Eine stabile - sommerliche - Großwetterlage ist bis zum Ende des Monats in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle weniger wahrscheinlich als andere Varianten. Zwar gibt es weiterhin den Ansatz einer relativ warmen, teils heißen Südwestwetterlage in den letzten Juni-Tagen, als stabil ist diese Wetterlage jedoch (noch) nicht zu bezeichnen. Warum? Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt hoch, wobei die Tiefdruckrinne von Neufundland, Island/England und Skandinavien südlicher verläuft und somit einen stabilen Hochdruckaufbau über Mitteleuropa erschwert. Im Entwicklungsspektrum gibt es zwar vermehrte Hinweise zum Aufbau von hohen Luftdruck über Mitteleuropa in den ersten Juli-Tagen, allerdings fehlen derzeit noch unterstützende Elemente um das Hoch stabil zu halten. So kippt das Hoch in den gängigsten Varianten der Simulationen bis zum 3. Juli nach Osten weg, was den Weg für die Tiefdrucksysteme aus dem Westen über Mitteleuropa wieder frei macht. Anders formuliert ist ein mäßig warmer bis warmer und unbeständiger Wettercharakter zum heutigen Stand für Anfang Juli wahrscheinlicher, als eine stabile Hochdruckwetterlage. Wie warm kann es werden? Die Kontrollläufe zeigen im Temperaturspektrum bspw. am 30. Juni Werte zwischen +12/+28 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Norden, sonst +21 Grad) und am 3. Juli Werte zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Norden, sonst +23/+24 Grad) bei einer leicht erhöhten Niederschlagstendenz. Kann sich das noch ändern? Die Antwort ist mit einem klaren Ja gegeben, da es im Detail auf den Aufbau des hohen Luftdrucks über Mitteleuropa ankommen wird. Zeigt dieser sich stabil und im weiteren Verlauf stabilisierend, so "tropfen" die Tiefdrucksysteme westlich von Mitteleuropa nach Süden ab und können für eine Hochdruckverstärkung sorgen - in Folge daraus wäre auch eine hoch sommerliche Wetterlage nicht auszuschließen. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 3. Juli bei 15/50/35 (gestern: 15/55/30). Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose für Juli mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad einen weitgehend normalen Temperaturverlauf (tendenziell auch leicht negativ) gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer normalen Niederschlagserwartung.

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