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Chaotisches Wetter: Schnee, Regen, Eisregen, ein Wintertag und ein markanter Temperatursprung

| M. Hoffmann

Eine teils chaotische und turbulente Luftmassengrenze bildet sich in den kommenden Stunden über Deutschland aus und erhöht das Unwetterpotential erheblich. Darüber hinaus entspannt sich das Wetter und zum Wochenende ist sogar ein Wintertag möglich. Zum Start in die neue Woche macht sich dann mit einem kräftigen bis stürmischen Wind die atlantische Frontalzone bemerkbar.

Unwetterartiger Schneefall, Eisregen und Regen mit nachfolgender Wetterberuhigung © Martin Bloch
Unwetterartiger Schneefall, Eisregen und Regen mit nachfolgender Wetterberuhigung © Martin Bloch

Bereits in der Nacht auf Mittwoch dehnt sich von Südwesten ein Niederschlagsfeld nach Deutschland aus und erreicht bis zu den Abendstunden eine Linie südlich von Köln und Berlin. Der Niederschlag geht über dem Südwesten anfangs noch teils als Schnee, teils aber schon als gefrierender Regen nieder und kann auf dem gefrorenen Boden zu erheblicher Eisglätte führen. Im Tagesverlauf wird es südlich einer Linie von Stuttgart und München mit +5 bis +10 Grad und über dem Südwesten mit bis +12 Grad deutlich milder, was die Glättesituation deutlich entspannt. Kritisch bleibt es hingegen nördlich einer Linie von Mannheim und Regensburg, wo die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum schwanken. Der Niederschlag kann entlang an der Luftmassengrenze teils als Eisregen, teils als Schnee oder Schneeregen oder gefrierender Regen niedergehen. Mit entsprechend chaotischen Witterungs- und Straßenbedingungen ist zu rechnen. Es empfiehlt sich, die nachfolgenden Hinweise zu beachten: Warnlagenbericht || Unwetterwarnungen. Etwa nördlich einer Linie von Münster und Berlin bleibt es trocken und in unmittelbarer Küstennähe kann zum Nachmittag mit Sonnenschein gerechnet werden.

Sonne über dem Norden, Schneefall über dem Süden

Die Luftmassengrenze verschiebt sich am 18. Januar (Do.) weiter nach Süden. So tummeln sich südlich einer Linie vom Saarland und Sachsen viele Wolken und im Schwerpunkt von Baden-Württemberg und Bayern ist mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, der in der ersten Tageshälfte noch als Regen und in der Zweiten in Schnee übergehen kann. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung auf und es ist ein weitgehend trockener und sonniger Januartag zu erwarten. Vereinzelte Schauer lassen sich über den Küstenregionen von Nord und Ostsee nicht ausschließen. Die Temperaturen schwanken über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern noch bis zum Nachmittag zwischen +4 bis +8 Grad und pendeln sich zum Abend - wie über dem Rest von Deutschland - um den Gefrierpunkt schwankend ein. Der Wind kommt böig aus nördlichen bis westlichen Richtungen.

Sonne und Wolken

Die Luftmassengrenze spielt am 19. Januar (Fr.) keine Rolle mehr. Verbreitet ist bei wechselnder Bewölkung mit einem sonnigen und trockenen Tag zu rechnen. Die Temperaturen schwanken mit -2 bis +3 Grad um den Gefrierpunkt, wobei die höheren Werte über den Küstenregionen und die tieferen über dem Süden zu erwarten sind. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus westlichen bis südwestlichen Richtungen und kann in der zweiten Tageshälfte über der Nordseeküste stark böig bis stürmisch auffrischen.

Ein Wintertag

Ein Hochdrucksystem dominiert das Wetter am 20. Januar (Sa.). Nach Auflösung nächtlicher Nebel- und Hochnebelfelder scheint verbreitet die Sonne von einem strahlend blauen Himmel auf Deutschland herab. Lediglich über dem Westen, dem Norden und dem Osten von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg können sich Wolkenfelder behaupten. Vereinzelt ist über Teile von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit etwas Niederschlag zu rechnen. Bei Temperaturen von leicht über dem Gefrierpunkt kann der Niederschlag teils als Regen, Schneeregen oder als Schnee niedergehen. Sonst bleibt es bei schwachem Windbewegungen aus unterschiedlichen Richtungen trocken. Die Temperaturen erreichen über dem Süden -2 bis +0 Grad und über dem Norden sind +0 bis +4 Grad möglich.

Die atlantische Frontalzone erreicht Deutschland

Der erste Ausläufer der atlantischen Frontalzone erreicht Deutschland am 21. Januar (So.). Bemerkbar macht sich das mit aufziehend starker Bewölkung und einer Minimierung des Sonnenscheins. Mit nennenswertem Niederschlag ist zunächst nicht zu rechnen und wenn doch, so beschränkt sich das auf vereinzelte Tropfen über dem Nordwesten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Temperaturen erreichen über dem Südosten -2 bis +0 Grad sonst steigen die Werte auf -1 bis +3 Grad an und über den Westen können bis +5 Grad ermöglicht werden. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und frischt im Tagesverlauf über dem Nordwesten stark böig auf, sodass zum Nachmittag über den Nordseeküsten mit stürmischen Böen gerechnet werden kann.

Sturm, Regen und starkes Tauwetter

Die atlantische Frontalzone zieht mit einem Regengebiet am 22. Januar (Mo.) über Deutschland hinweg. Der Wind frischt aus südlichen bis südwestlichen Richtungen kommend stark böig auf und kann über exponierten Lagen nördlich einer Linie von Köln und Dresden zu stürmischen Windböen führen. Über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee sind schwere Sturmböen nicht auszuschließen. Der Wind treibt viele Wolken über Deutschland hinweg, aus denen zeitweiliger Niederschlag hervorgehen kann. Regional kann der Niederschlag kräftiger und auch länger andauernd ausfallen. Mit einem markanten Temperatursprung erreichen zum Nachmittag die Höchstwerte zwischen +4 bis +8 Grad und über den Westen sind Werte von bis +12 Grad nicht auszuschließen. Entsprechend stark ist das Tauwetter - teils bis auf die höheren Lagen hinauf reichend.

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Die Schneeprognose der Vorhersage-Modelle © www.meteociel.fr

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