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Wetter im Juli - Wetterprognose vom 27. Juni

| M. Hoffmann
Am kommenden Wochenende nimmt ein Tiefdrucksystem vermehrt Einfluss auf das Wetter in Deutschland, welches im weiteren Verlauf nur bedingt weiter nach Osten vorankommt und sich im Schwerpunkt über der Ostsee positionieren kann. In Folge daraus gelangt Deutschland auf die überwiegend mäßig warme und wechselhafte Rückseite des Tiefdrucksystems. So ist das Wetter nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells am 1./3. Juli überwiegend wechselhaft und mit einigen Schauern muss gerechnet werden, welche entlang der Alpen auch länger andauernd sein können. Die Temperaturen schwanken - je nach Sonnenscheindauer und Niederschlagsintensität - zwischen +17/+24 Grad. Das europäische Wettermodell zeigt eine ähnliche Variante, bei der das Azorenhoch aber bereits zum 2. Juli einen Hochdruckkeil in Richtung Frankreich, England, Deutschland entsenden kann. Deutschland würde auf der östlichen Seite des Hochdruckgradienten etwas kühlere Luftmassen abbekommen, dafür ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit geringer einzustufen. Zusammenfassend simulieren aber beide Wettermodelle für den Zeitraum zwischen dem 1./5. Juli keine stabile Großwetterlage, eher das Gegenteil ist der Fall. Warum? Das Azorenhoch bleibt zum heutigen Stand über den Azoren Ortstreu und zeigt weiterhin Bestrebungen sich nach Richtung Grönland "auszustrecken". Das gelingt aber in letzter Konsequenz nicht, so dass eine blockierende Wirkung auf die Tiefdrucksysteme ausbleibt und diese in einer nordwestlich bis südöstlicher Zugbahn über Mitteleuropa "abrutschen" können. Insofern ist mit einer Wiederholung von warmen Vorderseitenwetter und nachfolgend kühlem Rückseitenwetter zu rechnen. Die Kontrollläufe sind im Zeitraum zwischen dem 1./5. Juli mehrheitlich im Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel normal ausgerichtet. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 3. Juli zwischen +14/+25 Grad bei einem Mittelwert von +18 Grad im Norden und +22 Grad im Süden. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist nach den Kontrollläufen für Anfang Juli im Süden höher einzustufen als im Norden. Wie sich die Wetterlage zur sog. Wettersingularität des Siebenschläferzeitraums (1./10. Juli) einstellen wird, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Sommer.

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