Wetter: Sturm über Deutschland - viel Wind und Regen mit regionalen Überflutungen und Hochwasser

| M. Hoffmann
Windiges, stürmisches und nasses Wetter über Deutschland

Der Wind frischt in den kommenden Stunden aus südwestlichen Richtungen auf und intensiviert sich bis Mitte der Woche zu einem Sturm. Bis zum Wochenende ist mit einem turbulenten und abwechslungsreichen Wettercharakter zu rechnen.

Der Dienstag beginnt östlich einer Linie von Bremen und Stuttgart noch mit sonnigen Lücken. Von Westen nähert sich starke Bewölkung und trübt den Sonnenschein bis zum Abend westlich einer Linie von Hamburg und Ulm weitgehend ein. Zum späten Nachmittag beginnt es über dem Westen zu regnen. Der Regen dehnt sich noch in der ersten Nachthälfte westlich einer Linie von Hamburg und Ulm aus. Weiter nach Osten bleibt es weitgehend trocken. Der Wind frischt über dem Westen und Norden stark böig auf und kann über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu stürmischen Windböen führen. Über exponierten Lagen und den Küstenregionen sind zum Abend schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen erreichen +4 bis +8 Grad.

Sturm- und Niederschlagsband über Deutschland

In der Nacht auf den 11. Januar (Mi.) dehnt sich ein Niederschlagsband von West nach Ost über Deutschland aus und sorgt am Tage östlich einer Linie vom Saarland und Mecklenburg-Vorpommern für zeitweiligen Niederschlag, dessen Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern liegen kann. Weiter nach Westen lässt der Niederschlag nach und zum Nachmittag sind über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein paar sonnige Momente möglich. Der Wind bleibt stark böig und kann über exponierten Lagen und den Küsten für stürmische Windböen sorgen. Direkt an den Küsten sind schwere Sturmböen nicht auszuschließen. Der Wind kommt aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf +6 bis +12 Grad und über dem Westen und Südwesten örtlich auf bis +14 Grad ansteigen.

Ansteigendes Unwetterpotential: Schwerer Sturm mit orkanartigen Windböen und viel Niederschlag (Hochwasser)

Ausläufer der atlantische Frontalzone erreichen Deutschland im Zeitraum vom 12. bis 15. Januar (Do., Fr., Sa. und So.) und sorgen für einen turbulenten Wettercharakter mit phasenweise erhöhtem Unwetterpotential.

Der Wind frischt kräftig aus westlichen bis südwestlichen Richtungen kommend auf und kann - im gesamten Zeitraum - auch über den tieferen Lagen für stürmische Windböen sorgen. Über exponierten Lagen sind schwere Sturmböen und über den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sowie den höheren Lagen können orkanartige Winde nicht ausgeschlossen werden.

Der Wind treibt viele Wolken über Deutschland hinweg, was die sonnigen Momente bis einschließlich Samstag weitgehend eliminiert. Am Sonntag kann phasenweise die Sonne zum Vorschein kommen. Hinzu kommt kräftiger Niederschlag, dessen Schwerpunkt über Süddeutschland liegen kann. Da der Wind kräftiger Struktur ist, kann es über den sog. Lee-Gebieten (regenabgewandte Seite) auch trocken bleiben, bzw. deutlich weniger Niederschlag geben. Die Niederschlagssummen sind beachtlich, was die Bach- und Flusspegel ansteigen lassen und mancherorts zu Überflutungen oder Hochwasser führen kann.

Die Temperaturen pendeln sich auf +6 bis +12 Grad ein und gehen zum Wochenende nur etwas zurück.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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