Zaghaft zeigt sich in der aktuellen Wettervorhersage für die letzten Juni-Tage mit Temperaturen von verbreitet +20/+25 Grad, örtlich bis +25/+28 Grad der Sommer, wobei der Grundcharakter weiterhin unbeständig bleibt. Der Grund ist die Konstellation der Wettersysteme zueinander. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt Deutschland genau zwischen Tiefdruckgradienten im Norden und Hochdruckeinfluss im Süden, was den Gesamtcharakter instabil macht. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich der hohe Luftdruck dominanter und kann das Wetter mit wärmeren Temperaturen und weniger Niederschlag über Deutschland beeinflussen. Im Detail wird es zum Monatsende darauf ankommen, wie sich das Hoch über Mitteleuropa positionieren wird. Und diese Hochdruckposition wird auch unmittelbare Auswirkungen auf die Wetterprognose der ersten Juli-Tage haben. Warum? Beide Wettermodelle favorisieren eine für Deutschland dominantere Hochdruckvariante, bei der die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik blockiert, bzw. "gebremst" werden. Liegt das Hoch weiter im Osten, so kann von Westen her feuchtere Luftmassen zugeführt werden, was die Niederschlagsneigung ansteigen lässt. Liegt das Hoch über Mitteleuropa, so ist mit zunehmend stabilen und trockenen Wetterverhältnissen zu rechnen und positioniert sich das Hoch weiter westlich (was zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich ist), können die Tiefdrucksysteme von Nordwesten wieder vermehrt auf das Wetter in Deutschland Einfluss nehmen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich nach einer kurzen Abschwächung des Hochs zum Ende des Juni für Anfang Juli wieder eine Verstärkung des Hochs. Gleichzeitig positioniert sich über dem Atlantik ein Tiefdruckkomplex zwischen Island, England bis nach Portugal hinunter, so dass im Verbund beider Systeme sehr warme - teils heiße - Luftmassen über die Alpen nach Deutschland geführt werden können. Allerdings "drückt" das Tief im Westen das Hoch im Zeitraum 1./5. Juli zunehmend nach Osten, so dass wieder etwas gemäßigt warme Temperaturwerte und wechselhaftes Wetter wahrscheinlicher werden. Geht es nach dem europäischen Wettermodell die Wetterentwicklung für Anfang Juli ähnlich. Anders ausgedrückt ist ein heißer Start in den Juli mit anschließender Normalisierung der Temperaturwerte bei einem wenig stabilen Grundcharakter - zum heutigen Stand - wahrscheinlicher als andere Varianten. Die Kontrollläufe stützen diese Entwicklungsvariante mit einen steilen Temperaturanstieg und anschließender Normalisierung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juli zwischen +18/+32 Grad (Mittelwert: +24 Grad im Norden, sonst +25/+27 Grad) und am 5. Juli zwischen +14/+29 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Norden, sonst +23/+25 Grad. Wie sich das Wetter über die Siebenschläfertage entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Sommer.

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