Wetter: Winterlich ab den mittleren Lagen - zeitweilige Schneeschauer, die sich am Wochenende intensivieren können

| M. Hoffmann
Ab den mittleren Lagen zunehmend winterlich

Schnee und Schneeregen - eine schwache Störung liegt momentan über Deutschland und wird immer wieder für winterliche Wettererscheinung bis auf tiefere Lagen herab sorgen können. Zunehmend winterlich wird es ab den mittleren Lagen.

Der leichte Schneefall der Nacht dehnt sich am Tage südlich einer Linie von Baden-Württemberg und Sachsen aus. Es handelt sich um gelegentlichen Schneefall, der über tieferen Lagen auch von Regen durchsetzt sein kann. Weiter nach Norden lässt der Niederschlag nach und nördlich einer Linie von Köln und Hamburg sind längere sonnige Abschnitte möglich. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen +0 bis +4 Grad und können mancherorts mit bis -1 Grad im Dauerfrostbereich verweilen.

Gelegentliche Schneeschauer

Am 19. und 20. Januar (Do. und Fr.) liegt Deutschland in einem gradientenschwachen Umfeld. Bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken kommt es zu gelegentlichen Schauern, die bis auf tiefere Lagen herab als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können. Die Temperaturen gehen südlich einer Linie von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern auf +2 bis -2 Grad zurück, was im Falle eines Schneeschauers oberhalb etwa 200 bis 400 Meter die Ausbildung einer Schneedecke ermöglicht. Weiter nach Norden bleibt es mit bis +5 Grad zu mild für eine weiße Winterlandschaft. In den Nächten kühlt es auf +0 bis -5 Grad und über Schnee auf bis -8 Grad ab. An den Küsten können bis +5 Grad möglich sein.

Von Osten zieht starke Bewölkung auf

Der 21. Januar (Sa.) verläuft westlich einer Linie vom Bodensee und Rostock bei wechselnder Bewölkung verbreitet sonnig. Weiter nach Osten zieht starke Bewölkung auf, die zum späten Nachmittag über dem äußersten Osten zu etwas Schneefall führen können. Sonst bleibt es - abgesehen von ein paar Schauern - verbreitet trocken. Der Wind kommt schwach aus nördlichen Richtungen und kann über den östlichen Landesteilen böig auffrischen. Über der Ostseeküste sind stürmische Windböen nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen erreichen über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein +2 bis +5 Grad, sonst sind +1 bis -3 Grad möglich.

Aufziehende Schneefront

Am 22. und 23. Januar (So. und Mo.) nähert sich von Osten eine Schneefront Deutschland. Von Osten nimmt die Bewölkung in der Nacht auf Sonntag weiter zu und eine Schneefallgebiet dehnt sich bis zum Sonntagnachmittag östlich einer Linie von Rostock und der Zugspitze aus. Am Montag verlagert sich der Schneefall - unter Abschwächung - weiter nach Westen. Wie die Schneefront tatsächlich nach Westen vorankommt und ob auch der äußerste Norden vom Schneefall betroffen sein wird, bleibt für den Moment abzuwarten. Dort, wo die Schneefront aktiv ist, kann mit länger andauerndem und auch nennenswerten Schneefall gerechnet werden. Oberhalb etwa 100 bis 300 Meter ist mit winterlichen Wetterbedingungen zu rechnen. Die Temperaturen erreichen bei schwachem bis mäßigem Wind +2 bis -2 Grad und können über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Berlin auf bis +4 Grad ansteigen, was über tieferen Lagen auch zu Schneeregen führen kann.

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© Bild - Martin Bloch

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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