Ein ereignisreicher Wettertag und Nacht steht heute bevor. Zunächst ist eine rege Schauerneigung zu erwarten, welche über dem Nordosten und Osten auch noch für Schneeregen- oder Graupelschauer sorgen kann, sonst sind zumeist bis in Lagen unterhalb 600-800 Meter Regenschauer zu erwarten. Ab der zweiten Tageshälfte nähert sich ein kleinräumiges Tiefdrucksystem mit einer kräftigen Dynamik. Spürbar wird das am Nachmittag und Abend etwa südlich der Linie Köln - Nürnberg mit kräftigen Niederschlägen und einen in Böen stürmischen Wind, welcher über exponierten Lagen auch schwere Sturmböen erreichen kann. Die Temperaturen steigen tagsüber über den östlichen Landesteilen auf +1/+4 Grad und über dem Westen auf +3/+7 Grad, sinken aber im Verlauf des Abends östlich der Linie Hamburg - Bodensee auf -1/+3 Grad und westlich davon auf +1/+4 Grad ab. Somit sinkt die Schneefallgrenze auf 400-600 Meter ab und im Verbund mit dem kräftigen Schneefall und dem stürmischen Wind ist vor allem über den Gebieten um die Mittelgebirge mit einem Schneesturm zu rechnen.

Die Spitzenwindgeschwindigkeiten liegen in der Nacht im Schwerpunkt südlich der Mittelgebirge zwischen 60-120 km/h und hat schon zum aktuellen Stand das Potential für schwere Unwetter. Im Laufe der Nacht sinken die Temperaturen auch über dem Süden weiter ab, was die Schneefallgrenze nördlich der Mittelgebirge auf 100-300 Meter und über dem Süden auf 400-600 Meter absinken lassen kann. Die simulierten Niederschlagsmengen zeigen verbreitet Summen zwischen 10-20 l/m² was zu Neuschneemengen - je nach Höhenlage - zwischen 2-25 cm führen kann - Schneeverwehungen und Schneeverfrachtungen nicht mit einberechnet (Schneeprognose | Art des Niederschlages). Es empfiehlt sich bereits jetzt die Unwetterwarnungen zu beachten und sich entsprechend darauf einzustellen (Windprognose | Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). Am Vormittag erreicht das Sturmtief mit seinem Kern voraussichtlich den Berliner Raum und sorgt im Schwerpunkt südlich der Mittelgebirge für weitere, teils schwere Sturmböen und in höheren Lagen sind auch orkanartige Böen möglich - das Unwetterpotential bleibt bis in die Nachmittagsstunden über den östlichen Landesteilen erhalten. Erst im Verlauf des Nachmittags zieht das Tiefdrucksystem nach Osten ab. Zurück bleibt eine verbreitet weiße Landschaft, denn mit Abzug des Sturmtiefs gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Schneefallgrenze verbreitet bis in tiefere Lagen absinken lassen kann. Die Tageshöchstwerte erreichen südlich der Mittelgebirge -2/+1 Grad und nördlich davon sind +0/+2 Grad, ganz über dem Nordwesten auch bis +4 Grad zu erwarten.

In der Nacht auf Samstag sinken die Temperaturen verbreitet auf -4/0 Grad ab und wiederholte Schneefälle sind über dem Westen und südlich der Mittelgebirge zu erwarten. Über dem Nordosten kann kurzzeitig der Himmel auf aufklaren, was die Temperaturen dort auf bis -8 Grad absinken lassen kann. Tagsüber treibt ein böiger Wind weitere Schneeschauer unterschiedlichster Intensität über Deutschland hinweg und sorgt für ein weiteres anwachsen der Schneedecke. Die Temperaturen erreichen südlich der Linie Köln - Dresden Werte zwischen -3/+1 Grad und nördlich davon sind -0/+2 Grad zu erwarten, was eine zu den Morgenstunden vorhandene Schneedecke in tieferen Lagen und in Ballungsgebieten wieder abtauen lassen kann.

In der Nacht lässt die Anzahl der Schneeschauer nach die Temperaturen sinken auf -6/0 Grad ab - über Schnee und bei klarem Himmel sind auch bis -10 Grad möglich. Tagsüber kommt es bei meist starker Bewölkung etwa südlich der Linie Köln - Berlin zu weiteren - meist leichten Schneefällen, während es nördlich der Linie bei einem Mix aus Sonne und Wolken nur gelegentlich zu Schneeschauern kommen kann. Die Temperaturen gehen weiter zurück und erreichen südlich der Linie Köln - Berlin nur noch Tageshöchstwerte zwischen -4/0 Grad und nördlich davon -1/+2 Grad. Warum es über dem Norden milder bleibt? Der Wind kommt aus nördlichen Richtungen, was bodennah mildere Luft der "warmen" Nord- und Ostsee heranführt, sich aber südlich der Linie Bielefeld - Berlin abkühlen kann, so dass dort meist mit Dauerfrost zu rechnen ist.

Am Montag und Dienstag gelangt Deutschland in eine nordöstliche Grundströmung, was weitere kalte Luftmassen heranführt. So liegen die Tageshöchstwerte verbreitet zwischen -5/-0 Grad und in den Nächten zwischen -8/-3 Grad (über Schnee bis -12 Grad). Lediglich an den Küsten können tagsüber auch leichte Plusgrade möglich sein. Leichte Schneefälle sind im Schwerpunkt etwa südlich der Linie Köln - Dresden möglich, viel ist aber nicht mehr zu erwarten. Wie viel Schnee bis Dienstag zu erwarten ist, wo sich überall eine Schneedecke ausbreiten kann und wie lange der Winter in Deutschland noch erhalten bleibt, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter.

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