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Wetter Juli: Hitze, Unwetter, Temperatursturz und der Sommer zum Wochenende

| M. Hoffmann

Die Hitze intensiviert sich in den kommenden 48 Stunden weiter und erreicht ihren Höhepunkt am 2. Juli. Danach sorgt ein markanter Wetterumschwung für einen Temperatursturz über dem Norden, der sich mit unwetterartigen Entwicklungen auch über dem Süden ausbreiten kann. Zum Wochenende steigen die Temperaturen erneut in Richtung der +30-Grad-Marke – doch kündigt sich bereits die nächste Unwetterfront an.

Die Hitze erreicht zur Wochenmitte ihren Höhepunkt
Die Hitze erreicht zur Wochenmitte ihren Höhepunkt

Hitzegewitter treten heute und am 2. Juli (Dienstag und Mittwoch) über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern auf (Gewitterradar). Organisierte Schauer und Gewitter sind ab Mittwochnachmittag nördlich einer Linie Köln–Rostock zu erwarten, während es andernorts meist trocken und verbreitet sonnig bleibt. Der Wind weht zunächst schwach aus unterschiedlichen Richtungen und frischt am Mittwochabend über dem Nordwesten böig aus nördlicher Richtung auf. Die Temperaturen steigen auf +33 bis +36 Grad; entlang eines breiten Streifens von Rheinland-Pfalz bis Brandenburg sind bis zu +39 Grad möglich – örtlich sogar bis +40 Grad.

Kühle Luft aus dem Norden, schwül-heiß im Süden mit Unwetterpotenzial

Am 3. Juli (Do.) dreht der Wind über ganz Deutschland auf nördliche Richtungen und führt nicht nur kühlere, sondern auch trockenere Luftmassen nach Deutschland. Diese treffen über dem Süden auf eine schwere, energiegeladene Luftschicht. Infolgedessen sinken die Temperaturen nördlich einer Linie Saarland–Berlin auf +17 bis +22 Grad ab, während über dem Süden weiterhin bis zu +35 Grad erreicht werden können. Erste Hitzegewitter bilden sich im Tagesverlauf, intensivieren sich abends sowie nachts und können südlich einer Linie Köln–Berlin für schwere Unwetter sorgen.

Unwetterfront zieht südwärts

Am 4. Juli (Fr.) verlagert sich die Unwetterfront nach Süden und bleibt über dem Alpenvorland hängen. Südlich der Donau ist daher mit länger anhaltendem und ergiebigem Regen zu rechnen. Weiter nördlich lässt der Niederschlag nach, und mit auflockernder Bewölkung setzt sich ab dem Nachmittag nördlich einer Linie Bodensee–Berlin zunehmend die Sonne durch. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen, die Temperaturen bewegen sich zwischen +20 und +25 Grad.

Sommerliche Rückkehr am Wochenende

Am 5. und 6. Juli (Samstag und Sonntag) liegt Deutschland zwischen einem Hochdruckkeil und einem sich von Westen nähernden Tiefdruckgebiet. Der Wind dreht auf südliche Richtungen und bringt mit +25 bis +30 Grad warme, sommerliche Luft ins Land. Mit Annäherung des Tiefs nehmen sowohl Labilität als auch Schwüle zu. Während der Samstag noch überwiegend trocken verläuft, sind ab Sonntagnachmittag aus Westen heranziehende, kräftige Schauer und Gewitter möglich, die sich bis in die erste Nachthälfte über die östlichen Landesteile ausbreiten können. Regional ist mit unwetterartigen Wtterereignissen zu rechnen.

Die Temperaturprognose der Wettermodelle
Datum Region Temperatur Besonderheiten
2. Juli Deutschlandweit +33 bis +40 Grad Hitzespitze, Hitzegewitter
3. Juli Norden / Süden +17 bis +22 / bis +35 Grad Kühle Luft aus Norden trifft auf schwül-heiße Luft im Süden
4. Juli Norden / Süden +20 bis +25 Grad Unwetterfront zieht südwärts, Sonne im Norden
5.–6. Juli Deutschlandweit +25 bis +30 Grad Sommerlich warm, ab Sonntag Gewitterrisiko
Hitze, Unwetter, Temperatursturz und ein nicht ganz ungestörter Sommer zum Wochenende
Hitze, Unwetter, Temperatursturz und ein nicht ganz ungestörter Sommer zum Wochenende © www.meteociel.fr || wxcharts.com
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