Wetter: Schwül-warm und gewittrig, mit kurzer Heißphase

Schauer und Gewitter über Deutschland

Ein stabiler Wettercharakter ist in den kommenden Tagen nicht zu erwarten und neigt immer wieder zu Schauern und Gewittern, die regional kräftiger und örtlich unwetterartig ausfallen können. Heiß her geht es voraussichtlich am Sonntag und Montag.

Sommertag. Der 22. Juli (Fr.) beginnt mit viel Sonnenschein, der sich zum Nachmittag etwa westlich einer Linie von Hamburg und Stuttgart eintrüben kann und noch in der ersten Nachthälfte zu den ersten - meist leichten - Schauern und Gewittern führt. Weiter nach Osten bleibt es sonnig und trocken. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie von Köln und Berlin +20 bis +25 Grad und nach Süden sind bis +32 Grad und über dem Südwesten bis +34 Grad möglich.

Schwül-warm

In der Nacht auf den 23. Juli (Sa.) ziehen südlich einer Linie von Köln und Usedom - regional kräftige - Schauer und Gewitter über Deutschland hinweg, die über der Mitte und nach Osten unwetterartig ausfallen können. Am Tage ziehen sich die Gewitter an die Alpen und dem Bayerischen Wald zurück und verlassen Deutschland zu späten Nachmittag nach Osten. Über dem Rest von Deutschland nimmt bei wechselnder Bewölkung die Sonnenscheindauer zu und die Temperaturen erreichen mit schwachen Winden aus westlichen Richtungen +20 bis +25 Grad und über dem Südwesten bis +27 Grad.

Schwül-heiß

Am 24. und 25. Juli (So. und Mo.) dehnt sich über Deutschland hoher Luftdruck aus und befördert mithilfe einer südlichen Grundströmung ungewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen steigen vom Sonntag mit +26 bis +31 Grad und örtlich bis +33 Grad zum Montag auf +30 bis +35 Grad und örtlich bis +37 Grad an. Ist am Sonntag noch mit viel Sonnenschein zu rechnen, so werden die Luftmassen am Montag schwüler und instabiler, was das Wachstum von Quellwolken begünstigt und zum Nachmittag und Abend westlich der Linie von Hamburg und Ulm die ersten Schauer und Gewitter möglich sein können (Gewitterradar). Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und dreht unter Auffrischung zum Abend auf westliche Richtungen.

Abziehende Gewitterfront

Schauer und Gewitter dehnen sich in der Nacht auf den 26. Juli (Di.) nach Osten aus und sorgen im Tagesverlauf über Baden-Württemberg und Bayern für weitere - teils kräftige und regional unwetterartige - Gewitter. Weiter nach Norden lässt die Schaueraktivität nach und mit auflockernder Bewölkung kommt häufiger die Sonne zum Vorschein. Der Wind frischt aus westlichen Richtungen kommend weiter auf und kann über dem Norden stark böig in Erscheinung treten. Der Wind führt frische Luftmassen vom Atlantik nach Deutschland, was die Temperaturen auf +24 bis +28 Grad und örtlich bis +22 Grad normalisiert.

Ein Sommertag

Der Wind weht am 27. Juli (Mi.) unmotiviert aus nördlichen Richtungen über Deutschland hinweg und bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken ist nicht mit Niederschlag zu rechnen. Die Temperaturen erreichen zum Nachmittag nördlich der Linie vom Saarland und Sachsen +18 bis +24 Grad und nach Süden sind sommerliche +28 Grad möglich.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,3 +2,4 +1,2 355 l/m² - extrem zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Juli

  • Ab der zweiten Hälfte läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. (Hundstage)
  • Das Juliwetter wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15.
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22.
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31.

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