An Weihnachten sind die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells heute Abend nochmal etwas kälter geworden. Sollten sich diese Simulationen auch bewahrheiten, so wäre mit Schneefall kurz vor Weihnachten und Dauerfrost über die Weihnachtsfeiertage die weißen Weihnachten über dem Süden noch nicht vom Tisch. Etwa nördlich der Linie von Köln und Berlin wird es aber in tieferen Lagen mit hoher Wahrscheinlichkeit grüne Weihnachten zu feiern geben.

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Nasskalt und windiges Silvesterwetter mit Option auf winterliche Wetterverhältnisse

Die Berechnungen des amerikanischen Wettermodell bestätigen heute Abend die Umstellung der Großwetterlage um, bzw. nach Weihnachten auf ein westliches Zirkulationsmuster. So können in rascher Abfolge Tiefdrucksysteme über Deutschland hinwegrauschen und auf ihrer Vorderseite milde und auf der Rückseite kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen. Stürmisch könnte nach den aktuellen Berechnungen die Silvesternacht werden - aber im Detail bleibt die Wetterentwicklung noch offen. Grundsätzlich sind aber bei solch einem Wetterumschwung Starkwindereignisse nicht auszuschließen.

Zum Start in den Januar 2018 zeigt sich dann eine zunehmend gradientenschwächere Wetterlage, welche zwar immer noch von Tiefdrucksystemen dominiert wird, jedoch die Chancen auf ein Aufwölben den Azorenhochs auf dem Atlantik erhöht, was über Deutschland zu einer nasskalten Wetterlage in tieferen mit Optionen auf Winterwetter ab den mittleren Lagen führen kann.

Modelle berechnen nasskaltes Schauerwetter Anfang Januar
Modelle berechnen nasskaltes Schauerwetter Anfang Januar 2018

Polarwirbel gewinnt an Stabilität

Sowohl der AO-, als auch NAO-Index wurden in Tagesverlauf zunehmend positiv bewertet. Das spricht für den Durchbruch der Westwetterlage um, bzw. nach Weihnachten und wird sicherlich auch noch Auswirkungen auf das Wetter im Januar 2018 haben können.

Sind die zonalen Winde entlang des 65. Breitengrades in der 10 hPa Schicht aktuell noch mäßig schwach berechnet, so normalisieren diese sich in der heutigen Simulation Ende Dezember, bzw. Anfang Januar. Nach einer längeren Erhaltungsneigung riecht das in Summe nun nach dem Ausgleichsverhalten. Das ist noch nicht gleichbedeutend mit deutlich zu warmen Wetter und man wird sehen müssen, mit welcher Häufigkeit die meridionalen Großwetterlagen im Januar Bestand haben können. Denkbar ist auch ein blockierendes Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum, welches zum Ausgleichsverhalten führen kann.

Wetter Januar 2018: Kontrollläufe mit leicht zu warmen Temperaturtrend

Die Kontrollläufe stützen in ihrem Temperaturtrend von +4 bis +6 Grad ein gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 1 bis 4 Grad zu warmen Start in den Januar. In der Niederschlagswahrscheinlichkeit wir die Zeit vor Weihnachten deutlich zu nass berechnet. Nach Weihnachten zeichnet sich über dem Süden eine schwächere Niederschlagsphase ab, während über dem restlichen Deutschland mit reichlich Niederschlag gerechnet werden kann.

Wetterprognose Langfristmodell: Januar 2018 deutlich zu warm

Das Langfristmodell zeigt sich in seiner heutigen Wetterprognose für den Januar 2018 weiterhin hartnäckig und berechnet den Januar bereits seit Monaten mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm - heute ergab sich sogar noch ein Spielraum in Richtung der +3 Grad.

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