Wettervorhersage: Unwetterartige Wetterereignisse - Sturm, ergiebiger Regen und eine absinkende Schneefallgrenze

| M. Hoffmann
Stürmisches und in Teilen unwetterartiges Wetter über Deutschland

Das Potential unwetterartiger Wetterereignisse steigt in den kommenden Stunden mit stürmischen Böen und ergiebigem Niederschlag an.

Ein Regenband zieht heute über Deutschland hinweg und sorgt zum Nachmittag und am Abend im Schwerpunkt über Baden-Württemberg, Bayern und den östlichen Landesteilen für teils länger andauernden Niederschlag. Weiter nach Westen lässt der Niederschlag nach und westlich einer Linie von Köln und Hamburg sind zum Nachmittag sonnige Abschnitte möglich. Der Wind frischt böig auf und kann über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit stürmischen Böen auf sich aufmerksam machen. Die Temperaturen erreichen mit +8 bis +12 Grad für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Werte.

Sturm über Deutschland - ansteigende Hochwasser- und Überflutungsgefahr

Die atlantische Frontalzone dehnt sich im Zeitraum vom 12. bis 14. Januar (Do., Fr. und Sa.) über Deutschland aus. Bei überwiegend starker Bewölkung frischt der Wind stark böig aus südwestlichen bis westlichen Richtungen kommend auf und kann am Donnerstag und Samstag auch über tieferen Lagen für stürmische Windböen sorgen. Über den Küsten, den exponierten und höheren Lagen sind schwere Sturmböen und örtlich orkanartige Winde nicht ausgeschlossen.

Der Wind treibt bis Samstag immer wieder Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg, die regional kräftiger, länger andauernd und ergiebiger ausfallen können. Örtlich ist mit Überflutungen oder Hochwasser zu rechnen. Über den sog. Lee-Gebieten und über den nordöstlichen Landesteilen wird weniger Niederschlag zu erwarten sein. Die Temperaturen erreichen am Donnerstag +8 bis +12 Grad und gehen bis Samstag auf +5 bis +10 Grad zurück.

Temperaturrückgang mit absinkender Schneefallgrenze

Deutschland gelangt am 15. Januar (So.) auf die Rückseite des nach Osten abziehenden Sturmtiefs. Der Wind bleibt kräftiger Struktur und kann über exponierten Lagen und den Küsten weiterhin für stürmische Windböen sorgen. Die Temperaturen gehen auf +0 bis +5 Grad zurück und die zahlreichen Schauer können teils bis auf mittlere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen. Über dem Süden ist im Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern mit länger andauerndem und ergiebigem Niederschlag zu rechnen, der bei Temperaturen von +0 bis +3 Grad bis oberhalb etwa 400 bis 600 Meter als Schnee niedergehen und oberhalb von 500 bis 700 Meter für winterliche Wetterverhältnisse sorgen kann.

Wetterberuhigung

Der Wind schwächt sich am 16. Januar (Mo.) aus unterschiedlichen Richtungen kommend ab und nach einer über dem Süden leicht frostigen Nacht steigen die Temperaturen am Tage auf +0 bis +4 Grad an und können über den östlichen Landesteilen mit einer längeren Sonnenscheindauer bis +6 Grad ermöglichen. Dazu gibt es ein Mix aus Sonne, Wolken und nur noch vereinzelten Schauern.

Nächste Aktualisierung

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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