In der Frage, welches Wettersystem die Vorherrschaft zum Start in den Juli übernimmt, bleibt auch heute spannend. Bereits zum Monatsende zeigt sich in den aktuellen Simulationen und bestimmten Voraussetzung die Advehierung von teils sehr warmen Luftmassen aus südlichen Richtungen, so dass eine hoch sommerliche Phase bei teils feucht-warmen Luftmassen und entsprechender Schauer- und Gewitterneigung auch zum Start in den Juli nicht unwahrscheinlich ist (s. Wetterprognose Sommer). Allerdings gibt es zum heutigen Stand auch noch andere Varianten, wie es bspw. die Simulation des amerikanischen Wettermodells zeigt. Hier flacht der Hochdruckkeil des Azorenhochs über Mitteleuropa zum 1. Juli ab, so dass die Tiefdruckausläufer sich weitgehend ungehindert bis über das mittlere Skandinavien positionieren können. Das hätte zumindest für die nördlichen Regionen einen wechselhaften Wettercharakter bei zurückgehenden Temperaturen zur Folge. Das europäische Wettermodell simuliert hingegen eine deutliche Abschwächung des Tiefdrucksystems bei Island, dessen Dynamik im weiteren Verlauf nicht mehr ausreichend ist um Skandinavien zu erreichen. Stattdessen werden im Verbund mit dem Hochdruckkeil sehr warme - teils heiße - Luftmassen nach Deutschland geführt, so dass zum Start in den Juli die +35 Grad Marke vielerorts erreicht werden könnte. In der Konstellation der Wettersysteme zueinander zeigt sich nach dem europäischen Wettermodell eine Abschwächung der Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, was eine stabile und sommerlichen Wetterlage über Mitteleuropa wahrscheinlicher macht. Aber auch das amerikanische Wettermodell favorisiert im Zeitraum 3./6. Juli zunehmend hohen Luftdruck über dem mitteleuropäischen Raum, allerdings bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik hoch, was eine stabile Wetterlage - wie nach dem europäischen Wettermodell - noch in Frage stellt. Die Kontrollläufe stützen mit großer Mehrheit die warmen Temperaturen Anfang Juli, so liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums zumeist zwischen +24/+26 Grad und kann über dem Norden mit +22 Grad entsprechend kühler ausfallen. In der Niederschlagtendenz zeigt sich mehrheitlich eine geringe Niederschlagserwartung im Zeitraum 1./2. Juli, welche zwischen dem 3./6. Juli eine leicht ansteigende Tendenz aufweist.

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