Wettervorhersage: Heiß mit ansteigendem Gewitter- und Unwetterpotential

| M. Hoffmann
Heiße und zunehmend gewitterträchtige Luftmassen erreichen Deutschland

Heiße Luftmassen erreichen Deutschland, die ab der Wochenmitte instabiler werden und zu kräftigen Schauer und Gewittern mit einem regional erhöhten Unwetterpotential führen können.

Heiß wird es am 18. und 19. Juli (Mo. und Di.) über Deutschland, der Schweiz und Österreich. Eine kleinräumige Störung über dem westlichen Europa führt im Verbund mit einem Hoch über Mitteleuropa ungewöhnlich heiße Luftmassen nach Deutschland. Werden am Montag verbreitet +28 bis +33 Grad und örtlich bis +36 Grad simuliert, so können es am Dienstag +30 bis +36 Grad und örtlich bis +39 Grad sein, die einem zum Schwitzen bringen. Über den westlich gelegenen Ballungszentren sind Temperaturen von bis +40 Grad nicht auszuschließen (Temperaturprognose). Ziehen am Montag nördlich einer Linie von Münster und dem Bayerischen Wald noch Wolkenfelder vorüber, so ist am Dienstag mit ungehemmtem Sonnenschein von einem nahezu wolkenlosen Himmel zu rechnen. Bei schwachen Windbewegungen aus unterschiedlichen Richtungen bleibt es trocken.

Hitze über dem Osten, unwetterartige Gewitter über dem Westen

Am 20. Juli (Mi.) erreichen schwül-warme Luftmassen den Westen von Deutschland. Die Bewölkung nimmt zu und zum Nachmittag setzen die ersten Schauer und Gewitter ein (Gewitterprognose), die sich bis zum Abend weiter intensivieren und westlich einer Linie von Hamburg und Ulm ausdehnen können. Regional ist ein erhöhtes Potential von unwetterartigen Wetterereignissen nicht auszuschließen. Weiter nach Osten lockert die Bewölkung auf und ein trockener - und mit Temperaturen von +30 bis +36 Grad und über dem äußersten Osten bis +39 Grad - heißer Juli-Tag ist zu erwarten. Über dem Westen kühlt es sich mit dem Niederschlag auf +24 bis +32 Grad ab.

Unwetterpotential

Schauer und Gewitter dehnen sich in der Nacht auf den 21. Juli (Do.) nach Norden aus und finden am Tage ihren Schwerpunkt im Bereich nördlich einer Linie von Münster und Berlin. Weiter nach Süden sind bei wechselnder Bewölkung nur vereinzelte und über den Regionen südlich der Donau vermehrte Schauer und Gewitter zu erwarten. Die Temperaturen gehen bei einem böigen Wind aus westlichen Richtungen auf +25 bis +30 Grad zurück und können mit dem Niederschlag über dem Nordwesten auf bis +17 Grad herunterkühlen.

Über dem Süden schwül-warm bis heiß

Am 22. und 23. Juli (Fr. und Sa.) wird der Norden mehr von einem maritimen Einfluss geprägt sein. Wolken ziehen vorüber und hinterlassen gelegentliche Schauer. Die Temperaturen pendeln sich auf +18 bis +24 Grad ein. Etwa südlich einer Linie von Köln und Dresden dominiert ein Hoch, was im Verbund mit einem Tief zwischen England und Skandinavien warme, feuchte und labil geschichtete Luftmassen nach Deutschland führt. Die Temperaturen erreichen amFreitag +25 bis +30 Grad und können mancherorts mit bis +33 Grad hochsommerliche Werte erreichen und am Samstag auf +24 bis +28 Grad und örtlich bis +22 Grad zurückgehen. Zudem kann ab den Nachmittagsstunden immer wieder mit Schauern und Gewittern gerechnet werden, deren Schwerpunkt für den Samstag simuliert wird.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Juli

  • Ab der zweiten Hälfte läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. (Hundstage)
  • Das Juliwetter wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15.
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22.
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31.

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