Wetter Januar 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Januar 2021 Wettervorhersage vom 22.12.2020 - Ein Auf und Ab der Schneefallgrenze

Der Winter steht bis Januar auf Messers Schneide
Der Winter steht bis Januar auf Messers Schneide

Spannender geht es nicht mehr. Ein Trog setzt sich nach Weihnachten durch und dessen Position ist entscheidend, ob sich die mittleren und höheren Lagen bis Januar tiefwinterlich präsentieren können. Zum Beginn des neuen Jahres setzt sich zudem ein weiteres Phänomen durch, was das Wetter im Januar auf den Kopf stellen könnte.

Weiße Weihnachten werden mancherorts - und im speziellen - über dem Süden und oberhalb etwa 400 Meter möglich sein. Passend zu Heiligabend wird es von Norden kühler und bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag ist über weite Teile von Baden-Württemberg und Bayern Dauerfrost möglich.

Dazu gibt es immer wieder Niederschläge, die ab Heiligabend in Schnee oder Schneeregen übergehen und am Morgen vom ersten Weihnachtsfeiertag für eine weiße Überraschung sorgen können. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es südlich der Linie von Köln und Dresden noch etwas Schnee dazu, der über tieferen Lagen auch in Schneeregen oder Regen übergehen kann. Zum zweiten Weihnachtsfeiertag macht sich über dem Norden der Ausläufer eines Sturmtiefs bemerkbar, der über den Küstenregionen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu schweren Sturmböen führen kann. Mehr dazu: Wetter Weihnachten.

Weiße Weihnachten sind über dem Süden und ab den mittleren Lagen möglich - Zum zweiten Weihnachtsfeiertag macht sich ein Sturmtief bemerkbar
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Weiße Weihnachten sind über dem Süden und ab den mittleren Lagen möglich - Zum zweiten Weihnachtsfeiertag macht sich ein Sturmtief bemerkbar
© www.meteociel.fr

Wie wird das Wetter im Januar 2021?

Eine spannende und nicht so einfach zu beantwortende Frage, denn wie man auf der obenstehenden Wetterkarte gut erkennen kann, ist das an Weihnachten keine alltägliche Wetterlage. Das Atlantikwetter ist durch den Hochdruckkeil abgekoppelt und entscheidend wird sein, wo und wie dieser Sturmtiefkomplex nach Süden rauscht.

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Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Nasskalt mit winterlichen Optionen

Genauso unbefriedigend sind und bleiben die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle, die Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten berechnen. Wie knapp das zwischen Winterwetter und einer nasskalten Witterung ist, zeigt sich in der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells.

Einen Tick östlicher und der Winter hält Einzug

So ist es aber nicht. Im Zeitraum vom 27. Dezember bis zum 1. Januar trogt das Tief mit seinem Kern über England in Richtung Frankreich und Spanien aus. Deutschland liegt in der milderen Vorderseitenanströmung des Troges, aber gerade noch in dem Bereich, der den Temperaturcharakter mit +0 bis +6 Grad in den nasskalten Bereich befördert. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 400 und 800 Meter.

Schnee, Tauwetter, Schnee, Tauwetter

In den Nächten sinkt die Schneefallgrenze auf 200 bis 500 Meter ab und am Tage taut es wieder bis auf 700 Meter. Kein schöner Anblick für alle Freunde des Winterwetters, aber ein deutlich besserer Anblick als in den Jahren zuvor. Denjenigen, die den Winter nicht mögen, stehen mit dem nasskalten Schmuddelwetter harte Zeiten bevor.

Zu einer winterlichen Wetterlage fehlen bis zum 1. Januar nur wenige hundert Kilometer und zum aktuellen Stand stehen die Details noch immer nicht fest. Mit Veränderungen ist zu rechnen.

Bis in den Januar hinein - das Leben entlang der Schneefallgrenze
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Bis in den Januar hinein - das Leben entlang der Schneefallgrenze
© www.meteociel.fr | windy.com

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Winter setzt sich Anfang Januar ab den mittleren Lagen fest

Auch nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bleibt die Wetterentwicklung bis in den Januar hinein eine spannende Angelegenheit. Doch im Vergleich zu den Europäern verbessern sich die winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen.

