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Wetter Juli 2026 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Heute schwere Unwetter, dann Wetterumstellung zu gemäßigtem Sommerwetter

| M. Hoffmann

Ein Störimpuls erstreckt sich momentan zwischen Spanien, Frankreich, England, Deutschland und Skandinavien und beginnt in den kommenden Stunden damit, die Hochdruckzone über Mitteleuropa aufzulösen und in zwei Cluster zu teilen. Der eine Cluster verlagert sich über Osteuropa und das westliche Russland und der andere raus auf den Atlantik. Die Lücke dazwischen nutzt ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien, um sich zum Start in die neue Woche über Deutschland weit nach Süden auszudehnen. Das Hoch auf dem Atlantik versucht zwar noch nachzurücken, erreicht mit seinen östlichen Gradienten aber gerade noch so England, sodass Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Einflussbereich einer nördlichen Grundströmung gelangen. Das Wetter über Deutschland neigt in der Umstellungsphase heute zu kräftigen und unwetterartigen Gewittern mit einem hohen Schadpotential. Nachfolgend wird es mit einem böigen Wind aus nördlichen Richtungen spürbar wechselhafter und auch kühler.

Unwetter beenden die Hitze und die Schwüle über ganz Deutschland © Martin Bloch
Unwetter beenden die Hitze und die Schwüle über ganz Deutschland © Martin Bloch

Etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock beginnt der Tag heute mit starker bis wechselnder Bewölkung und mit vereinzelten Schauern oder Gewittern ist schon frühzeitig zu rechnen, die sich zunächst über den Alpen konzentrierter zeigen können. Zum Nachmittag intensiviert sich die Gewitteraktivität dann nahezu explosionsartig und führt südlich einer Linie zwischen Köln und Berlin zu teils unwetterartigen Wetterereignissen mit einem hohen Schadenspotenzial. Neben Blitz- und Hagelschlag sind auch stürmische Windböen sowie Platz- und Starkregen mit lokalen Überflutungen und Sturzfluten möglich (Gewitterradar || Warnlagenbericht). Weiter nach Norden macht sich bereits die kühlere Luftmasse bemerkbar und lässt die Gewitteraktivität dort in sich zusammenfallen. Die Temperaturen erreichen verbreitet +27 bis +32 Grad und gehen in unmittelbarer Gewitternähe auch auf bis zu +19 Grad zurück. Der Taupunkt schwankt zwischen +16 und +20 Grad, was vielerorts zu einer belastenden Schwüle führen kann.

18. Juli: Der Regen über dem Süden, der Sommer über dem Norden

Die Reste der Unwetterfront liegen am 18. Juli (Samstag) noch über dem Süden und führen etwa südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Sachsen zu zeitweiligem Niederschlag, der über Baden-Württemberg und Bayern auch länger andauern und von Gewittern begleitet werden kann. Weiter nach Norden lässt die Niederschlagsaktivität nach und bei aufgelockerter Bewölkung dominiert der Sonnenschein. Der Wind frischt böig aus westlichen Richtungen kommend auf und lässt die Temperaturen auf +24 bis +28 Grad einpendeln und bei länger andauerndem Niederschlag auf bis +18 Grad zurückgehen.

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