Das Wetter im Januar entscheidet oftmals, wie sich der gesamte Winter entwickeln kann. Dabei spielt es weniger eine Rolle, wie der Dezember verlaufen ist, viel wichtiger ist, im Januar, ob sich der Hochwinter mit einem stabilen Winterhoch durchsetzen kann, ganz ähnlich, wie das im Januar 2017 der Fall war. Nicht selten beeinflusst eine längere Hochwinterphase im Januar auch das Wetter im Februar. Fehlt der Hochwinter, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der gesamte Winter zu mild ausfallen wird. Wie aber wird das Wetter im Januar 2018?

Im Januar wird es zunehmend heller

Nach dem Dunkel Monat Dezember werden die Tage im Januar langsam wieder heller und der Sonnenstand steigt. Der Sonne fehlt aber die Kraft und schafft es nicht von alleine für warme Temperaturen zu sorgen. So beträgt die Tageslänge am 1. Januar noch 7 Stunden und 52 Minuten und steigt bis Ende Januar auf 9 Stunden und 7 Minuten an.

Der Januar ist ein trockener Wintermonat

Zur Winterhalbzeit haben sich wie im Hochsommer die Wasser- und Landmassen weitgehend abgekühlt, was Wetterturbulenzen seltener macht. Zudem sorgt nicht selten ein Hochdrucksystem zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland für eine länger andauernde Hochdruckwetterphase im Januar, was die Niederschlagsneigung zu rückgehen lässt. Nicht umsonst gilt der Januar als der trockenste Monat im ganzen Jahr. Ebenso häufig kommt es im Januar - aufgrund des Mangels an Niederschlag - zu sog. Kahlfrost. Die Tageswerte liegen Anfang Januar meist im Bereich zwischen -5 bis +3 Grad, sinken zur Monatsmitte nicht selten auf -8 bis -2 Grad ab und steigen zum Januarende gemeinhin mit -2 bis +4 Grad wieder etwas an.
Der langjährige Mittelwert beträgt im Januar -0,5 Grad und hat ein Niederschlagssoll von 61 l/m².

Typisches Wetter im Januar
Typisches Januarwetter - längere Sonnenscheindauer, wenig Schnee und kalte Temperaturen

Die Januarmonate der Jahre 2011 bis einschließlich 2016 waren allesamt gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm und erst die ausgeprägte Frostperiode im Januar 2017 sorgte wieder für einen zu kalten Januarmonat - nach sieben Jahren! Ob das im Januar 2018 wieder gelingen wird, steht noch zur Diskussion und es gibt Hinweise sowohl für einen zu kalten, als auch einen zu warmen Januarverlauf.

Statistische Auffälligkeiten im Januar

  • Hochwinter Mitte Januar hat eine statistische Relevanz von 80 Prozent - meist im Zeitraum vom 13. bis 26. Januar
  • Der Januar ist aus statistischer Sicht einer der trockensten Monat im gesamten Jahr
  • In Mangel des Niederschlages selten eine Schneedecke, häufiger Kahlfrost
  • Januar kann für den gesamten Winterverlauf ein entscheidender Wintermonat sein
  • Wetterwechsel von mildem Dezember zu kälterem Wetter häufig zur Jahreswende
  • Sonnenstand steigt im Januar an und die Sonnenscheindauer erhöht sich von rund 8 auf 9 Stunden
  • Wetterturbulenzen und die Chancen auf Schneefall nehmen Ende Januar wieder zu

Die Abweichung der Temperaturen der Januarmonate in Dekaden

Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 1961-1980
Januarmonate Tem­peratur Ab­weichung
Januar 2011-2017 +0,9 Grad +1,4 Grad
Januar 2001-2010 +0,4 Grad +0,9 Grad
Januar 1991-2000 +0,9 Grad +1,4 Grad
Januar 1981-1990 -0,2 Grad +0,3 Grad
Januar 1971-1980 +0 Grad +0,5 Grad
Januar 1961-1970 -1,3 Grad -0,8 Grad

Man braucht anhand der statistischen Betrachtung kein Prophet oder Wetterexperte zu sein, wenn man sagt, dass der Januar 2018 zu warm ausfallen wird, denn in den letzten drei Dekaden werden die Januarmonate zunehmend - und auch auffällig - wärmer. So passt es auch ganz gut ins Schema, dass die wärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1994, 1998, 1999, 2007, 2008, 2014, 2015 registriert wurden. Darunter die Rekordhitze vom Januar 2007 mit einer Abweichung von +5,26 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Aus diesem Jahr stammt auch die höchste jemals gemessene Temperatur mit +19,8 Grad in Piding (Berchtesgadener Land).

Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells für das Wetter im Januar 2018

Zum heutigen Stand ist es für detaillierte Wettervorhersagen für den Januar 2018 definitiv zu früh. Die Langfristmodelle können aber schon frühzeitige Indikatoren liefern, wie sich die Temperatur oder auch der Niederschlag entwickeln kann.
Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose Wetter Januar 2018 aktuell mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad eine deutlich zu warme Wetterentwicklung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel. Gleichzeitig sind die Niederschlagswerte gegenüber dem Sollwert deutlich erhöht. Betrachtet man Europa, so wird von Grönland, Island, dem nördlichen Europa und über Mitteleuropa nach dem Langfristmodell zum heutigen Stand ein zu nasses Wetter im Januar 2018 simuliert. Gleichzeitig wird aber der gesamte Mittelmeerraum zu trocken berechnet. Möchte man dies interpretieren, so entspräche dies einer klassischen Westwetterlage, bei der ein Hochwinter im Januar so seine Schwierigkeiten bekommen könnte. Bei den Temperaturen wird Europa insgesamt deutlich zu warm berechnet und selbst über Skandinavien und Russland gibt es so gut wie keine Hinweise auf einen normalen Temperaturverlauf im Januar 2018. Ab Mitte Dezember präsentieren wir an dieser Stelle regelmäßige Wettertrends, Wetterprognosen und Wettervorhersagen für das Wetter Januar 2018.

Wissenswertes zum Wetter im Winter

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