In einigen Bundesländern stehen Ende Juni die Sommerferien an und betrachtet man die aktuell unbeständige Wetterentwicklung der kommenden Tage (s. Wettervorhersage Juni), so gibt es derzeit berechtigterweise viele Anfragen an uns, wann denn der Sommer endlich kommen mag. Denn dieses feucht-warme bis mäßig warme Wetter mit den zahlreichen Niederschlägen ist nicht jedermanns Sache und viele ziehen auch gleich für den restlichen Sommer daraus Rückschlüsse, dass sich daran nichts mehr ändern mag.

Dem entgegengestellt sei das Prinzip der sog. Erhaltungsneigung, bzw. des Ausgleichsverhaltens, was sich in 2016 in etwa so umschreiben lässt: warmer Winter, normales Frühjahr, welcher sich noch bis in den Juni hineinziehen kann. Was ist die Erhaltungsneigung? Eine Wetterlage wiederholt sich permanent und sorgt über Monate hinweg für zu warme oder zu kalte Temperaturverhältnisse (s. letzter Winter). Ein Ausgleichsverhalten zeigt sich im Anschluss einer Erhaltungsneigung bspw. in der Form, als eine zu trockene und zu warme Wetterlage von einer normalen/kühlen und zu nassen Wetterlage abgelöst werden kann, welche im weiteren Verlauf selbst wieder in eine Erhaltungsneigung übergehen kann.

Bemüht man die Statistik und sucht die Frühlingsjahre heraus, welche normal bis allenfalls leicht zu kalt ausfielen (Durchschnitt +7,8 Grad), so sind 2010, 2006 1995 und 1991 zu benennen und die darauf folgenden Sommermonate zeigten sich als weitgehend normal temperiert.

Das bringt uns zum Langfristmodell, welches das Wetter Juli 2016 in seiner heutigen Wetterprognose mit einer Abweichung der Temperaturen von -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert als normal simuliert. Im Niederschlagsverhalten gibt es keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem Sollwert, wenngleich der Trend auch als leicht zu trocken zu interpretieren ist.

Von den Rahmenbedingungen deutet also einiges auf einen normales Wetter im Juli 2016 hin. Das bedeutet aber auch, dass eine längere - heiße Hochdruckphase wie bspw. letztes Jahr - zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich ist.

Das sind aber "nur" Rahmenbedingungen - tatsächlich wird es darauf ankommen, wie und ob sich eine mögliche Hochdruckposition im letzten Juni-Drittel über Mitteleuropa aufbauen könnte (s. Wetter Sommer 2016). Sollte dies mit einem Hoch über Mitteleuropa oder über Skandinavien gelingen, so könnte eine längere Hochdruckphase bevorstehen, welche jedoch - statistisch betrachtet - erst häufiger im Zeitraum vom 17./31. Juli mit den sog. "Hundstagen" auftritt. Regelmäßige Aktualisierungen zum Wetter Juli 2016 erfolgen in Witterungstrends, Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen ab Mitte Juni.

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