Wetter Deutschland: Die nächste Hitzewelle kündigt sich an

Dürre und Hitze über Deutschland

Die Hitze verlagert sich nach Osten und macht schwül-warmen Luftmassen Platz, die regional für Schauer und Gewitter sorgen und das örtliche Unwetterpotential ansteigen lassen können. Ab dem Wochenende wird es schwül-heiß und mit den nächsten Wüstentagen kann gerechnet werden.

Sonnig beginnt der Mittwoch über Deutschland. Doch bereits in den Vormittagsstunden gelangen schwül-warme und instabile Luftmassen über den Westen, was die Quellwolken hochschießen lässt, die zum Nachmittag für die ersten - kräftigen - Schauer und Gewittern sorgen können. Die Gewitter (Gewitterradar) dehnen sich zum Nachmittag westlich einer Linie von Bremen und Ulm aus, wobei sich der Schwerpunkt mehr nach Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verlagert. Zum Abend und in der ersten Nachthälfte intensivieren sich die Schauer und Gewitter, was nördlich der Linie von Köln und Rostock zu teils unwetterartigen Wetterereignissen führen kann. Weiter nach Osten verläuft der Tag meist sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen verbreitet +30 bis +35 Grad und örtlich bis +38 Grad. Über Ballungszentren kann die +40 Grad-Marke anvisiert werden. Zieht ein Gewitter durch, kühlt es auf bis +25 Grad ab. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und kann in Gewitternähe stark böig bis stürmisch auffrischen. Da die Luftmassen extrem energiegeladen sind, können regional auftretende Tornados nicht ausgeschlossen werden.

Über dem Norden und Südosten etwas Regen

Die Gewitterfront bleibt am 21. Juli (Do.) über dem Norden hängen und sorgt nördlich einer Linie von Köln und Usedom für weitere Schauer und Gewitter. Aber auch über den Regionen südlich der Donau kann mit gelegentlichen Schauern und Gewittern gerechnet werden, die örtlich kräftiger ausfallen können. In einem breiten Streifen dazwischen bleibt es bei wechselnder Bewölkung trocken. Der Wind frischt böig aus westlichen Richtungen kommend auf und die Temperaturen kühlen über Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie über Teile von Nordrhein-Westfalen auf +17 bis +23 Grad ab. Weiter nach Süden können +25 bis +30 Grad und über Berlin und Brandenburg bis +32 Grad möglich sein, während sich südlich der Donau das Temperaturniveau auf +20 bis +25 Grad einpendeln kann. Insgesamt ist ein schwül-warmer bis heißer Tag zu erwarten.

Schwül-heiß

Die Gewitterfront zieht am 22. Juli (Fr.) nach Osten ab und was folgt, ist ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken. Mit Schauern ist nicht mehr zu rechnen. Der Wind kommt schwach aus überwiegend nördlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen nördlich einer Linie von Köln und Usedom +18 bis +24 Grad und nach Süden lassen mit bis +32 Grad schwül-heiße Luftmassen die Menschen schwitzen.

Durchzug einer Gewitterfront

In der Nacht auf den 23. Juli (Sa.) zieht südlich der Linie von Köln und Berlin eine Gewitterfront über Deutschland hinweg und zieht zu den Nachmittagsstunden nach Osten ab. Die Gewitter können kräftiger ausfallen und örtlich das Potential unwetterartiger Wetterereignisse ansteigen lassen. Weiter nach Norden bleibt es trocken und sind die Gewitter durch, nimmt die Sonnenscheindauer zu. Die Temperaturen erreichen über der Nordhälfte +20 bis +25 Grad und nach Süden werden hochsommerliche +30 Grad möglich sein.

Die nächste Hitzewelle

Ein Hochdrucksystem baut sich am 24. und 25. Juli (So. und Mo.) über Deutschland auf. Im Verbund mit einem Tief westlich von Europa werden schwül-heiße Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Temperaturen am Sonntag auf +27 bis +32 Grad ansteigen lassen kann. Am Montag sind +32 bis +38 Grad und örtlich bis +40 Grad möglich. Gelegentlich ziehen ein paar Wolkenfelder vorüber, doch mit Niederschlag ist vorerst nicht zu rechnen.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,3 +2,4 +1,2 355 l/m² - extrem zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Juli

  • Ab der zweiten Hälfte läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. (Hundstage)
  • Das Juliwetter wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15.
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22.
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31.

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