Das Wetter im Januar mit Wind, Sturm, Schnee, Schneeregen und Regen

Schneeschauer bis auf tiefere Lagen herab, kurzzeitig winterlich ab den mittleren Lagen © Martin Bloch

Von Norden zieht sich die Bewölkung zu, der Wind gewinnt an Kraft und sorgt für stürmische Windböen, die kühlere Luftmassen nach Deutschland führen und die Schneefallgrenze teils bis auf tiefere Lagen absinken lassen kann.

Sofern sich der nächtliche Nebel auflöst, scheint heute südlich der Linie vom Mannheim und Berlin häufiger die Sonne. Von Nordwesten nimmt die Bewölkung zu und trübt bis zum Abend auch über Baden-Württemberg und Bayern den Sonnenschein ein. Der Wind frischt über den Küstenregionen stark böig auf und dreht von Südwest auf West. Zu den Abendstunden ist über dem Norden und den exponierten Lagen mit stürmischen Windböen zu rechnen. Der Wind treibt ein Niederschlagsfeld vor sich her, das zum späten Nachmittag den Nordwesten und noch in der ersten Nachthälfte eine Linie zwischen dem Schwarzwald und Dresden erreichen kann. Bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad ist über tieferen Lagen mit Regen oder Schneeregen zu rechnen. Oberhalb etwa 400 bis 600 Meter kann der Niederschlag in Schnee übergehen und in der Nacht über der Südhälfte für winterliche Wetterverhältnisse sorgen. Kurze Graupelgewitter sind nicht auszuschließen.

Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer

Der Wind kommt am 20. Januar (Do.) stark böig und über den Küsten der Nord- und Ostsee, sowie den exponierten Lagen stürmisch aus nordwestlichen Richtungen. Der Wind treibt drei Schauerstaffeln über Deutschland hinweg, die zu kräftigen Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauern führen können. Kurze Gewitter sind nicht auszuschließen. Die Temperaturen erreichen über den tieferen Lagen +0 bis +5 Grad und über dem Westen sind bis +8 Grad möglich. Oberhalb etwa 400 bis 600 Meter stellt sich Dauerfrost ein und mit der Ausbildung einer Schneedecke kann gerechnet werden. Aufgrund des Windes sind Schneeverfrachtungen oder Schneeverwehungen möglich.

Etwas Schnee über Bayern

Das Wetter beruhigt sich am 21. Januar (Fr.) allmählich. Der aus nordwestlichen Richtungen kommende Wind schwächt sich ab und entlang einer eines breiten Streifens der Linie von Hannover und Regensburg kommt es noch zu kräftigen und örtlich ergiebigen Schauern, die im Schwerpunkt über Bayern bis auf tiefere Lagen als Schnee niedergehen und oberhalb etwa 200 bis 400 Meter für die Ausbildung einer Schneedecke sorgen können. Sonst ist nur mit gelegentlichen und wenig ergiebigen Schauern zu rechnen. Zum Nachmittag lockert die Bewölkung über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen auf und ermöglicht so ein paar sonnige Momente. Südlich der Linie vom Schwarzwald und Berlin erreichen die Temperaturen -2 bis +2 Grad und weiter nach Norden sind +0 bis +4 Grad und über dem Nordwesten bis +6 Grad möglich.

Kräftiger Regen und Schneefall

In der Nacht auf den 22. Januar (Sa.) trogt ein kleinräumiges Tiefdrucksystem über Deutschland aus und sorgt für kräftige Windböen, die über exponierten Lagen für stürmische Winde sorgen können. Nördlich der Linie von Stuttgart und Dresden steigen die Temperaturen auf +2 bis +6 Grad und über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein auf bis +8 Grad an. Weiter nach Süden gehen die Temperaturen auf -2 bis +2 Grad zurück und so kann der Niederschlag anfangs noch als Schnee niedergehen und so für einige cm Neuschnee sorgen. Die Temperaturen und die Schneefallgrenze steigen rasch an, sodass in der zweiten Nachthälfte nördlich von Baden-Württemberg und Bayern unterhalb etwa 600 bis 800 Meter mit Regen zu rechnen ist. Am Tage kommt es im Schwerpunkt südlich der Linie von Köln und Dresden zu weiteren Niederschlägen, die regional länger andauernd und über Bayern ergiebig ausfallen können. Südlich der Donau kann der Niederschlag oberhalb etwa 600 bis 800 Meter als Schnee niedergehen, sonst ist mit Regen zu rechnen. Der anfangs böige Wind schwächt sich aus nordwestlichen Richtungen kommend im Tagesverlauf ab und die Temperaturen erreichen über dem Norden, Westen und Osten zwischen +2 bis +6 Grad und örtlich bis +9 Grad und über dem Süden +0 bis +4 Grad.

Von Westen Sonnenschein

Die letzten Niederschläge klingen am 23. Januar (So.) über dem Bayerischen Wald, dem östlichen Mittelgebirgsraum und Sachsen ab und über dem Westen lockert zum Nachmittag die Bewölkung auf und ermöglicht etwas Sonnenschein. Am 24. Januar (Mo.) ändert sich daran wenig. Östlich der Linie vom Schwarzwald und Usedom hält sich starke Bewölkung, während über dem Westen nach Nebelauflösung häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen milde +4 bis +8 Grad.

Nächste Aktualisierung

Unterstützen
Sie uns!
Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Wir freuen uns über einen freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.
Betrag wählen

 


Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns