Sturm, Gewitter und Schneefall: Der Winter hält - vorzugsweise über dem Süden - wieder Einzug und sorgt für ordentliche Neuschneemengen und für Dauerfrost. Am Wochenende nähert sich das nächste Sturmtief mit unwetterartigen Wetterereignissen.

Das für den ruppigen und teils stürmischen Wind verantwortliche Tiefdrucksystem liegt am heutigen 9. Januar über dem östlichen Europa und sorgt über Deutschland für eine nördliche Grundströmung, mit der kältere Luftmassen über das Land geführt werden. Bei zahlreichen Schauerneigung kommt es - auch in tieferen Lagen - zu Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauern, welche bei Tageswerten von -2 bis +2 Grad südlich der Linie von Stuttgart und Dresden auch in tieferen Lagen für die Ausbildung einer Schneedecke sorgen können. Kurze Gewitter sind nicht auszuschließen. Weiter nach Norden und Westen steigen die Temperaturen auf +2 bis +5 Grad an, was dort die Ausbildung einer Schneedecke erst ab den mittleren Lagen ermöglicht.

Der Winter versucht es noch einmal
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Winterliches Januarwetter

Das Tiefdrucksystem verliert am 10. Januar so langsam seinen Einfluss auf Deutschland, sorgt aber bei Temperaturen um die 0 Grad südlich der Linie vom Saarland und Berlin für weitere - meist leichte - Schneefälle. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung zeitweilig auf, die Schauerneigung lässt nach und bei Werten von +0 bis +3 Grad kommt auch mal die Sonne zum Vorschein. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen.

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Der nächste Tiefdrucksystem macht sich bemerkbar

Über Skandinavien zieht am 11. Januar ein weiteres Sturmtief hinweg, welches mit seinen Ausläufern auch das Wetter über Deutschland beeinflusst. So ist über dem Norden und Osten mit einem stark böigen - teils stürmischen - Wind zu rechnen, welcher nach Süden an Intensität verliert. Der Wind treibt starke Bewölkung und ein Niederschlagsfeld über Deutschland hinweg, welches zur ersten Tageshälfte über dem Norden und zum späten Nachmittag auch über dem Süden für Niederschläge sorgt. Etwa nördlich der Linie von Köln und Berlin geht der Niederschlag bei +3 bis +7 Grad in Regen über, während südlich davon bei -3 bis +1 Grad mit Schneefall bis in tiefere Lagen zu rechnen ist.

Ein stürmisches Januarwetter steht bevor - erhöhtes Unwetterpotential

Das Sturmtief über Skandinavien beeinflusst im gesamten Zeitraum vom 12. bis 14. Januar das Wetter über Deutschland. Der Wind frischt stark bis mäßig auf und kann am 13. Januar auch in tiefere Lagen für stürmische Windböen sorgen. Über exponierten Lagen und entlang der Küstenregionen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind schwere Sturmböen bis hin zu orkanartige Winde zu erwarten. Entsprechend hoch ist das Potential für unwetterartige Starkwindereignisse einzustufen.

Gehen am Samstag die Niederschläge über dem Süden noch größtenteils als Schnee nieder, so führt im weiteren Verlauf der Wind mildere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen auf +4 bis +8 Grad und die Schneefallgrenze bis auf 1.000 Meter ansteigen lassen kann. Die Niederschlagsneigung bleibt von Samstag bis einschließlich Montag erhöht. Der Schwerpunkt der Niederschläge ist am Sonntag zu erwarten.

Schneeprognose

Die Schneedecke wird in den kommenden Stunden über den mittleren Lagen wieder anwachsen. Vor allem über den südlichen Landesteilen ist mit Neuschneemengen von 3 bis 14 cm zu rechnen. In den höheren mittleren Lagen ist mit bis zu 40 cm und über den Alpen bis zu 90 cm rechnen. In tieferen Lagen von Nord- und Westdeutschland können lediglich Schneeschauer für eine kurze Anzuckerung der Landschaft sorgen. Ab dem Wochenende setzt bis in die mittleren Lagen hinein Tauwetter ein. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Viel Neuschnee über dem Süden von Deutschland
Viel Neuschnee über dem Süden von Deutschland - Schneeprognose © windy.tv

Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage zum Wetter Winter 2019, welche heute Abend gegen 20:00 Uhr nochmals aktualisiert wird.

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