Entlang eines breiten Streifens zwischen Köln und Berlin bleibt es heute die meiste Zeit über stark bewölkt und mit gelegentlich leichtem Niederschlag kann dort gerechnet werden. Nach Norden und Süden lockert die Bewölkung auf und die Sonne kann häufig für längere Zeit zum Vorschein kommen. Die Temperaturen erreichen über dem Norden frische +17 bis +22 Grad und können über dem Süden mit +22 bis +26 Grad und örtlich bis +30 Grad bereits wieder in den sommerlichen Bereich ansteigen.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Wetterwechsel mit zunehmenden Unwetterpotential

Am 27. und 28. Juni liegt Deutschland noch auf der Vorderseite eines Tiefdrucksystems zwischen England und der Nordsee, sodass mit einer südwestlichen Grundströmung sehr warme, aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. So steigt die Neigung zu Schauern und Gewittern allgemein an, wobei ein örtliches Unwetterpotential noch nicht auszuschließen ist. Die Temperaturen erreichen am Dienstag verbreitet +20 bis +25 Grad und können über dem Süden örtlich bis +30 Grad ansteigen. Am Mittwoch bleibt es über Westdeutschland mit +20 bis +25 Grad etwas frischer, während über dem Osten die +30 Grad Marke erreicht werden kann.
Am Donnerstag überquert das Tiefdrucksystem Deutschland und tauscht die feucht-warmen gegen deutlich frischere Luftmassen aus. Das erhöht das Unwetterpotential von West nach Ost in Form von kräftigen Schauern und Gewittern mit stürmischen Böen und allem was dazugehört. Bevor die Schauer und Gewitter den Osten erreichen können, sind dort noch einmal +24 bis +28 Grad möglich. Über dem Westen kann es sich mit +16 bis +21 Grad schon spürbar abgekühlt haben.

Unbeständig und kühl startet das Wetter im Juli

Am Freitag kann über dem Norden noch mit stärkeren Niederschlägen gerechnet werden, sonst beruhigt sich der Wettercharakter bei starker bis wechselnder Bewölkung mit gelegentlichen Niederschlägen wieder und die Temperaturen erreichen am letzten Junitag bei einem böigen Wind +18 bis +23 Grad.
Das Tiefdrucksystem erreicht am 1. Juli Skandinavien und führt die nachfolgende Tiefdruckrinne von Neufundland über England bis nach Deutschland weiter nach Süden, was über Deutschland zu einer westlichen Grundströmung führen kann. So können mit einem Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen vom 1. bis 3. Juli immer wieder Niederschlagsfelder Deutschland überqueren und so für einen wenig sommerlichen Wettercharakter sorgen. Die Temperaturen gehen noch etwas weiter zurück und erreichen wohl zum 3. Juli mit +14 bis +19 Grad ihren vorläufigen Tiefpunkt, wobei mit etwas Sonnenschein zwischendurch die Temperaturen auf bis +23 Grad ansteigen können, was über dem Süden wahrscheinlicher als über dem Norden ist.

Kontrollläufe bestätigen die Abkühlung Anfang Juli

Der Wetterwechsel Anfang Juli zeigt sich in den Simulationen der Wettermodelle bereits seit einigen Tagen und bestätigt sich von Tag zu Tag erneut, was das Ereignis selbst zunehmend wahrscheinlich macht. Die Kontrollläufe berechnen die Temperaturen in ca. 1.500 Meter mit +1 bis +9 Grad relativ einheitlich und der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt in etwa um 3 bis 6 Grad unter dem langjährigen Durchschnittswert. Anders formuliert ist Anfang Juli ein deutlich zu kühler Wettercharakter zu erwarten. Schaut man sich die Niederschlagsberechnungen der Kontrollläufe an, so ist im Zeitraum vom 27. Juni bis 3. Juli mit 30 bis 90 l/m² einiges an Niederschlag zu erwarten, wobei der Großteil der Niederschlagsmengen durch den Wetterwechsel Ende Juni hervorgerufen werden kann. Wie sich das Wetter darüber hinaus entwickeln und wann der Sommer wieder zurückkehren kann, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Sommer 2017.

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