Wettervorhersage: Turbulentes Wetter - Polarluft erreicht Deutschland im Januar
Der Winter klopft zum Jahreswechsel an. Bis es aber so weit ist, bleibt das Wetter bis zum 30. Dezember noch ruhig und verbreitet trocken, wobei etwas Niederschlag über den östlichen Landesteilen nicht auszuschließen ist. Ab Silvester stellt sich die Wetterlage auf markante Art und Weise um und kann mit kräftigen Windböen über exponierten Lagen für stürmische Winde sorgen. Der Wind treibt maritim angewärmte Luft über den Norden, während über dem Süden und Osten die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken und der Niederschlag allmählich bis auf tiefere Lagen in Schnee übergeht. Regional sind winterliche Straßenbedingungen zu erwarten. Mit entsprechender Dynamik und den damit verbundenen Turbulenzen lässt sich ein Schneesturm Anfang Januar nicht mehr ausschließen.
Das schwache Wolkenband der Nacht löst sich am Vormittag über Baden-Württemberg und Bayern auf und es stellt sich über fast ganz Deutschland sonniges und trockenes Wetter ein. Lokale können zähe Nebelfelder den Sonnenschein auch ganztägig eintrüben. Ist das der Fall, schwanken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, sonst können mit +1 bis +5 Grad positive Werte erreicht werden. Mit Niederschlag ist bei schwachen Windbewegungen aus überwiegend nördlichen Richtungen nicht zu rechnen.
Der Wetterwechsel beginnt
Noch in der Nacht auf den 29. Dezember zieht von Norden starke Bewölkung auf, die sich bis zum Nachmittag nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden ausbreitet und sich bis zum Abend weiter in Richtung der Alpen ausdehnen kann. Leichter Niederschlag setzt ein, der zumeist in Schauerform niedergeht. Bei Temperaturen von +2 bis +7 Grad kann der Niederschlag oberhalb etwa 400 bis 700 Meter als Schnee niedergehen. Viel ist jedoch nicht zu erwarten und nach Süden bleibt es bei Werten von +0 bis +5 Grad bis in die Nacht hinein trocken.
Sonne, Wolken und ein paar Schneeschauer
In der Nacht auf den 30. Dezember kommen die Schauer weiter nach Süden voran und können über dem Bayerischen Wald sowie über dem Südosten von Bayern etwas Schneefall bringen. Tagsüber kommt es bei wechselnder Bewölkung immer wieder zu leichten Schauern, die bei Temperaturen von -1 bis +3 Grad teils bis in tiefere Lagen als Schnee- oder Graupelschauer niedergehen können (Schneeprognose). Verbreitet scheint jedoch die Sonne, und es bleibt trocken. Der Wind frischt aus nördlichen Richtungen kommend auf.
An Silvester gibt es etwas Schneefall
Eine zweite Welle erreicht Deutschland an Silvester (31. Dezember). Die Bewölkung verdichtet sich bei auflebendem bis böigem Wind aus nördlichen Richtungen und schiebt ein Niederschlagsfeld nach Süden. Der Niederschlag erreicht zum Nachmittag eine Linie zwischen Frankfurt und München und zum späten Nachmittag die Alpen. Die Temperaturen steigen über Teilen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt auf +3 bis +6 Grad an, sonst schwanken die Werte mit -2 bis +2 Grad um den Gefrierpunkt. Der Niederschlag geht nach Süden und Osten teils bis in die tieferen mittleren Lagen in Schnee über und kann oberhalb etwa 300 bis 600 Meter zur Ausbildung einer Schneedecke führen. Zum Abend und in der Silvesternacht sinken die Temperaturen, mit Ausnahme einer Region westlich der Linie zwischen dem Saarland und Bremen, auf -5 bis +0 Grad ab, sodass sich bis in tiefere Lagen winterliche Straßenverhältnisse einstellen können.
Polarluft dehnt sich nach Süden aus
Ein Cluster des Polarwirbels dehnt sich am 1. und 2. Januar (Do. Neujahr, Fr.) nach Süden aus und bringt an Neujahr zunächst über dem Norden und am 2. Januar auch über dem Süden einen stark böigen Wind, der über exponierten Lagen stürmisch auffrischen kann. Da der Wind über die warme Nordsee streicht, wird Wärme advehiert und mit +3 bis +7 Grad über die Gebiete nördlich der Linie zwischen Köln und Rostock geführt. Weiter nach Osten und Süden pendeln sich die Temperaturen auf -2 bis +3 Grad ein. Am Neujahrstag zeigt sich über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern noch häufiger die Sonne. Weiter nach Norden nimmt die Bewölkung zu, und mit zeitweiligem Niederschlag ist zu rechnen, dessen Schwerpunkt nördlich einer Linie zwischen Münster und Berlin liegen kann.
Am Freitag zieht der sich intensivierende Niederschlag weiter nach Süden und erreicht zum Nachmittag die Alpen. Die Schneefallgrenze schwankt über dem Norden zwischen 400 und 800 Meter und sinkt nach Süden bis in tiefere Lagen ab. Die tieferen und mittleren Lagen oberhalb etwa 200 bis 500 Meter wintern allmählich ein.

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Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 15,1 Müllheim (Baden-Württemberg) 14,8 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) 14,8 Ohlsbach (Baden-Württemberg) 14,5 Freiburg (Baden-Württemberg) 14,2 Rheinstetten (Baden-Württemberg) -
Temperatur (°C) Station -8,2 Zugspitze (Bayern) -4,1 Kiefersfelden-Gach (Bayern) -4,1 Karlshagen (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Feldberg - Mecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Piding (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 8,9 Lautertal - Odenwald-Reichenbach (Hessen) 8,1 Neckargemünd-Kleingemünd (Baden-Württemberg) 7,2 Fichtelberg - Oberfranken-Hüttstadl (Bayern) 6,3 Birkenau (Hessen) 6,2 Markt Bibart (Bayern) -
Windböe (km/h) Station 76,7 Brocken (Sachsen-Anhalt) 64,1 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg) 63,4 Fichtelberg (Sachsen) 54,4 Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz) 53,6 List auf Sylt (Schleswig-Holstein) -
Sonnenschein (h) Station 6,5 Zugspitze (Bayern) 6,2 Hohenpeißenberg (Bayern) 6,2 Stötten (Baden-Württemberg) 6,1 Kempten (Bayern) 6,1 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg)

