Wetter Juli 2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Juli 2015 - Wettertrend vom 20. Juni

Ein sommerlicher Grundcharakter ist in den kommenden Tagen kaum zu erwarten, erst ab der Wochenmitte zeigt der Temperaturtrend langsam - aber durchaus stetig - nach oben. Der Grund für den vorsichtig positiven Temperaturverlauf ist eine Drehung der Tiefdruckachse von West-Ost auf Südwest-Nordost, so dass Deutschland in den südwestlich orientierten Strömungsgradienten gelangen kann, welcher jedoch weiterhin von Tiefdrucksystemen dominiert wird. In Ansätzen zeigt sich auch heute in der Simulation des amerikanischen Wettermodells eine Achsverschiebung auf südliche Richtungen, bei der sich über Mitteleuropa zum Monatsende, bzw. zum Start in den Juli ein Hochdrucksystem aufbauen kann. Das hätte bei einem Eintreffen der Simulation sehr warme - teils heiße - Temperaturen zwischen dem 30.Juni/3. Juli zur Folge. Allerdings erweist sich diese Hochdruckstruktur bis zum 5. Juli - Aufgrund der fehlenden unterstützenden Systeme - als instabil und "driftet" über Mitteleuropa in Richtung Westen ab, so dass die gesamte Zirkulationsstruktur mäandrieren kann (vereinf. nicht West-Ost, sondern "Verschlungen", komplex und schwachgradientig). Was wäre die Folge daraus? Im schwachgradientigen Umfeld können sich die Temperaturen im warmen Bereich behaupten und im Niederschlagsverhalten wird es darauf ankommen, wie sich das Hoch letztlich positionieren kann. Geht es nach den Kontrollläufen, so wird im Zeitraum 1./5. Juli eine positive Temperaturentwicklung favorisiert. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Juli zwischen +15/+29 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad) und am 5. Juli zwischen +15/+29 Grad (Mittelwert: +21/+22 Grad). Anders ausgedrückt zeigt der Temperaturtrend - passend zum Beginn der Sommerferien in NRW - heute mit höherer Wahrscheinlichkeit in Richtung sommerliche Verhältnisse. Blickt man auf die Niederschlagsentwicklung, so zeigt sich in der Simulation der Wettermodelle eine vom 1. Juli bis 5. Juli zunehmende Niederschlagserwartung, so dass von stabilen Wetterverhältnissen zum heutigen Stand (noch) nicht ausgegangen werden kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 4. Juli bei 15/30/55 und tendieren heute erstmals mehrheitlich in eine - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - zu warme Richtung.
Unterstützen
Sie uns!
Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Wir freuen uns über einen freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.
Betrag wählen

 

Wetter Juli 2015 - Wettertrend vom 19. Juni

Eine stabile - sommerliche - Großwetterlage ist bis zum Ende des Monats in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle weniger wahrscheinlich als andere Varianten. Zwar gibt es weiterhin den Ansatz einer relativ warmen, teils heißen Südwestwetterlage in den letzten Juni-Tagen, als stabil ist diese Wetterlage jedoch (noch) nicht zu bezeichnen. Warum? Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt hoch, wobei die Tiefdruckrinne von Neufundland, Island/England und Skandinavien südlicher verläuft und somit einen stabilen Hochdruckaufbau über Mitteleuropa erschwert. Im Entwicklungsspektrum gibt es zwar vermehrte Hinweise zum Aufbau von hohen Luftdruck über Mitteleuropa in den ersten Juli-Tagen, allerdings fehlen derzeit noch unterstützende Elemente um das Hoch stabil zu halten. So kippt das Hoch in den gängigsten Varianten der Simulationen bis zum 3. Juli nach Osten weg, was den Weg für die Tiefdrucksysteme aus dem Westen über Mitteleuropa wieder frei macht. Anders formuliert ist ein mäßig warmer bis warmer und unbeständiger Wettercharakter zum heutigen Stand für Anfang Juli wahrscheinlicher, als eine stabile Hochdruckwetterlage. Wie warm kann es werden? Die Kontrollläufe zeigen im Temperaturspektrum bspw. am 30. Juni Werte zwischen +12/+28 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Norden, sonst +21 Grad) und am 3. Juli Werte zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Norden, sonst +23/+24 Grad) bei einer leicht erhöhten Niederschlagstendenz. Kann sich das noch ändern? Die Antwort ist mit einem klaren Ja gegeben, da es im Detail auf den Aufbau des hohen Luftdrucks über Mitteleuropa ankommen wird. Zeigt dieser sich stabil und im weiteren Verlauf stabilisierend, so "tropfen" die Tiefdrucksysteme westlich von Mitteleuropa nach Süden ab und können für eine Hochdruckverstärkung sorgen - in Folge daraus wäre auch eine hoch sommerliche Wetterlage nicht auszuschließen. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 3. Juli bei 15/50/35 (gestern: 15/55/30). Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose für Juli mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad einen weitgehend normalen Temperaturverlauf (tendenziell auch leicht negativ) gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer normalen Niederschlagserwartung.

