Nach einer - aus Sicht des Wetters - relativ ruhigen Silvesternacht beginnt das neue Jahr wie das alte aufgehört hat und entspricht damit der Wetterregel, dass das Wetter am Folgetag mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent so wird, wie das heutige Wetter. So scheint am 1. Januar über dem Süden nach teils zäher Nebel oder Hochnebelauflösung häufiger die Sonne, während sich die Wolken über dem Norden weiter verdichten und ab den späten Nachmittagsstunden über dem Nordwesten für etwas Niederschlag sorgen kann. Die Temperaturen erreichen über dem Norden +2/+5 Grad und über dem Süden sind mit längerer Sonnenscheindauer bis +7 Grad möglich, während in Dauernebelgebieten die Werte mit Temperaturen um den Gefrierpunkt gerechnet werden kann.

In der Nacht auf Montag kommen die Niederschläge weiter nach Süden voran und erreichen bis zum Vormittag etwa eine Linie zwischen Stuttgart und Dresden. Bei Tiefstwerten zwischen -2/+1 Grad über dem Süden und -1/+3 Grad über dem Norden gehen die Niederschläge etwa oberhalb 300-600 Meter in Schnee über. Tagsüber ist südlich der Linie Stuttgart - Dresden mit länger andauernden und teils ergiebigen Niederschlägen zu rechnen, welche bei nasskalten Werten zwischen +0/+5 Grad oberhalb etwa 400-600 Meter in Schnee übergehen können. Nördlich der Linie ist mit gelegentlichen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauern zu rechnen.

Die Niederschläge verlagern sich in der Nacht auf Dienstag weiter an die Alpen, während es von Norden her zunehmend auflockern kann. Die Temperaturen sinken auf -6/0 Grad ab, könnten aber entlang der Küste von Nord- und Ostsee auch im positiven Bereich bleiben. Tagsüber klingen die meist noch leichten Schneefälle entlang der Alpen und dem Berchtesgadener Land ab und bei wechselnder bis starker Bewölkung kann sich auch mal die Sonne durchsetzen, bevor zu den Nachmittagsstunden sich über Norddeutschland die Bewölkung mit nachfolgendem Niederschlag wieder durchsetzen kann. Bei Temperaturen zwischen +1/+6 Grad sind über dem Norden die Niederschläge meist in Form von Regen, teils auch Schneeregen oder Graupel zu erwarten. Etwa südlich der Linie Köln - Berlin können die Temperaturen mit -3/+1 Grad verbreitet im Dauerfrostbereich liegen. Simuliert werden bis einschließlich Dienstag über den Gebieten südlich der Mittelgebirge etwa 1-7 cm und in höheren Lagen von Schwarzwald, dem östlichen Erzgebirge, dem Bayerischen Wald und den Alpen 10-20 cm Neuschnee.

Am 4. und 5. Januar liegt Deutschland im Einflussbereich eines Tiefdruckausläufers über dem Norden und Nordosten und eines Hochdruckkeils über den Alpen. So werden in der Höhe mildere Luftmassen nach Deutschland geführt, welche über dem Norden die Temperaturen auf +2/+6 Grad ansteigen lassen, während es über dem Süden mit -1/+2 Grad kälter bleiben kann. Die Schneefallgrenze liegt über dem Norden zwischen 750-1.000 Meter und kann über dem Süden zwischen 400-800 Meter schwanken. Spannend bleibt die Frage, ob sich darüber hinaus der Winter, bzw. Hochwinter durchsetzen kann - ob das in den heutigen Simulationen der Fall ist, klären wir gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2016/2017, welche heute jeweils gegen 17:00 Uhr und 20:45 Uhr aktualisiert wird.

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