Langweilig wird das Wetter in den kommenden Tagen wohl nicht werden und es gleicht bis zum Jahresende fast schon einem für April typischen Wettercharakter. Von Wind über Sturm bis hin zu Schneefall und Regen ist alles dabei - auch kurze Gewitter sind nicht auszuschließen. Richtiges Winterwetter ist aber bis Ende Dezember in tieferen Lagen nicht zu erwarten und ob es an Silvester Sturm geben wird, bleibt abzuwarten.

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Gibt es noch Schnee in den Weihnachtsferien?

Viele - zumeist auch jünger Leser - Fragen uns in den letzten Tagen häufiger, ob denn noch mit einem Wintereinbruch in den Weihnachtsferien zu rechnen ist und viele sorgen sich auch im den bereits gebuchten Skiurlaub, ob der Schnee in den höheren Lagen denn wohl halten wird.

Gleich vorweg: die aktuellen Berechnungen der Wettermodelle simulieren in Lagen oberhalb etwa 1.400 Meter kein signifikantes Tauwetter. Für die darunter gelegenen Regionen kommt es darauf an, wie sich das Strömungsmuster entwickelt.

Welche Richtung schlägt das Januarwetter ein?
Welche Richtung schlägt das Januarwetter ein?

Wettertrend Januar 2018 nach den Wettermodellen

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz Anfang Januar zwischen einem nach Osten abziehenden Tiefdrucksystem und einem nachfolgenden Hochdruckkeil. So ist kurzzeitig die Zufuhr kühlerer Luftmassen möglich, was die Schneefallgrenze bis auf 700 Meter herab absinken lassen könnte.

Nachfolgend passiert etwas spannendes, zumindest in der Theorie. Die weiterhin hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik schiebt den Hochdruckkeil vor sich her, so dass dieser sich bis über das östliche Europa und dem westlichen Russland verlagern kann. Rein nach der Simulation laufen die nachfolgenden Tiefdrucksysteme auf den Hochdruckkeil auf und Deutschland, die Schweiz und Österreich verbleiben auf der milden Südwestanströmung , was auch in höheren Lagen wieder für Tauwetter sorgen kann. Allerdings kann sich das hoch bis zum 3. Januar auch abspalten und über dem östlichen Skandinavien autark agieren. In diesem Fall müssten die Tiefdrucksysteme eine südlichere Bahn nehmen, was aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen nach Süden ermöglichen kann.

Rein von der Theorie ist also ein Wintereinbruch Anfang Januar - zumindest zum heutigen Stand - nicht ein Ding der Unmöglichkeit. Anders ist die Wetterprognose des europäischen Wettermodells. Nach diesen Berechnungen verlagert sich die atlantische Frontalzone in Richtung Skandinavien und sorgt mit einem Zentraltief in den ersten Januartagen für einen abwechslungsreichen und nasskalten Wettercharakter. Die Schneefallgrenze kann dabei wieder bis auf die mittleren Lagen absinken, was für die meisten Skiregionen in den Alpen für Neuschneezuwachs sorgen könnte.

Ganz klar, der Wettertrend für die ersten Januar-Tage ist mit höherer Wahrscheinlichkeit als mild bis allenfalls nasskalt und wechselhaft zu bewerten. Aber es gibt auch zunehmende Schwankungen in den Simulationen zu beobachten, was einen Mildstart in den Januar grundsätzlich noch infrage stellt. Welche Varianten das sein können und wie die Randfaktoren sich entwickeln, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Winter 2018, welche heute Abend gegen 20:00 Uhr noch einmal aktualisiert wird.

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