Wetter Juli 2015 - Witterungstrend vom 18. Juni

In den kommenden Tagen zeigt sich der zu Grunde liegende Wettercharakter wechselhaft und für die Jahreszeit zu kühl. Erst im Verlauf der kommende Woche zeigt der Temperaturtrend zaghaft in die normalisierende Richtung, bevor er zum Ende des Monats auch leicht positiv ausfallen kann. Der Grund für die verhalten, bzw. mäßig warme Temperaturentwicklung ist eine Tiefdruckrinne, welche von Neufundland über England bis nach Skandinavien weit südlich verläuft und eine Hochdruckausbildung, bzw. die Ausbildung eines Hochdruckkeils dadurch erschwert. Insofern sind stabile und warme Wetterverhältnisse zunächst einmal weniger wahrscheinlich als andere Varianten. Im Ansatz zeigen sich aber auch heute wieder Varianten, welche für Ende Juni und auch Anfang Juli eine Drehung der Tiefdruckachse von West nach Südwest ermöglichen könnte. In Folge könnte sich daraus eine relativ warme Temperaturentwicklung ergeben, welche bei Südwestwetterlagen im Nordwesten grundsätzlich kühler und wechselhafter als wie im Südosten ausfallen können. Die Kontrollläufe bestätigen den unbeständigen, aber durchaus normalen bis leicht positiven Temperaturtrend von Ende Juni bis Anfang Juli. So liegt das Temperaturspektrum mit seinem Mittelwert bspw. am 27. Juni zwischen +19/+22 Grad und am 3. Juli zwischen +18 Grad im Norden, sonst +20/+23 Grad. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 28. Juni bei 15/55/30 und am 3. Juli bei 15/55/30 und bestätigen die tendenziell normale bis leicht positive Entwicklung des Temperaturniveaus. Das Langfristmodell bleibt seiner Linie von gestern weitgehend treu und simuliert für das Wetter im Juli mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine normale Temperaturabweichung, welche in der Tendenz erneut auch leicht zu kühl (-1/+0,5 Grad) ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Soll.

Wetter Juli 2015 - Witterungstrend vom 17. Juni

Bis auf ein paar heiße - ja fast schon unangenehme - Tage konnte sich der Sommer bisweilen noch nicht von seiner stabilen Seite zeigen. Das lag zumeist daran, als dass sich die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend immer wieder bis nach Mitteleuropa durchsetzen und den hohen Luftdruck dort abschwächen konnten - viel Niederschlag kam dabei aber nicht runter. Blickt man auf die aktuellen Niederschlagssummen im Juni, so zeigt sich insbesondere über den nördlichen Regionen ein Defizit und über die Fläche gesehen wurde das Niederschlagssoll im Juni erst zu 28 Prozent erfüllt. So zeigt sich der bisherige Sommerverlauf in der Zusammenfassung über weite Teile zu trocken, zeitweilig unbeständig bei normalen bis leicht zu kühlen Temperaturen im Norden und zu warmen im Süden. Die kommenden Tage zeigen sich leicht zu kühl und deutlich wechselhafter, erst zum Sonntag, bzw. zum Start in die neue Woche ist wieder mit ansteigenden Temperaturen zu rechnen. Für den weiteren Verlauf werden für das letzte Juni-Drittel sich normalisierende bis leicht positive Temperaturwerte mit einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung in Aussicht gestellt. Anders formuliert könnte sich in den aktuellen Abweichungen zu den Jahressoll-Zahlen bis zum Monatsende noch eine Normalisierung ergeben. Wie zeigt sich der Wettertrend für Anfang Juli? Die wahrscheinlichste Wetterlage für Ende Juni ist zum heutigen Stand in den Simulationen der Wettermodelle eine Südwestwetterlage, welche für die Jahreszeit nicht untypisch ist und im weiteren Verlauf häufig zu einer Hochdruckausbildung über Mitteleuropa führen kann (stabiles Hochdruckwetter). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 27. Juni bei 15/60/25 und am 2. Juli bei 25/50/25 und bestätigen das tendenziell normale Temperaturniveau in einem noch breiten Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten. Das Langfristmodell simuliert für das Wetter im Juli mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine normale Temperaturabweichung, welche in der Tendenz auch leicht zu kühl (-1/+0,5 Grad) ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich zum heutigen Stand keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem vieljährigen Niederschlagssoll.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +6,9 +2,3 +1,0 254,7 l/m² - zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Juli

  • Ab der zweiten Hälfte läuft der Sommer zur Höchstform auf (Hochsommer)
  • Zumeist sind es auch die Tage zwischen dem 17. und 31. (Hundstage)
  • Das Juliwetter wird häufig durch die Siebenschläferregel beeinflusst (Großwetterlage ist bestimmend, welche sich bis 11. eingestellt hat)
  • Statistisch gesehen: Hochdruck zwischen dem 11. und 15.
  • Schlechtwetter zwischen dem 16. und 22.
  • Heiße Phase zwischen dem 23. und 31.

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns