Wetter: Ein markanter Wetterwechsel sorgt für schwere Unwetter - hohes Schadpotential nicht auszuschließen
Die spürbare Schwüle nimmt heute weiter zu und steigert die Wärmebelastung. Gleichzeitig destabilisiert sich die Luftmasse, sodass es ab Samstagnachmittag über der Westhälfte in teils heftigen Gewittern immer wieder kracht – lokal sogar unwetterartig. In der Nacht auf Montag und auch tagsüber drohen schwere Unwetter, die regional ein erhebliches Schadenspotenzial bergen. Im weiteren Wochenverlauf etabliert sich ein wechselhafter Wettercharakter, der nur wenig mit dem Hochsommer im Juli gemein hat.
Schwül‑warme Luftmassen breiten sich heute und am 20. Juli (So.) über Deutschland aus und beginnen dabei zu destabilisieren. Ab Samstagnachmittag türmen sich über dem Westen Quellwolken, die bis zum Abend westlich einer Linie Münster – München Schauer und Gewitter auslösen können. Regional fallen die Zellen kräftig aus und erreichen lokal unwetterartige Stärke (Gewitterradar || Warnlagenbericht). In der Nacht auf Sonntag verlagert sich die zunehmend intensive Gewitteraktivität mehr über Niedersachsen und Schleswig‑Holstein und zieht am Vormittag langsam nach Norden ab. Von Westen nimmt die Schwüle wieder zu und löst zum Nachmittag weitere Gewitter aus, die westlich der Linie Hamburg – Stuttgart für Abwechslung sorgen können. Weiter nach Osten bleibt es bei wechselnder Bewölkung und überwiegendem Sonnenschein meist trocken. Die Temperaturen steigen auf +25 bis +30 Grad, örtlich sind bis +32 Grad möglich; in Gewitternähe kühlt es auf +21 Grad ab.
Unwetterfront überquert Deutschland
Von Sonntagabend an intensivieren sich die Gewitter aus Südwesten und ziehen in der Nacht auf den 21. Juli (Mo.) weiter nach Osten. Die Unwetterfront erreicht zum Berufsverkehr voraussichtlich eine Linie zwischen Hamburg und München und wandert im Laufe des Abends nach Nordosten ab. Die Front hat es in sich und kann es regional kräftig krachen lassen. Verbreitet ist mit unwetterartigen Ereignissen zu rechnen, die lokal ein erhebliches Schadenspotenzial bergen. Details zur exakten Zugbahn des Unwettertiefs bleiben abzuwarten. Ist die Front durch, treten bei starker bis wechselnder Bewölkung wiederholt Schauer und lokale Gewitter auf. Erreichen die Temperaturen vor ihrem Eintreffen noch bis +30 Grad, fallen sie anschließend auf +20 bis +25 Grad.
Schauriges Juliwetter
Im Zeitraum vom 22. bis 24. Juli (Di., Mi. und Do.) zieht die Unwetterfront nach Osten ab und leitet eine Rückseitenströmung ein, die in einem gradientenschwachen Umfeld wiederholt kräftigen und lang anhaltenden Regen bringen kann. Das Besondere an dieser Wetterlage: Das Hoch verlagert sein Kerngebiet über Skandinavien und blockiert die Störungen nahezu ortsfest – nicht nur über Deutschland, sondern in einem breiten Streifen von England, Frankreich, der Schweiz und Österreich bis Polen und weiter über das westliche Russland, was dort ergiebige Regensummen ermöglicht.
Der Wind weht am Dienstag noch böig aus westlichen Richtungen, lässt aber am Mittwoch und Donnerstag nach und dreht schwach kommend auf Südwest. Die Temperaturen liegen bei +19 bis +22 Grad; bei längerem Sonnenschein sind bis +24 Grad, in Schauernähe hingegen nur etwa +17 Grad möglich.
| Datum / Zeitraum | Gebiet | Wetter & Risiken | Temperatur (Grad) | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 19. Juli (Sa.) | Westdeutschland | Schwüle nimmt zu; ab Nachmittag kräftige Gewitter, lokal unwetterartig. | 25 – 30 (lokal 32); in Gewitternähe 21 | Erhöhte Wärmebelastung & Unwettergefahr. |
| 20. Juli (So.) | Nordwest & Westen; Osten meist trocken |
Morgens Gewitter Niedersachsen/Schleswig-Holstein, nachmittags westlich Hamburg–Stuttgart neue Gewitter. | 25 – 30; in Gewitternähe 21 | Weiterhin schwül, lokal Unwetter. |
| 20./21. Juli Nacht & 21. Juli (Mo.) |
Deutschland gesamt (SW → NE) | Schwere Unwetterfront zieht durch; danach wechselhaft mit Schauern. | Vor Front bis 30; nach Front 20 – 25 |
Hohes Schadenspotenzial, Verkehrsbehinderungen |
| 22. – 24. Juli (Di.–Do.) | Deutschland & Mitteleuropa breit | Langanhaltender Regen; Di böiger Westwind, ab Mi schwacher Südwest. | 19 – 22; mit Sonne 24; Schauernähe 17 |
Wechselhaftes schaurigesJuliwetter |

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