Zum Hauptinhalt springen

Wetter Juli: Statt Hochsommer - Mittelmeertief und unwetterartiger Regen

| M. Hoffmann

Eine nicht alltägliche Wetterentwicklung steht bevor. Aktuell beginnt sich eine kleinräumige Störung über Deutschland einzudrehen und zieht im Verlauf der kommenden Stunden weiter in Richtung der Alpen. Dort setzen Prozesse ein, die bis zum Wochenbeginn ergiebigen Dauerregen mit unwetterartigen Regensummen auslösen können. Neben Überflutungen rückt auch Hochwasser in den Fokus. Anders gestaltet sich die Lage im Norden – dort sind auch sommerliche Temperaturen möglich.

Kräftige Schauer und Gewitter, über dem Süden länger andauernd und unwetterartig ausfallend
Kräftige Schauer und Gewitter, über dem Süden länger andauernd und unwetterartig ausfallend

Die kleinräumige Störung zieht über Frankreich nach Süden und initiiert heute über weite Teile Deutschlands kräftige Schauer und örtliche Gewitter (Gewitterradar). Der Schwerpunkt liegt südlich einer Linie von Rheinland-Pfalz bis zum Bayerischen Wald. Regional können die Gewitter unwetterartig ausfallen (Warnlagenbericht). Nördlich dieser Linie lassen die Schauer nach, und bei auflockernder Bewölkung zeigt sich auch die Sonne. An den Küsten von Nord- und Ostsee nimmt die Schauertätigkeit hingegen wieder zu. Der Wind weht meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen, kann jedoch in Schauer- und Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Die Temperaturen erreichen +22 bis +25 Grad, örtlich bis +27 Grad. Nach Süden bleibt es mit +17 bis +22 Grad kühler.

Stationäres Regengebiet sorgt für unwetterartigen Dauerregen

Das Tief dreht sich im Zeitraum vom 25. bis 28. Juli (Fr., Sa., So. und Mo.) über den Alpen ein und löst südlich einer Linie vom Saarland bis nach Sachsen wiederholt Niederschläge aus, die regional schauerartig verstärkt und unwetterartig ausfallen können – teils begleitet von Gewittern, Hagel und böigem Wind. Da sich das Tief passiv-dynamisch verhält, sind in der Niederschlagsbilanz noch Änderungen möglich. Nach aktuellem Stand liegt der Schwerpunkt voraussichtlich südlich der Linie vom Schwarzwald bis zum Bayerischen Wald. Dort ist mit Überflutungen und regionalem Hochwasser zu rechnen. Nördlich dieser Linie sind zwar ebenfalls Niederschläge zu erwarten, doch lockert die Bewölkung auf und die Sonne zeigt sich häufiger. Während die Temperaturen über der Nordhälfte zwischen +20 und +25 Grad schwanken, bleibt es über dem Süden mit +17 bis +22 Grad kühler. Zum Wochenbeginn können die Werte auf bis zu +15 Grad absinken.

Weiterer Regen über dem Südosten

Die Störung hält auch am 29. Juli (Di.) an und sorgt bei überwiegend starker Bewölkung über Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen für länger anhaltenden Regen. Im Stau der östlichen Mittelgebirge, des Bayerischen Waldes sowie im Südosten Bayerns kann dieser kräftiger ausfallen. Die Temperaturen liegen zwischen +16 und +20 Grad und können in Richtung der Alpen bis auf +15 Grad absinken.

Über dem übrigen Deutschland lockert die Bewölkung weiter auf. Der Wind dreht auf nordwestliche Richtungen und mit zunehmender Sonnenscheindauer sind Temperaturen zwischen +20 und +25 Grad möglich. Schauer treten nur noch vereinzelt auf.

Die Zusammenfassung der Sommerprognose
Zeitraum Region Wetterlage Temperaturen
Aktuell Ganz Deutschland Kleinräumige Störung zieht auf, erste Schauer und Gewitter +17 bis +27 Grad (Norden wärmer als Süden)
25.–28. Juli
(Fr–Mo)
Süddeutschland (Saarland bis Sachsen) Unwetterartiger Dauerregen, Überflutungen und Hochwasser möglich +15 bis +22 Grad
25.–28. Juli
(Fr–Mo)
Norddeutschland Auflockernde Bewölkung, vereinzelt Schauer, mehr Sonne +20 bis +25 Grad
29. Juli
(Di)
Südosten (Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen) Länger anhaltender Regen, vor allem im Bergland kräftig +15 bis +20 Grad
29. Juli
(Di)
Übriges Deutschland Weniger Schauer, mehr Sonne, nordwestlicher Wind +20 bis +25 Grad
Über dem Süden teils unwetterartiger Regen
Über dem Süden teils unwetterartiger Regen © www.meteociel.fr || wxcharts.com
Nächste Aktualisierung der Wetterprognose
  • 13:00 Uhr: Fällt der August in s Wasser?
Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)