Wetter: Hitze mit Wüstentagen, tropischen Nächten und unwetterartigen Wetterereignissen

| M. Hoffmann
Extreme Hitze über Deutschland

Aus südwestlichen Richtungen gelangen heiße Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen zum Beginn der neuen Woche nahe an den Rekordwert von 2019 heranführt. Nachfolgend zieht eine Unwetterfront über Deutschland hinweg, doch wer auf eine markante Abkühlung hofft, der wird über dem Süden enttäuscht - die Hitze geht vorerst weiter.

Nördlich der Linie von Münster und Dresden ziehen heute immer wieder Wolkenfelder vorüber und sorgen für etwas Schatten. Weiter nach Süden nimmt die Bewölkung ab und ein verbreitet sonniger Sonntag ist zu erwarten. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen, dafür mit schwachen Windbewegungen aus nördlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen nördlich der Linie von Münster und dem Bayerischen Wald +20 bis +25 Grad und nach Süden sind +25 bis +30 Grad möglich.

Hitze- und Wüstentage

Am 18. und 19. Juli (Mo. und Di.) dominiert ein Hochdrucksystem das Wetter über Deutschland. Am Montag können über dem Norden noch Wolkenfelder vorüberziehen, bevor auch hier - wie über dem Rest von Deutschland - die Sonne ungehemmt auf Deutschland herabscheinen kann. Die Temperaturen +28 bis +32 Grad und örtlich bis +36 Grad und am Dienstag sind +30 bis +37 Grad und örtlich bis +39 Grad möglich. Das Überschreiten der +40 Grad-Marke ist über den westlich gelegenen Ballungsgebieten nicht ausgeschlossen (Temperaturprognose). In den Nächten sinken die Tiefstwerte mancherorts nicht mehr unter die +20 Grad-Marke ab und ermöglichen neben Hitze- und Wüstentagen auch tropische Nächte.

Schauer und Gewitter mit ansteigendem Unwetterpotential

Die Hitzeblase wird am 20. Juli (Mi.) von einem Gewittertief nach Osten gedrückt, was über Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen die Temperaturen auf +32 bis +36 Grad und örtlich bis +38 Grad ansteigen lassen kann. Weiter nach Westen verdichtet sich die Bewölkung und bereits in der zweiten Nachthälfte setzen über dem Westen die ersten Schauer und Gewitter ein, die sich bis zum Nachmittag westlich einer Linie von Hamburg und München ausdehnen und regional unwetterartig ausfallen können (Gewitterprognose). Ganz über dem Westen lockert die Bewölkung bereits wieder auf und bei Temperaturen von +24 bis +28 Grad und örtlich bis +32 Grad ist ein weiterer Hitze- und Wüstentag zu erwarten. Bis in die Abendstunden hinein verlagern sich die Schauer und Gewitter über die östlichen Landesteile.

Hitze über dem Süden

Ein Tiefdrucksystem über Skandinavien kann sich am 21. und 22. Juli (Do. und Fr.) nicht sonderlich weit nach Süden ausdehnen. Beide Tage verlaufen ruhig, doch nimmt allmählich die Schwüle von Südwesten zu und Quellwolken schießen hoch, was am Freitagnachmittag südlich der Linie von Münster und Nürnberg örtliche Schauer und Gewitter nicht ausschließen lässt. Die Temperaturen erreichen nördlich der Linie von Köln und Berlin +18 bis +24 Grad und örtlich bis +26 Grad und können weiter nach Süden auf +30 bis +34 Grad und über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern auf bis +36 Grad ansteigen, was die Anzahl an Hitze- und Wüstentagen weiter ansteigen lassen kann.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Juli

  • Ab der zweiten Hälfte läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. (Hundstage)
  • Das Juliwetter wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15.
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22.
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31.

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