Wetter Januar - In der zweiten Wochenhälfte aufkommender Niederschlag

| M. Hoffmann
Eine überwiegend nasskalte Januar-Woche

Eine gradientenschwache Wetterlage dominiert in den kommenden Tagen das Wetter über Deutschland. Zur Wochenmitte dehnt sich von Norden eine Störung von Nord nach Süd aus und sorgt für weiteren Niederschlag - teils als Schnee, teils als Regen.

Südlich einer Linie von Düsseldorf und Berlin hat sich in den letzten Tagen eine mehr oder minder nennenswerte Schneedecke ausbilden können (Schneehöhen Deutschland). Von Montag bis Mittwochnachmittag stellt sich über Deutschland eine gradientenschwache Wetterlage ein, bei der sich Sonne, Wolken und eine hochnebelartige Bewölkung abwechseln. Mit Schneefall ist nicht mehr zu rechnen. Die Temperaturen erreichen am Tag +0 bis +2 Grad. Mit Sonnenschein sind bis +5 Grad und bei Hochnebel bis -2 Grad möglich. In den Nächten sinken die Werte auf +0 bis -4 Grad ab. Bei Aufklaren und über Schnee sind bis -8 Grad zu erwarten.

Aufziehender Niederschlag: Eisregen und Schneefall möglich

Am Mittwochnachmittag verdichtet sich die Bewölkung von Norden und schränkt den Sonnenschein weitgehend ein. Zum Abend setzt über dem Nordwesten Niederschlag ein, der sich in der ersten Nachthälfte nördlich einer Linie von Köln und Hamburg nach Süden ausdehnt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann der Niederschlag überwiegend als Schnee oder Graupel niedergehen. Regional aber können sich Regentropfen mit untermischen, was Eisregen nicht ausschließen lässt. Weiter nach Süden bleibt es zunächst noch ruhig und trocken.

Zeitweiliger Schneefall möglich

In der Nacht auf den 26. Januar (Do.) dehnt sich ein Niederschlagsband von Nord nach Süd aus und sorgt südlich einer Linie von Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern bis einschließlich dem 27. Januar (Fr.) für gelegentliche Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer, die durch Hebungsvorgänge regional ergiebig ausfallen können. Der Wind kommt schwach aus überwiegend nördlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen +4 bis +1 Grad und können am Donnerstag über dem Nordwesten kurzzeitig bis +7 Grad möglich machen. Weiter nach Süden schwanken die Werte zwischen +2 und -2 Grad. Dauerfrost ist ab Lagen oberhalb etwa 400 bis 600 Meter möglich.

Sonne, Wolken und gelegentlicher Schneefall

Der Niederschlag schwächt sich am 28. Januar (Sa.) ab und in einem breiten Streifen vom Saarland und Berlin kann häufiger die Sonne zum Vorschein kommen. Weiter nach Norden und Süden hält sich die dichte Bewölkung und gelegentlich ist mit leichtem Niederschlag zu rechnen, der über dem Norden bei Temperaturen von +3 bis +0 Grad mit Regen durchmischt sein kann. Weiter nach Süden sinken die Werte schwanken die Werte um den Gefrierpunkt, was den Niederschlag überwiegend in Form von Schnee niedergehen lässt. Der Wind kommt über dem Norden schwach aus südwestlichen und über der Südhälfte aus nördlichen Richtungen.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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