Wetter Juli 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

So war das Wetter im Juli 2018: Zu warm, zu trocken mit viel Sonnenschein

Seit Februar wird das Wetter über Nord- und Mitteleuropa von Hochdrucksystemen dominiert und sorgen für einen trockenen und auch zu warmen Wettercharakter - warum sollte sich das also im Juli 2018 geändert haben?

Was vom Juli 2018 in Erinnerung bleiben wird, war die ausgeprägte Trockenheit und die Hitzewelle zum Monatsende
Was vom Juli 2018 in Erinnerung bleiben wird, war die ausgeprägte Trockenheit und die Hitzewelle zum Monatsende

Zwar hatte der Juli seine kühleren Wetterphasen und auch Niederschläge konnte er vorweisen, doch überwiegend dominierte hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, was am Ende die Julitemperaturen auf ein Durchschnittswert von +20,2 Grad ansteigen ließ. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnittswert von 1961 bis 1990 betrug der Temperaturüberschuss im Juli +3,3 Grad und gegenüber der Referenzperiode von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +2,2 Grad.

Fünftwärmster Julimonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Nein, ein zu warmes Juliwetter ist nichts außergewöhnliches und ein fünfter Platz ist auch nichts außergewöhnliches. Betrachtet man aber die Zeitabschnitte, so liegen die anderen zu warmen Julimonate mit 2006, 1983, 1994 und 2010 allesamt in einem Zeitbereich von 35 Jahren und das ist das eigentliche außergewöhnliche - willkommen im Zeitalter der Klimaveränderung.
Übrigens war die Vorgeschichte ebenfalls außergewöhnlich: der April und der Mai stellten jeweils neue Rekordwerte auf, während der Juni nur um +2,4 Grad zu warm ausfiel.

Um den Sommer 2018 aber zu komplettieren fehlt noch der August 2018, doch dieser ist nach der aktuellen Wettervorhersage ebenfalls auf einem guten Weg zu warm auszufallen und somit steht schon jetzt fest: Der Sommer 2018 wird der 22. Sommer in Folge, welcher zu warm ausfallen wird - auch das ist außergewöhnlich!

Wetter Juli 2018: Temperaturgegensätze mit Hitzewelle und Tropennächten

Die tiefste Temperatur wurde am 2. Juli in Deutschneudorf-Brüderwiese mit +0,1 Grad nahe am Gefrierpunkt registriert. Heiß ging es in der zweiten Julidekade her, bevor im letzte Julidrittel der Sommer mit einer Hitzewelle richtig einheizte. Die höchste Temperatur wurde am 26. Juli über Duisburg-Baerl mit +38 Grad gemessen. Dazu kamen zahlreiche tropische Nächte, bei denen die Tiefstwerte nicht mehr unter +20 Grad absanken. Die höchste Tiefsttemperatur wurde am 25. Juli in der Nähe von Kaiserslautern mit +23,8 Grad registriert.

Niederschlag im Juli 2018: Trocken und unwetterartige Niederschläge

Die Schattenseite des Super-Sommer-Sonnenwetters ist der fehlender Niederschlag. In manchen Regionen von Deutschland fehlt dieser seit Februar fast gänzlich und im Zusammenspiel mit der Hitze hat das erhebliche Ausmaße auf Mensch, Tier und die Natur.

Der Juli erreichte mit 40 l/m² sein Sollwert von 78 l/m² nur zu 52 Prozent und war erneut deutlich zu trocken. Verhältnismäßig viel Niederschlag gab es über dem Süden, wo das Berchtesgadener Land mit 150 l/m² sozusagen reich beschenkt wurde. Anders die Situation über dem Norden und Osten, wo der Juli örtlich mit nur 5 l/m² sehr wenig Niederschlag brachte.

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Zahlreiche Wald- und Flächenbrände wurden in diesen Regionen registriert und auch die Landwirtschaft verzeichnet große Schäden.

Nur ein Juli hatte noch mehr Sonnenschein zu bieten

Viel Wärme, wenig Niederschlag bedeutet auch viel Sonnenschein. Mit insgesamt 305 Stunden Sonnenschein übertraf der Juli 2018 sein Soll von 212 Stunden mehr als deutlich. Nur der Juli 2006 hatte noch mehr Sonnenschein zu bieten. Somit geht dieser Julimonat als zweitsonnenscheinreichster Monat seit Beginn der Aufzeichnungen aus dem Jahre 1951 in die Wettergeschichte ein.

Den meisten Sonnenschein gab es mit bis zu 360 Stunden über der Ostseeregion. Verhältnismäßig wenig Sonnenschein gab es mit 230 Stunden über dem Alpenraum.

Den gesamten Rückblick - auch mit Bezug auf die einzelnen Bundesländer - können Sie beim DWD nachlesen.
Ob sich der Sommer zu einem überdurchschnittlich warmen Sommer weiter entwickeln kann, oder ob eine nachhaltige (und längst überfällige) Abkühlung kommt, klären wir in den jeweiligen Rubriken August, so wie in der Gesamtentwicklung zum Wetter Sommer 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Juli

Statistische Wetterwerte für Juli

  • Ab Mitte Juli läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. Juli (Hundstage)
  • Der Juli wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. Juli eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15. Juli
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22. Juli
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31. Juli

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