Wetter Januar: Aufbau einer Grenzwetterlage - Sibirische Kälte erreicht Deutschland
Mit einem Blockadehoch über Skandinavien stellt sich über Deutschland zunächst ruhiges, trockenes und auch sonniges Januarwetter ein. Doch das ändert sich in der zweiten Wochenhälfte, wenn sich die Zufuhr kalter Luftmassen aus Sibirien verstärkt und auf dem Atlantik ein Tief versucht, dagegenzuhalten. So verschärft sich der Frost über dem Norden, während es nach Süden etwas Schneefall, Schneeregen oder Regen geben kann.
Vom 18. bis 20. Januar (So. bis Di.) dominiert ein Blockadehoch über Skandinavien das Wetter über Deutschland. Blockadehoch deshalb, da dieses Hoch die Frontalzone und die dazugehörigen Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik vollständig blockiert und diese nicht mehr nach Deutschland gelangen können. Da sich das Hoch im Uhrzeigersinn dreht, kommt der schwache Wind aus östlichen Richtungen und führt allmählich frischere Luftmassen nach Deutschland.
Viel Sonnenschein und zurückgehende Temperaturen
Erreichen die Temperaturen heute noch +1 bis +5 Grad und über dem Westen bis +7 Grad, so sinken die Höchstwerte bis Dienstag auf -1 Grad über dem Osten und +5 Grad über dem Westen ab. In den Nächten sind Tiefstwerte von -7 Grad über dem Osten und +1 Grad über dem Westen möglich. Da es sich um trocken-kalte Festlandsluft handelt, ist nicht mit Niederschlag zu rechnen. Die teils noch immer zähen Wolken- und Nebelfelder lösen sich zum Wochenstart weitgehend auf, können sich in Gewässernähe weiterhin als zäh erweisen.
Grenzwetterlage mit sibirischer Kälte und etwas Schneefall
Die Ostanströmung intensiviert sich im Zeitraum vom 21. bis 23. Januar (Mi. bis Fr.). Das Blockadehoch über Skandinavien bleibt nahezu unverändert, zieht jedoch an seinem südlichen Gradienten weiterhin kalte Festlandsluft nach Westen. So gehen die Temperaturen bis zum 23. Januar nördlich einer Linie zwischen Münster und dem Bayerischen Wald auf -10 bis -4 Grad und weiter nach Süden auf -4 bis +4 Grad zurück, wobei die höheren Werte über den Ballungsgebieten von Nordrhein-Westfalen sowie entlang des Rheingrabens zu erwarten sind. In den Nächten sinken die Tiefstwerte auf -14 bis -4 Grad ab und können über dem äußersten Westen mit +0 bis +4 Grad positiv bleiben.
Dass es weiter nach Süden etwas milder bleibt, ist einer Tiefdruckfront auf dem Atlantik zu verdanken, welche auf ihrer Vorderseite wärmere, aber auch feuchtere Luftmassen der sibirischen Kaltluft unterschiebt und so etwas Schneefall, Schneeregen und über dem Westen Regen auslösen kann. Weiter nach Norden bleibt es bei wechselnder Bewölkung sonnig oder auch hochnebelartig bewölkt.

- 13:00 Uhr: Wetteranalyse - Bald tiefwinterliche Wetterverhältnisse über Deutschland?
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Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 8,8 Elzach-Fisnacht (Baden-Württemberg) 8,8 Wolfach (Baden-Württemberg) 8,7 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) 8,7 Waltrop-Abdinghof (Nordrhein-Westfalen) 8,5 Müllheim (Baden-Württemberg) -
Temperatur (°C) Station -10,1 Zugspitze (Bayern) -5,4 Mittenwald-Buckelwiesen (Bayern) -5,4 Arnsberg-Neheim (Nordrhein-Westfalen) -4,9 Lennestadt-Theten (Nordrhein-Westfalen) -4,8 Garmisch-Partenkirchen (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 0,2 Strausberg (Brandenburg) 0,2 Wustrow (Brandenburg) 0,2 Neuhaus-Steinheid (Thür.) (Thüringen) 0,2 Jeßnitz (Sachsen-Anhalt) 0,2 Schneverdingen (Akademie) (Niedersachsen) -
Windböe (km/h) Station 49,7 Brocken (Sachsen-Anhalt) 48,6 Spiekeroog (SWN) (Niedersachsen) 47,2 Kall-Sistig (Nordrhein-Westfalen) 46,4 List auf Sylt (Schleswig-Holstein) 46,4 Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) -
Sonnenschein (h) Station 6,8 Zugspitze (Bayern) 6,3 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg) 5,9 Werl (Nordrhein-Westfalen) 5,8 Essen-Bredeney (Nordrhein-Westfalen) 5,6 Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen)