Der Trog geht etwas östlicher nieder

Das ist echt nicht viel, aber es reicht aus. Der Trog geht nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells um rund 400 Kilometer weiter östlicher nieder und beeinflusst mit nasskalten Werten das Wetter über Deutschland. Tagsüber erreichen die Werte über tieferen Lagen +0 bis +3 Grad und oberhalb von 300 bis 500 Meter kann mit Dauerfrost gerechnet werden. In den Nächten ist mit Werten von -7 bis +1 Grad mit Schneefall bis auf tiefere Lagen herab zu rechnen. An dieser Konstellation ändert sich bis zum 1. Januar nur wenig.

Der Trog geht etwas östlicher nieder und sorgt ab den mittleren Lagen für eine langsame Einwinterung
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Der Trog geht etwas östlicher nieder und sorgt ab den mittleren Lagen für eine langsame Einwinterung
© www.meteociel.fr

Die Schneeprognose bis Januar

Die Schneeprognose reicht bis zum 2. Januar und vieles hängt von der Trogentwicklung ab. Freud und Leid werden bei den Freunden des Winterwetters eng beieinander liegen. Die Schneeprognose ist aus diesem Grund auch mit einem hohen Maß an Skepsis zu bewerten, sie liefert aber einen guten Überblick über das, was bis Anfang Januar möglich ist.

Schneefall mit Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Schneeprognose Januar möglich
Schneeprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Schneefall mit Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Schneeprognose Januar möglich
© windy.com

Auf den Punkt gebracht: nasskalter Start in den Januar mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen

Viele werden sich fragen, warum die Wetterprognose nur bis zum 2. Januar geht. Die Antwort ist einfach. Darüber hinaus spinnen die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle regelrecht und berechnen die verrücktesten Wetterlagen, die ein Spektrum von tiefwinterlich bis frühlingshaft mild aufzeigen. Zwei Exemplare haben wir einmal herausgefischt. Eines davon ist der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells von heute Nachmittag.

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Was man erkennen kann, ist ein erheblich gestörter Polarwirbel, dessen Ursache in einem Major-Warming in Stratosphärenhöhe liegen kann, was wir in den letzten Tagen ausführlicher und heute Abend in der Winterprognose nochmals genauer besprechen werden. Die Vorhersage-Modelle beginnen in ihren Prognosen sprunghaft zu werden und das wird sich so lange fortführen, bis das mögliche Major-Warming in Stratosphärenhöhe Realität geworden ist. Aus diesem Grund lohnt es sich nicht wirklich, die Wetterkarten zu interpretieren!

Ein mögliches Major-Warming in Stratosphärenhöhe könnte Anfang Januar alles auf den Kopf stellen
Wetterprognose nach einem Kontrolllauf (re.) und dem amerikanischen Wettermodell (re.): Ein mögliches Major-Warming in Stratosphärenhöhe könnte Anfang Januar alles auf den Kopf stellen
© www.meteociel.fr

Der Wettertrend selbst aber ist bis auf weiteres als nasskalt zu bewerten. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe schwankt in 1.400 Meter Höhe zwischen -3 und -5 Grad und sind im Vergleich zu den letzten Tage einen Tick milder geworden. Bei Höhenwerten von -5 Grad sinkt die Schneefallgrenze bis auf die tieferen und ab -3 Grad bis auf die mittleren Lagen ab. Ein Leben entlang der Schneefallgrenze. Nicht zufriedenstellend und für die meisten eine nasskalte Angelegenheit.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
28. Dezember -2 bis
+6 Grad
+1 Grad bis
+3 Grad
1. Januar -4 bis
+6 Grad
-0 bis
+3 Grad
6. Januar -7 bis
+8 Grad
-1 bis
+2 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2021 von zu kalt, normal, zu warm

Ob der Winter noch die Kurve bekommt und was das mögliche Major-Warming für Auswirkungen auf den weiteren Winterverlauf haben kann, erläutern wir heute Abend gegen 20:15 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020/2021.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +7,2 +0,8 -0,4 399 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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