederschlag gegeben hat als das noch in den Jahren von 1961 bis 1990 der Fall war.

Läuft alles nach Plan, so ist der folgende Verlauf des Sommers für einen Juli typisch: Zum Monatsbeginn zeigt sich das Wetter wechselhaft, während es im Verlauf der ersten Julidekade zum Aufbau eines stabilen Hochdrucksystems kommt, welches das Wetter im Zeitraum vom 11. bis 15. Juli beeinflussen kann. Im Zeitraum vom 16. bis 22. Juli setzt sich eine Schlechtwetterphase durch, bevor das Sommerwetter ab dem 22. Juli auf volle Touren kommen kann.

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