Wetter Januar 2021 Wettervorhersage vom 25.12.2020 - Eine turbulente Wetterlage steht bevor

Der Winter hat im Januar ab den mittleren Lagen gute Chancen
Der Winter hat im Januar ab den mittleren Lagen gute Chancen

Was hat der Winter bis in den Januar hinein zu bieten und was macht das Sturmtief nach Weihnachten? Langweilig wird das Wetter zwischen den Jahren nicht!

Oberhalb etwa 300 bis 500 Meter hat sich in der Nacht auf den ersten Weihnachtsfeiertag über einigen Regionen eine Schneedecke ausbilden können und den Traum einer weißen Weihnacht ermöglicht.

Südlich der Linie vom Schwarzwald und Dresden ist heute noch mit leichtem Niederschlag zu rechnen, der oberhalb etwa 400 bis 600 Meter als Schnee niedergehen und liegen bleiben kann. Über tieferen Lagen ist mit einem nasskalten Wettercharakter zu rechnen. Die Niederschläge können als Regen, Schneeregen oder als Graupel niedergehen. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung auf und die Sonne kommt häufiger zum Vorschein. Kurze Schauer sind über dem Westen nicht auszuschließen. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen über dem Norden und Westen +4 bis +6 Grad, sonst sind +0 bis +4 Grad zu erwarten. Oberhalb etwa 600 Meter stellt sich Dauerfrost ein.

Wie wird das Wetter bis Januar?

Ein Sturmtief trogt zum zweiten Weihnachtfeiertag nach Süden aus und sorgt zum Nachmittag über dem Norden für stürmische Winde, die zum Abend über den Küsten von Nord- und Ostsee zu schweren Sturmböen führen können. Über dem Süden bekommt man bei Werten von -2 bis +2 Grad und längeren sonnigen Abschnitten von dem Spektakel nicht allzu viel mit. Mit Niederschlag ist zum Abend über dem äußersten Westen und Norden zu rechnen, sonst bleibt es trocken.

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Orkanartige Winde mit erhöhtem Potential unwetterartiger Wetterereignisse

In der Nacht auf Sonntag gewinnt der Wind an Intensität und kann nördlich der Linie vom Saarland und Berlin für stürmische Windböen sorgen, die über dem Nordwesten, den Küstenregionen und den exponierten Lagen zu orkanartigen Winden führen können. Das Potential unwetterartiger Starkwindereignisse ist nördlich von Baden-Württemberg und Bayern als hoch einzustufen. Näheres dazu in der Windprognose.

Der Wind führt in der Höhe mildere Luftmassen nach Deutschland, was die Schneefallgrenze zwischen 400 und 800 Meter schwanken lässt. Die Temperaturen erreichen über dem Westen und Nordwesten milde +4 bis +8 Grad, sonst sind +0 bis +4 Grad und über dem Südosten und in Richtung des Bayerischen Waldes -3 bis +2 Grad zu erwarten.

Tiefdruckzentrum über Deutschland

Mit einer stark schwankenden Schneefallgrenze ist auch im Zeitraum bis Silvester zu rechnen. Das Sturmtief schwächt sich in seiner Intensität ab und beeinflusst bis in den Januar hinein das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei überwiegend starker bis wechselnder Bewölkung ist mit zeitweiligen Niederschlägen zu rechnen, die mitunter kräftiger, aber nicht flächendeckend in Erscheinung treten.

Der Wind frischt phasenweise böig auf und kann über exponierten Lagen für stürmische Windböen verantwortlich sein. Die Temperaturen erreichen Werte von +0 bis +5 Grad und die Frostgrenze schwankt zwischen 500 und 700 Meter. Die Schneefallgrenze schwankt am Tage zwischen 400 und 600 Meter und kann in der Nacht bis auf tiefere Lagen absinken.

