Heute ist über dem Osten und Norden noch in Böen mit stürmischen Winden zu rechnen, welche im Tagesverlauf nachlassen. Über dem Osten und Südosten sind auch noch länger anhaltende Niederschläge zu erwarten, welche oberhalb etwa 500-700 Meter in Schnee übergehen und somit in den höheren Regionen für die Ausbreitung einer Schneedecke von 5-15 cm verantwortlich sein können (Berchtesgadener Land auch bis 20 cm |Schneeprognose). Sonst wird der Wettercharakter bis Silvester ruhiger und je nach Nebel- und Hochnebelauflösung steigen die Temperaturen auf +0/+3 Grad, bzw. +3/+7 Grad. In den Nächten ist mit leichtem Frost zu rechnen. An Silvester zieht voraussichtlich über dem Norden bei auffrischenden Wind stärkere Bewölkung mit nachfolgend leichten Niederschlag auf, sonst bleibt es trocken. In der Silvesternacht kaum Veränderungen (mehr dazu in der Wetterprognose für das Wetter Silvester 2016).

Das neue Jahr beginnt, wie das alte Jahr wohl aufhören wird. Über dem Norden stark bewölkt mit einer leichten Niederschlagsneigung, während nach Süden sich Wolken, Nebel- und Hochnebelfelder mit Sonnenschein abwechseln können. Aber auch die Temperaturen bleiben mit +2/+6 Grad dem Vortag gegenüber ähnlich.

Der Wetterwechsel erfolgt aber mit höher Wahrscheinlichkeit in der Nacht auf den 2. Januar. Ein Niederschlagsband überquert Deutschland von Nord nach Süd und dreht den Wind auf nördliche Richtungen. Somit können kühlere Luftmassen nach Deutschland gelangen, was die Schneefallgrenze am 2. Januar bis auf mittlere Lagen absinken lassen kann (400-700 Meter). Voraussichtlich über den Gebieten südlich der Mainlinie können sich die Niederschläge weiter intensivieren und auch länger andauernd sein, was den mittleren und höheren Lagen einiges an Neuschnee bringen könnte.

Das amerikanische Wettermodell berechnet am 2. Januar die Großwetterlage mit einem Hochdrucksystem zwischen Island, England und Skandinavien, welches im Verbund mit tiefem Luftdruck über dem südlichen Skandinavien kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann. Zum 3. Januar verlagert sich das Hochdrucksystem mit seinem Kerngebiet über England und zum 4. Januar liegt das Hochdrucksystem schon über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt gehen die Temperaturen weiter zurück und die Niederschläge lassen bereits zum 3. Januar nach. Dauerfrost ist verbreitet südlich der Mainlinie zu erwarten, während es nördlich davon mit +1/+3 Grad eher nasskalt und direkt an der Küste mit bis +7 Grad auch mild bleiben kann.

Das europäische Wettermodell intensiviert mit einer nordwestlicheren Position des Hochdrucksystem den Kaltluftzustrom im Zeitraum vom 3./4. Januar über Deutschland, so dass auch am 3. Januar bei verbreitet Dauerfrost noch mit Schneefällen teils bis in tieferen Lagen gerechnet werden kann. Am 4. Januar ist dann auch über Norddeutschland mit Dauerfrost zu rechnen.

Die Unterschiede in den Simulationen der Wettermodelle sind nicht groß, können aber darüber entscheiden, ob sich der Winter nur bis in die mittleren Lagen, oder auch bis über tiefere Lagen durchsetzen kann. Die sog. Kontrollläufe bestätigen die äußerst interessante, wenngleich auch unsichere Wetterentwicklung in den ersten Januar-Tagen heute erneut. So weisen die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe bspw. am 4. Januar eine Differenz von 14 Grad aus, was zu einen Temperaturspektrum von -7/+8 Grad bei einem Mittelwert von -1/+0 Grad über dem Süden und Osten und +3/+4 Grad über dem Norden und Westen führen kann. Die Niederschlagserwartung ist nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 2./4. Januar als mäßig hoch zu bezeichnen, was die Berechnungen des amerikanischen Wettermodell weniger wahrscheinlich machen.

Zusammenfassend: Wintereinbruch in mittleren Lagen ab 400 Meter in den ersten Januar-Tagen wahrscheinlich. Dauerfrost vor allem über Ost- und Süddeutschland möglich, sonst in tieferen Lagen ein eher nasskalter Wettercharakter mit Optionen auf Schneeschauer. Mit ein Grund für die turbulente Wetterentwicklung ist auch der Polarwirbel und die Veränderung der Strömungsverhältnisse über dem östlichen Kanada. Was dahinter steckt und welche Entwicklungen sich über dem 4. Januar hinaus ergeben können, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2016/17.

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