Wetter Januar 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Januar 2020 aktuelle Wettervorhersage vom 23.12.2019 - Turbulenter Wetterstart in das neue Jahr?

  • M. Hoffmann

Der Winter hat bis zum Jahreswechsel kaum Chancen sich nachhaltig bis auf tiefere Lagen herab durchzusetzen. Ob das im Januar gelingen mag, hängt von der Position eines Hochdrucksystems ab.

Mit einem windigen und unbeständigen Wetter ist über Weihnachten zu rechnen. Insbesondere über den südlichen Landesteilen kommt es immer wieder zu länger andauernden und ergiebigen Niederschlägen, während über dem Norden und Westen auch mal die Sonne zum Vorschein kommen kann. Und mit etwas Glück sind mancherorts ein paar Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu bestaunen. Verbreitet aber ist einfach nur nasskaltes Wetter an Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag zu erwarten, bevor sich das Wetter zum zweiten Weihnachtsfeiertag ruhiger wird. Mehr dazu in der Wetterprognose zum Wetter Weihnachten.

Turbulenter Start in den Januar 2020?
Turbulenter Start in den Januar 2020?

Ein Hoch über Deutschland

Verantwortlich für das durchwachsene Weihnachtswetter ist ein Hochdruckkeil westlich von Europa, der bis zum 26. Dezember weiter nach Osten abkippt. Am östlichen Hochdruckgradienten tropfen Tiefdruckgebiete nach Südosten ab und führen aus nordwestlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Mitteleuropa. Doch der Hochdruckkeil wird sich nach den jüngsten Wetterprognosen der beiden Wettermodelle nicht halten können und bis zum 30. Dezember nach Osten abkippen. Eine gemäßigt milde bis deutlich zu warme Temperaturentwicklung ist zu erwarten.

Das Jahr 2019 endet viel zu warm

Es ist schon seit Anfang Dezember bekannt, dass der letzte Monat in diesem Jahr zu warm ausfallen wird. Aktuell hat der Dezember gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine Abweichung von +3,3 Grad vorzuweisen und daran wird sich bis zum Jahresende auch nicht mehr allzu viel verändern können. Am Ende wird das Jahr 2019 - dem Klimawandel sei Dank - um rund +2,0 Grad zu warm ausfallen können. Im letzten Jahr - was seit Beginn der Aufzeichnungen aus dem Jahre 1881 das wärmste Jahr war - betrug die Abweichung +2,25 Grad.

Winterliche Wetterverhältnisse sind in 2019 nicht mehr zu erwarten
Wettervorhersage des europäischen Wettermodells: Winterliche Wetterverhältnisse sind in 2019 nicht mehr zu erwarten
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Hat der Winter im Januar Chancen?

Das wird sich zeigen müssen, wie sich das Hochdrucksystem nach dem Jahreswechsel verhält. Bleibt es über Mitteleuropa, so ist für längere Zeit im Januar erst einmal nicht mit dem Winter zu rechnen. Verlagert sich das Hoch aber nach Westen, so wird der Winter wieder optional.

Anfang Januar - die weder noch Wetterlage

Manchmal sind die Wettervorhersagen einfach frustrierend, auch wenn man dem Wetter gegenüber neutral eingestellt ist. Warum das so ist, zeigt sich in der Simulation der Europäer. Das Hoch weicht zwar vom 1. bis 2. Januar nach Westen aus und ermöglicht über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine nördliche Strömungskomponente, doch werden keine klaren Verhältnisse geschaffen. Zu nah ist das Hoch und zu weit entfernt ist das Tief. Insofern weder richtig warm, noch winterlich kalt. Im Abschlusszeugnis würde stehen: Der Winter bemühte sich redlich.

Der Winter ist Anfang Januar 2020 optional
Wettervorhersage der Europäer: Der Winter ist Anfang Januar 2020 optional
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine turbulente und zonal geprägte Wetterlage

Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells bestätigt das nach Osten abkippende Hochdrucksystem nach Weihnachten, doch geht dieser Prozess langsamer als bei den Europäern vonstatten, was die Werte bis zum 29. Dezember mit +1 bis +7 Grad im gemäßigt milden Bereich belässt.

Windiges Januar-Wetter

Zum 1. Januar wird das Hoch von der atlantische Frontalzone weiter nach Süden gedrückt und ist fortan als passiv zu bewerten. So haben die atlantischen Frontensysteme genügend Zeit, eine stabile Tiefdruckrinne aufzubauen. Anders ausgedrückt wäre demnach in der ersten Januar-Dekade mit einem windigen, unbeständigen, phasenweise turbulenten und milden Wettercharakter zu rechen. Der - nachhaltige Flachlandwinter - wäre nach dieser Wettervorhersage bis zum 10. Januar chancenlos. Warum? Der Blick in Richtung Kanada genügt den geübten Auge.

Ein windiger und turbulenter Start in den Januar
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Ein windiger und turbulenter Start in den Januar
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Nicht mild, nicht winterlich - nasskalt

Der Temperaturtrend nach Weihnachten ist in den Kontrollläufen etwa um 5 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert zu warm. Zum Start in den Januar

Erhöhte Niederschlagsneigung

Ein Indiz, dass die Zonalisierung Anfang Januar wieder eine Rolle spielen kann, zeigt sich in einer vom 1. bis 7. Januar mäßig hohen bis hohen Niederschlagsberechnung.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
30. Dezember +3 bis
+11 Grad
+7 bis
+9 Grad
3. Januar 2020 -1 bis
+10 Grad
+4 bis
+6 Grad
7. Januar 2020 -3 bis
+8 Grad
+3 bis
+5 Grad
Diagramm Temperaturen Januar 2020 vom 23.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Der Winter hat es weiterhin schwer sich durchzusetzen. Was fehlt ist ein Störimpuls, der seinem Namen auch gerecht wird. Ob so ein Störimpuls derzeit eine Rolle spielt und was im neuen Jahr noch für Wetterlagen möglich sind, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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