Ab den mittleren Lagen winterlich

Und so bestätigt sich auch heute der nasskalte Wettercharakter im Zeitraum zwischen den Jahren erneut und oberhalb etwa 600 Meter kann sich eine ordentliche Schneedecke ausbilden. Über tieferen Lagen ist zunächst mit nasskaltem Siffwetter zu rechnen, bevor es an Silvester in den oberen Luftschichten wieder kühler werden kann und die Schneefallgrenze bis auf die höheren tiefen Lagen ab 200 Meter absinken lassen kann. Wenn man so möchte: Winterwetter light.

Nach Weihnachten nasskaltes Matschwetter
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Nach Weihnachten nasskaltes Matschwetter
© www.meteociel.fr

Wie wird das Wetter im Januar?

Das Tief wabert im Zeitraum vom 1. bis 3. Januar über Europa herum. Nach den aktuellen Wetterprognosen des europäischen und amerikanischen Vorhersage-Modells liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz meist auf der milden Anströmung des Tiefdrucksystems. Mild ist in diesem Fall relativ, bewegen sich die Tageswerte meist um die Null-Grad-Marke herum und können über tieferen Lagen bis +3 Grad erreichen. Es wird Anfang Januar etwas kälter, aber vom richtigen Winterwetter ist man noch ein Stück weit entfernt.

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Winterlich ab den mittleren Lagen

Was bleibt ist der winterliche Aspekt östlich der Linie vom Schwarzwald und Berlin. Die Tageswerte schwanken über diesen Regionen zwischen -1 bis +2 Grad und mit einer vorhandenen Schneedecke können die Werte mit -2 bis +1 Grad weitgehend im Dauerfrostbereich verweilen. Apropos Dauerfrost - die Frostgrenze schwankt Anfang Januar zwischen 300 und 500 Meter.

Etwas Niederschlag

Dazu gibt es immer wieder - meist leichte Niederschläge - und so wird es ab den mittleren Lagen zunehmend winterlicher. Über tieferen Lagen sind zwar auch Schneefälle möglich, doch ob der Schnee über mehrere Stunden verweilen kann, ist zu bezweifeln.

Der Trog schwächt sich Anfang Januar ab und es wird nur bedingt etwas kühler. Die winterlichen Aussichten bleiben den mittleren und höheren Lagen vorbehalten
Wetterprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Der Trog schwächt sich Anfang Januar ab und es wird nur bedingt etwas kühler. Die winterlichen Aussichten bleiben bis zum 3. Januar den mittleren und höheren Lagen vorbehalten
© www.meteociel.fr

Die Schneeprognose bis Januar

Die Schneeprognose ist weiterhin mit einem gesunden Maß Skepsis zu bewerten und in Summe gehören da noch rund 30 Prozent abgezogen. Was die nachfolgenden Schneeprognosen aber zeigen, ist das Potential, was in der kommenden Wetterlage steckt und es fehlt für den Winter nicht viel. Für einige wird das ein Leben ab der Schneefallgrenze werden und letztlich wird der noch warme Boden in Lagen unterhalb etwa 500 Meter über eine dahinsiechende oder anwachsende Schneedecke entscheiden.

Schneefall mit Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Schneeprognose Januar möglich
Schneeprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Schneefall mit Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Schneeprognose Januar möglich
© windy.com

Auf den Punkt gebracht: nasskalter Start in den Januar mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen

So ist es, so bleibt es. Das Temperaturniveau in 1.400 Meter sinkt nach Weihnachten bis zum 3. Januar von -2 auf -5 Grad ab. Ab -3 Grad ist Schneefall ab den mittleren und ab -5 Grad über tieferen Lagen zu erwarten. Für Winterwetter sind ab den mittleren Lagen die -5 Grad ausreichend. Für den Flachlandwinter aber bedarf es -6 bis -7 Grad. Knappe Kiste!

Ob es mit dem Flachlandwinter noch in der ersten Januar-Dekade etwas werden kann, erläutern wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020/2021, die heute Abend gegen 20:15 Uhr an gleicher Stelle nochmals aktualisiert wird.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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