Zum Hauptinhalt springen

Wettervorhersage: Winter kippt - Erst Schneefall, dann Sturm und Tauwetter

| M. Hoffmann

Ruhiges und verbreitet frostiges Winterwetter stellt sich über Deutschland bis Mitte der Woche ein. Dann kippt das Wetter, und von Westen erreicht ein Sturmtief Deutschland mit anfänglich kräftigem Schneefall, der über dem Westen zügig und über dem Osten allmählich in Regen übergehen kann. Steigt die Schneefallgrenze kurzzeitig bis auf höhere Lagen an, so sinkt diese am Wochenende mit abziehendem Sturmtief wieder bis auf die mittleren Lagen ab.

Ein Sturm zieht auf und führt kurzzeitig deutlich mildere Luftmassen nach Deutschland
Ein Sturm zieht auf und führt kurzzeitig deutlich mildere Luftmassen nach Deutschland

Ein kleinräumiges Tief dreht sich heute über der Nordsee ein und bringt über Teilen von Nordrhein-Westfalen sowie über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein paar Schauer, welche bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schwankend teils als Schnee, teils aber auch als Schneeregen oder Graupel niedergehen können (Schneeprognose). Über dem Rest von Deutschland bleibt es trocken und südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin auch sonnig. Der Wind kommt schwach aus südwestlichen Richtungen und kann über dem Norden phasenweise mäßig auffrischen. Die Temperaturen erreichen über der Südhälfte -6 bis -1 Grad und über der Nordhälfte -4 bis +2 Grad, wobei die höheren Werte an den Küsten der Nordsee zu erwarten sind. Am 6. Januar (Di.) ändert sich beim Wetter nur wenig. Ein paar Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer an den Küsten, sonst trockenes und bei aufgelockerter Bewölkung und unveränderten Temperaturen ruhiges Winterwetter.

Aufkommender Schneefall

Mit der Ruhe ist es ab dem 7. Januar (Mi.) vorbei. Von Westen zieht starke Bewölkung auf, welche sich mit einem auflebenden Wind aus südlichen Richtungen bis zum Nachmittag westlich einer Linie zwischen dem Bodensee und Berlin ausdehnt. Nachfolgend setzt über dem Westen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Schneefall ein, der noch in der ersten Nachthälfte den Osten erreicht. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt voraussichtlich über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, wo bis zum Abend nennenswerter Neuschnee hinzukommen kann. Die Temperaturen erreichen -5 bis +0 Grad und können zum Abend über dem Westen mit -1 bis +2 Grad in den leicht positiven Bereich ansteigen.

Kräftiger Schneefall, der über dem Westen in Regen übergehen kann

Mit Sonnenschein ist am 8. Januar (Do.) nicht zu rechnen. Zu dicht ist das Gewölk, aus dem sich zeitweiliger - durchaus kräftiger und nennenswerter - Niederschlag lösen kann. Bei Temperaturen von +0 bis +4 Grad geht der Schneefall westlich einer Linie zwischen Stuttgart und Hamburg in Schneeregen, Regen oder gefrierenden Regen über, was regional zu einer erhöhten Glättegefahr führen kann. Weiter nach Osten verweilen die Temperaturen mit -2 bis +1 Grad verbreitet im Frostbereich, sodass der Niederschlag noch überwiegend in Form von Schnee zu erwarten ist. Der Wind frischt böig aus südlichen Richtungen kommend auf.

Sturmtief erreicht Deutschland

Ein Sturmtief zieht am 9. und 10. Januar (Fr. und Sa.) über Deutschland hinweg. Bei überwiegend starker Bewölkung ist verbreitet mit stürmischen Windböen zu rechnen, welche über exponierten Lagen zu schweren Sturmböen führen kann. Über den Küsten und höheren Lagen sind neben schweren Sturmböen auch orkanartige Winde nicht auszuschließen. Der Wind durchmischt die Luftmassen ordentlich und lässt die Temperaturen zum Freitag auf +4 bis +8 Grad und über dem Westen auf bis +12 Grad ansteigen. Über dem Nordosten kann sich unter bestimmten Voraussetzungen mit -1 bis +3 Grad eine kühlere Luftmasse behaupten, so dass der reichlich zu erwartende Niederschlag teils noch als Schnee oder gefrierender Regen niedergehen kann.

Am Samstag gelangt Deutschland dann bereits auf die kühlere Rückseitenströmung des nach Osten abziehenden Sturmtiefs, was die Temperaturen östlich einer Linie zwischen Bremen und dem Bayerischen Wald nah an und nach Osten auch unter den Gefrierpunkt absinken lassen kann. Weiter nach Westen und Süden sind +1 bis +5 Grad zu erwarten. Steigt die Schneefallgrenze über dem Westen und Süden kurzzeitig auf bis 1.000 Meter an, so sinkt diese am Samstag über dem Norden und Osten teils bis auf tiefere Lagen und über dem Westen und Süden mit 300 bis 700 Meter auf die mittleren Lagen ab.

Ein Sturmtief bringt Tauwetter
Ein Sturmtief bringt Tauwetter © www.meteociel.fr || wxcharts.com
Nächste Aktualisierung der Wetterprognose
  • 13:00 Uhr: Wie lange dauert die Milderung an und wie macht der Winter weiter?
  • 20:15 Uhr: Aktualisierung der Winterprognose

Wetter Deutschland – aktuell

Stand:
(Darstellung: akt. Tag von 00:00 bis 23:59 Uhr)

Max. Temp. 15,1 °C Müllheim (Baden-Württemberg)
Max. Böe 76,7 km/h Brocken (Sachsen-Anhalt)
Max. Niederschlag 8,9 mm Lautertal - Odenwald-Reichenbach (Hessen)
Sonne (Ø) 2,0 h
Ø Temp. 5,3 °C
Min. Temp. -8,2 °C Zugspitze (Bayern)
Wind (Ø) 11,9 km/h
Niederschlag (Ø) 1,24 mm
Luftdruck (Ø) 1.014,6 hPa

Top-5 Wetterwerte

  • Temperatur (°C)Station
    15,1 Müllheim (Baden-Württemberg)
    14,8 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg)
    14,8 Ohlsbach (Baden-Württemberg)
    14,5 Freiburg (Baden-Württemberg)
    14,2 Rheinstetten (Baden-Württemberg)
  • Temperatur (°C)Station
    -8,2 Zugspitze (Bayern)
    -4,1 Kiefersfelden-Gach (Bayern)
    -4,1 Karlshagen (Mecklenburg-Vorpommern)
    -3,7 Feldberg - Mecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern)
    -3,7 Piding (Bayern)
  • Niederschlag (mm)Station
    8,9 Lautertal - Odenwald-Reichenbach (Hessen)
    8,1 Neckargemünd-Kleingemünd (Baden-Württemberg)
    7,2 Fichtelberg - Oberfranken-Hüttstadl (Bayern)
    6,3 Birkenau (Hessen)
    6,2 Markt Bibart (Bayern)
  • Windböe (km/h)Station
    76,7 Brocken (Sachsen-Anhalt)
    64,1 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg)
    63,4 Fichtelberg (Sachsen)
    54,4 Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz)
    53,6 List auf Sylt (Schleswig-Holstein)
  • Sonnenschein (h)Station
    6,5 Zugspitze (Bayern)
    6,2 Hohenpeißenberg (Bayern)
    6,2 Stötten (Baden-Württemberg)
    6,1 Kempten (Bayern)
    6,1 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg)

(Daten: Deutscher Wetterdienst)

Regenradar
Regenradar Deutschland
© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)