Die atlantische Frontalzone bestimmt das Wetter in der zweiten Juliwoche über Deutschland. Der Hochdruckkeil des Azorenhochs zieht sich im Verlauf des Montags weiter nach Westen zurück, sodass erst einmal kein klassisches Sommerwetter mehr zu erwarten ist. So kommt es am heutigen Montag immer wieder zu kräftigen Schauern und Gewittern, deren Schwerpunkt über dem Nordwesten und Norden, sowie entlang des Alpenrandes liegen kann. Der Wind dreht im Tagesverlauf, kommt böig aus westliche Richtungen und führt von Westen her frischere Atlantikluft nach Deutschland. So können die Temperaturen anfangs +24 bis +28 Grad und über dem Osten örtlich noch bis +30 Grad erreichen, gehen aber mit dem Niederschlag auf +17 bis +23 Grad zurück.

Wechselhaftes Juliwetter

Die atlantische Frontalzone setzt sich am Dienstag über Skandinavien fest und die nachfolgende Tiefdruckrinne verläuft zwischen Neufundland, Island/England und Skandinavien. Deutschland liegt nach den aktuellen Berechnungen am südlichen Rand der Tiefdruckrinne, was aus westlichen Richtungen immer wieder Niederschlagsfelder unterschiedlichster Intensität über Deutschland, Österreich und auch der Schweiz hinweg führen kann. Kräftiger können die Niederschläge vor allem am 11. und 12. Juli ausfallen und über den Mittelgebirgen und entlang der Alpen für ordentliche Niederschlagssummen sorgen.

Ab Donnerstag berechnen die Wettermodelle wieder den Versuch des Azorenhochs, einen Hochdruckkeil nach Mitteleuropa aufzubauen. So bleibt am 13. und 14. Juli der Wettercharakter unbeständig und mit weiteren Niederschlägen ist zu rechnen, welche zum Samstag, den 15. Juli, in ihrer Intensität nachlassen können. Die simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich Samstag sind beachtlich und liegen zum heutigen Stand zwischen 20 bis 40 l/m² (über dem Norden 10 bis 25 l/m²) und können in den Staulagen von Schwarzwald, der Mittelgebirge und den Alpen auch 30 bis 80 l/m² und örtlich bis 100 l/m² betragen, wobei der meiste Niederschlag mit 100 bis 120 l/m² über den Zentralalpen berechnet wird. Sollten sich die Niederschlagssimulationen in dieser Juliwoche bewahrheiten, so könnten in einigen Regionen binnen einer Woche das Niederschlagssoll vom Juli bereits erreicht worden sein.

Die Temperaturen gehen im Verlauf der Woche zurück und erreichen am Dienstag verbreitet +20 bis +25 Grad und pendeln sich bis zum Freitag und Samstag auf Werte zwischen +17 bis +23 Grad ein, wobei mit länger andauerndem Niederschlag die Werte mit +14 bis +18 Grad auch darunter liegen können. So wird die erste Hitzewelle im Juli schlagartig durch einen markanten Wetterwechsel beendet und die Temperaturen der Woche sind z.T. um 2 bis 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kühl. Wie sich das Sommerwetter weiter entwickeln kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Sommer 2017.

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