Wetter Januar: Skandinavienhoch blockiert Frontalzone und bringt den Frost zurück nach Deutschland
Mit +16,2 Grad wurde am gestrigen 16. Januar über Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) der erste Frühlingstag des Jahres 2026 vermeldet - und das inmitten des Hochwinters. Damit dürfte das Maximum jedoch bereits überschritten sein, denn in den kommenden Tagen dreht der Wind über Deutschland auf östliche Richtungen und führt wieder kühlere Luftmassen heran. Der Winter ist nicht weit entfernt.
Am Vormittag lässt sich über dem äußersten Westen Deutschlands der eine oder andere Regenspritzer nicht ausschließen. Über dem Rest des Landes lockert die Bewölkung auf und sobald sich die nächtlichen Nebelfelder aufgelöst haben, ist verbreitet mit Sonnenschein zu rechnen. Der Wind weht schwach aus östlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen über den östlichen Landesteilen +1 bis +5 Grad, sonst sind +6 bis +12 Grad möglich. Erweist sich der Nebel als hartnäckig, schwanken die Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Ein Skandinavienhoch bringt den Sonnenschein im Januar
Ein Hoch positioniert sich im Zeitraum vom 17. bis 22. Januar (Sonntag bis Donnerstag) über Skandinavien und blockiert die atlantische Frontalzone vollständig. Deutschland gelangt in den Einflussbereich der südlichen Hochdruckgradienten. Da sich Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen, kommt der Wind aus östlichen Richtungen.
Gradientenschwaches und trockenes Wetter
Die Luftmasse wird in diesem Zeitraum vom Festland advehiert und ist entsprechend trocken. Die anfänglichen Nebelfelder vom Sonntag lösen sich im weiteren Verlauf der Woche nahezu vollständig auf und ermöglichen vielerorts die maximal mögliche Sonnenscheindauer von rund 8 Stunden und 50 Minuten.
Das Hoch lässt die Luftmassen bei gradientenschwacher Ostanströmung weitgehend zur Ruhe kommen. Dadurch können die Temperaturen von Sonntag mit +2 bis +6 Grad bis zum 22. Januar über den östlichen Landesteilen auf -6 Grad und über den westlichen Landesteilen auf +2 Grad zurückgehen. In den Nächten kühlt es ab der Wochenmitte auf Tiefstwerte von -10 bis -2 Grad ab. Mit Niederschlag ist in diesem Zeitraum nicht zu rechnen.

- 13:00 Uhr: Eisiger Hochwinter mit etwas Schnee bis Februar?
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Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 11,6 Arnsberg-Neheim (Nordrhein-Westfalen) 10,8 Gevelsberg-Oberbröking (Nordrhein-Westfalen) 10,5 Bochum (Nordrhein-Westfalen) 9,6 Wielenbach (Demollstr.) (Bayern) 9,5 Lippstadt-Bökenförde (Nordrhein-Westfalen) -
Temperatur (°C) Station -11,1 Zugspitze (Bayern) -5,7 Oberstdorf (Bayern) -4,8 Leutkirch-Herlazhofen (Baden-Württemberg) -4,3 Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) -4,2 Kempten (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 2,8 Hoyerswerda (Sachsen) 2,7 Elsterheide-Bergen (Sachsen) 2,6 Eggebek (Schleswig-Holstein) 2,5 Weesby (Schleswig-Holstein) 2,1 Lübbenau - Spreewald-Bischdorf (Brandenburg) -
Windböe (km/h) Station 51,1 Spiekeroog (SWN) (Niedersachsen) 50,4 Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen) 50,0 Arkona (Mecklenburg-Vorpommern) 48,6 List auf Sylt (Schleswig-Holstein) 47,9 Strucklahnungshörn (Schleswig-Holstein) -
Sonnenschein (h) Station 6,8 Zugspitze (Bayern) 6,3 Kempten (Bayern) 6,2 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg) 6,1 Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 6,0 Aachen-Orsbach (Nordrhein-Westfalen)
