Wetter Januar 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Januar 2018 aktuelle Wetterprognose vom 15.12.2017 - Die Wetterentwicklung im Januar hängt stark mit der Entwicklung des Polarwirbels zusammen

  • M. Hoffmann

Das Wetter an Weihnachten 2017 bleibt das spannende Thema und dominiert die Medienwelt. Lang ist es her, dass es letztmals so viele Schlagzeilen rund um eine mögliche weiße Weihnacht gegeben hat, auch wenn diese statistisch eher seltener vorkommen, dann aber doch alle 8,5 Jahre mal zuschlagen. Und die letzte Weiße Weihnacht stammt aus dem Jahre 2010, rein statistisch rückt der Zeitpunkt der nächsten weißen Weihnacht näher- nur hält sich das Wetter eben nicht immer an die Statistik!

Die Wahrscheinlichkeiten für Weiße Weihnachten

Der aktuelle Wettertrend für Januar ist zeitgleich auch eine Zusammenfassung des Tages. Heute Morgen berechnete das amerikanische Wettermodell noch eine winterliche Weihnachtszeit, welche bis in den Januar 2018 hinein hätte andauern können. Heute Nachmittag dann der - erwartete - Umschwung in Richtung nasskaltes Weihnachtstauwetter. Aber interessant war zum Jahreswechsel hin die Optionen eines Polarwirbelsplits, was zeigt, dass der Winter 2017/18 bisher anders verläuft, als wie in den letzten vier Jahren zuvor.

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Und heute Abend, was wurde da berechnet? Jetzt wird es kompliziert. Der Ansatz eines Troges wird vom amerikanischen Wettermodell vom 23. bis 24. Dezember weiterhin berechnet. Jedoch wird der Trog relativ rasch bis zum 25. Dezember nach Osten abgeleitet. Nachfolgend setzt sich kurzweilig eine sehr aktive Westwindwetterlage durch, bei der Starkwindereignisse bis hin zu orkanartigen Winden im Zeitraum vom 26. bis 31. Dezember (Silvester 2017) möglich sind. Wir benennen diese Wetterlage gerne als eine aktiv dynamische Wetterlage, andere nennen diese schlicht Westwetterlage. Ein Sturmtief nach dem anderen jagt über Deutschland hinweg und sorgt für reichlich Niederschlag. Vorderseitig werden mildere und der Rückseite kühlere Luftmassen herangeführt. Sollten diese Berechnungen eintreten, so wird es wohl nicht langweilig werden.

Amerikanischen Wettermodell passt sich an

Im Resümee der letzten Tage aber muss man festhalten, dass sich das amerikanische Wettermodell mit einer Weißen Weihnacht weit aus dem Fenster gelehnt hat und nun etwas zurückrudern muss. Aber! Das Spiel ist noch nicht vorbei. Noch immer wird der Trog berechnet und es wäre nicht verwunderlich, wenn in den kommenden Tagen nochmals kältere Varianten berechnet werden.

Entwicklung Polarwirbel mit Auswirkungen auf das Wetter Januar 2018

Und für das Januarwetter - was für Entwicklungen lassen sich daraus ableiten. Ohne Frage, wenn sich die Westwetterlage durchsetzen sollte, so ist dies das klassische Weihnachtstauwetter bis in höhere Lagen, wenngleich dort schon so viel Schnee liegt, dass ein gänzliches abtauen der Schneedecke zum derzeitigen Stand wenig wahrscheinlich erscheint. Anders aber die Situation in den mittleren Lagen von 400 bis 800 Meter. Hier wird es die Schneedecke schwer haben, zu überleben.

In den letzten Tagen haben wir auch immer wieder auf den AO- und NAO-Index verwiesen und darauf, dass die Wettermodelle in den kommenden Tagen sprunghaft werden. Grundsätzlich zeigen die Berechnungen des AO-Index eine Tendenz hin zu einem sich stabilisierenden Polarwirbel. Das amerikanische Wettermodell war aber heute Nachmittag noch anderer Meinung und präsentierte einen Polarwirbelsplit. Heute Abend dann der neuerliche Umfaller, welcher einen weitgehend intakten Polarwirbel zeigt. Das wird sich in den kommenden Stunden noch sicherlich mehrmals in die eine oder andere Richtung verschieben. Fakt ist jedoch, dass die Wetterentwicklung im Januar 2018 maßgeblich von der Entwicklung des Polarwirbels abhängen wird. Stabilisiert sich dieser, so ist erst einmal mit einer länger andauernden milden West- bis Südwestwetterlage zu rechnen. Bleibt er indes instabil, so hat auch der Hochwinter im Januar seine Chancen.

Polarwirbelberechnung Ende Dezember

Berechnung des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell Ende Dezember © www.meteociel.fr

Apropos AO-Index, dieser hat Ende Dezember wieder einen negativen Entwicklungstrend. Das zeigt, dass derzeit vieles an Wetterentwicklung möglich ist.

Wetter Januar 2018: Wetterprognose des Langfristmodells

Seit Monaten schon berechnet das Langfristmodell einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert durchweg zu warmes Januarwetter 2018. So auch in der heutigen Wetterprognose, bei der die Abweichung mit +1 bis +2 Grad im zu warmen bis deutlich zu warmen Bereich liegt. In der Niederschlagswahrscheinlichkeit wird der Januar 2018 gegenüber seinem Sollwert leicht zu nass berechnet. Die Berechnungen des europäischen Wettermodells liegen erst gegen 20:10 Uhr vollständig vor. So wird diese Wetterprognose gegen 20:50 Uhr noch um diese Berechnungen ergänzt.

Update / Ergänzung der Wetterprognose Januar von 20:50 Uhr
Wie erwartet zeigt auch das europäische Wettermodell kurzzeitige Tendenzen zum weihnachtlichen Trog. Allerdings wird dieser sehr rasch nach Osten abgeleitet und nachfolgend dominiert die atlantische Frontalzone das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mit anderen Worten zusammengefasst:
Es zeichnen sich zum aktuellen Stand nasskalte Weihnachtsfeiertage ab, welche darüber hinaus von einer sehr windigen, teils stürmischen Westwetterlage abgelöst werden. Winterliche Aussichten wären dann erst wieder zwischen den Tagen, bzw. zu Silvester möglich.


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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2019 +10,2 +2,0 +1,3 730 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Januar

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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