Wetter Januar: Kurzer Hochwinter mit Frost und Sonne, danach Schnee, Eisregen und Tauwetter
Das ehemalige Sturmtief schwächt sich in den kommenden Stunden weiter ab und zieht mit Schneefall, Schneeregen und Regen in Richtung der Alpen. Zum Sonntag stellt sich in fast ganz Deutschland trockenes, sonniges und frostiges Winterwetter ein. Doch nähert sich von Westen bereits die nächste Unwetterfront und wird zum Start in die neue Woche für erneut chaotische und turbulente Wetterbedingungen sorgen.
Das Sturmtief schwächt sich heute weiter ab und zieht im Tagesverlauf weiter nach Süden. Gleichzeitig advehiert das Tief die Polarluft über dem Norden und führt diese bis an die Alpen. So ist heute südlich einer Linie Köln-Dresden mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, welcher sich zum Nachmittag weiter über Baden-Württemberg und Bayern und in der Nacht zum Sonntag über die Alpen zurückzieht. Die Temperaturen gehen auf -2 bis +2 Grad zurück, sodass der Niederschlag teils bis auf tiefere Lagen herab in Schnee übergehen kann (Schneeprognose). Über manchen Regionen kann sich auch noch Schneeregen oder Regen mituntermischen. Oberhalb etwa 100 bis 500 Meter ist mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen (Warnlagenbericht || Unwetterwarnung). Weiter nach Norden klingt der Niederschlag ab und bei auflockernder Bewölkung kommt bei Temperaturen von -7 bis -1 Grad häufiger die Sonne zum Vorschein.
Ein frostiger Wintertag zum Genießen
Die Frostluft setzt sich am 11. Januar (So.) mit -10 bis -1 Grad über fast ganz Deutschland durch. Der Schneefall über den Alpen klingt ab und bei aufgelockerter Bewölkung lässt sich verbreitet ein sonniger, frostiger und trockener Wintertag genießen. Erst zum späten Nachmittag trübt sich der Sonnenschein über dem Westen durch aufziehend starke Bewölkung ein und kündigt zum Start in die neue Woche die nächste Unwetterfront an.
Der Januar mag es turbulent - Schnee, Eisregen und Regen
Die nächste Unwetterfront drängt sich über Deutschland am 12. Januar (Mo.) - passend zum Berufsverkehr auf. Noch in der Nacht setzt über dem Westen Niederschlag ein, welcher bei Temperaturen von -3 bis +0 Grad westlich einer Linie Hamburg- Stuttgart als Schnee nieder - über dem äußersten Westen jedoch schon in gefrierenden Regen oder Eisregen übergehen kann. Das Niederschlagsfeld intensiviert sich im Tagesverlauf und dehnt sich bis zum Abend nach Osten aus. Mit einsetzendem Niederschlag ist mit kräftigem Schneefall zu rechnen, der bis zum Abend westlich der Linie Hamburg und München bei Temperaturen von +1 bis +6 Grad allmählich in Regen mit teils erheblicher Glätte übergehen kann.
Winterlicher Nordosten, milder Südwesten
Die Front löst sich in der Nacht auf den 13. Januar (Di.) auf und bringt am Tage noch ein paar Schauer. Zwischen den Schauern sind auch kurze Auflockerungen mit etwas Sonnenschein möglich. Nördlich der Linie zwischen Lübeck und Dresden bleibt es mit -3 bis -0 Grad noch frostig, während nach Westen die Temperaturen in Richtung der +10 Grad-Marke streben und die vorhandene Schneedecke dahinschmelzen lassen.
Starkes Tauwetter
Am 14. und 15. Januar (Mi. und Do.) zieht eine weitere Front über Deutschland hinweg. Bei überwiegend starker Bewölkung kommt es am Mittwoch zu zeitweiligem Niederschlag, dessen Schwerpunkt in der ersten Tageshälfte über dem Westen und in der zweiten über dem Osten liegen kann. Am Donnerstag schwächt sich die Niederschlagstätigkeit ab und geht in eine regionale Schauertätigkeit über. Der Wind kommt aus südlichen Richtungen und lässt die Temperaturen über Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und dem östlichen Sachsen auf +2 bis +5 Grad, sonst auf +6 bis +12 Grad ansteigen. Unterhalb etwa 1.100 Meter setzt kräftiges Tauwetter ein.

- 13:00 Uhr: Starkes Tauwetter bis auf höhere Lagen - war es das mit dem Winter?
- 20:15 Uhr: Aktualisierung der Winterprognose
Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 15,1 Müllheim (Baden-Württemberg) 14,8 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) 14,8 Ohlsbach (Baden-Württemberg) 14,5 Freiburg (Baden-Württemberg) 14,2 Rheinstetten (Baden-Württemberg) -
Temperatur (°C) Station -8,2 Zugspitze (Bayern) -4,1 Kiefersfelden-Gach (Bayern) -4,1 Karlshagen (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Feldberg - Mecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Piding (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 8,9 Lautertal - Odenwald-Reichenbach (Hessen) 8,1 Neckargemünd-Kleingemünd (Baden-Württemberg) 7,2 Fichtelberg - Oberfranken-Hüttstadl (Bayern) 6,3 Birkenau (Hessen) 6,2 Markt Bibart (Bayern) -
Windböe (km/h) Station 76,7 Brocken (Sachsen-Anhalt) 64,1 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg) 63,4 Fichtelberg (Sachsen) 54,4 Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz) 53,6 List auf Sylt (Schleswig-Holstein) -
Sonnenschein (h) Station 6,5 Zugspitze (Bayern) 6,2 Hohenpeißenberg (Bayern) 6,2 Stötten (Baden-Württemberg) 6,1 Kempten (Bayern) 6,1 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg)

