Wetter Januar: Jetzt noch ruhiges Winterwetter, doch zum Ende der Woche kippt das Wetter
Die Polarluft kommt über Deutschland in den kommenden Stunden zur Ruhe. Der Wind schwächt sich ab, die Luftmasse kühlt aus und kann mit Höchstwerten von -8 bis -0 Grad und Tiefstwerten von -15 bis -2 Grad verbreitet zu Dauerfrost führen. In der zweiten Wochenhälfte kippt das Wetter in eine andere Richtung - ein Tiefdruckausläufer nimmt Kurs auf Deutschland und bringt kräftigen Niederschlag, welcher nicht nur als Schnee niedergeht.
Ein paar Schauer sind am 4. und 5. Januar (So. und Mo.) nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Dresden möglich. Kräftiger können die Schauer mit einem Lake-Effect über der Küste von Niedersachsen und Schleswig-Holstein ausfallen. Die Temperaturen schwanken zwischen -1 und +1 Grad und können in Küstennähe bis +4 Grad erreichen. So sind die Schauer verbreitet in Form von Schnee bis auf tiefere Lagen herab zu erwarten, können nach Norden jedoch von Regen oder Graupel durchmischt sein. Weiter nach Süden stellt sich bei Temperaturen von -5 bis -1 Grad, wechselnder Bewölkung und vermehrtem Sonnenschein ruhiges Winterwetter ein. In den Nächten sinken die Tiefstwerte über dem Norden auf -2 bis +2 Grad und über dem Landesinneren auf -6 bis -2 Grad ab. Bei Aufklaren und über Schnee können bis -12 Grad und an den Alpen bis -15 Grad möglich sein.
Sonne, Wolken und ein paar Schneeschauer
Bei wechselnder Bewölkung setzt sich das ruhige Winterwetter am 6. Januar (Di.) auch über dem Norden durch. Letzte Schneeschauer sind noch über Mecklenburg-Vorpommern möglich, sonst bleibt es trocken und verbreitet sonnig. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von -5 bis +0 Grad und können an den Küsten auf bis +3 Grad ansteigen. In der Nacht sind Tiefstwerte von -8 und -1 Grad und über dem Süden über Schnee bis -15 Grad möglich. Über den Alpen werden bis -22 Grad erwartet.
Schneefront nähert sich Deutschland
Der Ausläufer eines Tiefdrucksystems nähert sich am 7. Januar (Mi.) Deutschland. Die Bewölkung nimmt von Westen zu und trübt den Sonnenschein bis zum Nachmittag westlich einer Linie zwischen dem Schwarzwald und Usedom ein. Nachfolgend beginnt es über dem Westen zu schneien. Der leichte Schneefall dehnt sich unter Abschwächung noch in der ersten Nachthälfte westlich einer Linie zwischen dem Saarland und Rostock etwas nach Osten aus. Sonst bleibt es trocken und nach Osten auch sonnig. Die Temperaturen steigen über dem Westen und Nordwesten auf -2 bis +1 Grad an. Sonst ist bei Werten zwischen -7 und -2 Grad mit Dauerfrost zu rechnen. In der Nacht sinken die Werte über dem Nordwesten und Westen auf -2 bis +1 Grad und über dem restlichen Land auf -10 bis -4 Grad ab. Über dem Süden und über Schnee können erneut bis -15 Grad und über den Alpen bis -20 Grad ermöglicht werden.
Schneefront überquert Deutschland und lässt die Schneefallgrenze ansteigen
Die Schneefront überquert am 8. und 9. Januar (Do. und Fr.) Deutschland von West nach Ost. Der Wind frischt stark böig und über exponierten Lagen stürmisch aus westlichen Richtungen kommend auf. Der Himmel zeigt sich überwiegend stark bewölkt und mit Sonnenschein ist nicht mehr zu rechnen. Der Niederschlag geht am Donnerstag bei Höchstwerten von -7 bis -2 Grad noch verbreitet als Schnee nieder, der sich von Westen langsam nach Osten ausdehnt, sich in der Nacht auf Freitag von Westen weiter intensiviert und am Freitag die östlichen Bundesländer erreicht. Die Temperaturen steigen über dem Westen und Süden bis Freitagnachmittag auf +4 bis +8 Grad und örtlich auf bis +11 Grad an, was den Schneefall unterhalb etwa 1.000 Meter in Regen übergehen lässt. Nördlich einer Linie zwischen dem Bayerischen Wald und Rostock verweilen die Temperaturen mit -2 bis +1 Grad noch nah genug am Frostbereich, sodass der Niederschlag dort in Form von Schnee zu erwarten ist. In der Übergangsphase kann auch Eisregen oder gefrierender Regen mit erheblicher Glätte eine Rolle spielen.

- 13:00 Uhr: Der Winter schwächelt - nur eine kurze Milderung oder ist diese durchgreifend nachhaltig?
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Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 15,1 Müllheim (Baden-Württemberg) 14,8 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) 14,8 Ohlsbach (Baden-Württemberg) 14,5 Freiburg (Baden-Württemberg) 14,2 Rheinstetten (Baden-Württemberg) -
Temperatur (°C) Station -8,2 Zugspitze (Bayern) -4,1 Kiefersfelden-Gach (Bayern) -4,1 Karlshagen (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Feldberg - Mecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Piding (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 8,9 Lautertal - Odenwald-Reichenbach (Hessen) 8,1 Neckargemünd-Kleingemünd (Baden-Württemberg) 7,2 Fichtelberg - Oberfranken-Hüttstadl (Bayern) 6,3 Birkenau (Hessen) 6,2 Markt Bibart (Bayern) -
Windböe (km/h) Station 76,7 Brocken (Sachsen-Anhalt) 64,1 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg) 63,4 Fichtelberg (Sachsen) 54,4 Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz) 53,6 List auf Sylt (Schleswig-Holstein) -
Sonnenschein (h) Station 6,5 Zugspitze (Bayern) 6,2 Hohenpeißenberg (Bayern) 6,2 Stötten (Baden-Württemberg) 6,1 Kempten (Bayern) 6,1 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg)

