Pünktlich zu Silvester verändert sich die Großwetterlage und unter Umständen ist über den östlichen Landesteilen in der Silvesternacht mit Schneefall zu rechnen - insofern kann die Frage nach "Wann kommt Schnee?" beantwortet werden, wenngleich sicherlich noch nicht befriedigend, da über den westlichen und auch südlichen Landesteilen die Temperaturen noch vielfach im positiven Bereich verbleiben können. Umso verwunderlicher ist es die Tatsache, dass manche Massenmedien von einem "bevorstehenden Temperaturschock" berichten. Schaut man auf den langjährigen Temperaturmittelwert, so erkennt man, dass sich die Temperaturen den Jahreszeit-typischen Werten anpassen und durchaus im Bereich des normalen liegen können. Aber nach so langer Abstinenz des Winters ist das sicherlich die eine oder andere Schlagzeile wert.

Kommt der Winter in den ersten Januar-Tagen? Zum heutigen Stand lässt sich die Frage mit Ja und Nein beantworten. Wie in den letzten Tagen bereits berichtet ist eine Grenzwettlage in den ersten Januar-Tagen die wahrscheinlichste Variante, welche milde Luftmassen über dem Südwesten von Kalten über dem Nordosten trennt. Die Temperaturgrenze selbst verläuft voraussichtlich bis zum 4. Januar zwischen einer Linie von Bielefeld / Köln und München/ Bayerischer Wald und sich auch über Österreich und den Schweizer Alpen bemerkbar machen kann. Östlich dieser Linie ist mit Tageswerten zwischen -5/+1 Grad zu rechnen, während westlich der Linie +0/+5 Grad simuliert werden. Der Wind kommt schwach, über dem Norden frisch bis mäßig aus südöstlichen Richtungen. Kommt Schnee? Niederschläge sind am 1. Januar über dem Osten noch zu erwarten, welche bis in tiefere Lagen als Schnee oder Schneeregen niedergehen können. Am 2./3. Januar sind über dem Südwesten leichte Niederschläge möglich, welche aber bei positiven Temperaturen erst ab Lagen oberhalb 600-800 Meter in Schnee übergehen können. In den Nächten sinkt über dem Südwesten die Schneefallgrenze auf etwa 300 - 500 Meter ab und der Wettercharakter selbst ist als nasskalt zu bewerten. Erst zum 4. Januar kann sich nach den Simulationen der Wettermodelle ein Tiefdruckausläufer über dem Westen und Süden bemerkbar machen und je nachdem wie die Temperaturgrenze verlaufen wird, ist mit teils kräftigen Schneefall oder eben Regen zu rechnen. "Freud und Leid" wird bei den Winterfans in den ersten Januar-Tagen sicherlich eng beieinander liegen.

Die Kontrollläufe stützen die Luftmassengrenze quer über Deutschland mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Januar zwischen +3/+6 Grad über dem Westen und Süden (Mittelwert: +4/+5 Grad) und -6/+6 Grad über dem Norden und Osten (Mittelwert: -1/+2 Grad - je nach Verlauf der Luftmassengrenze) und am 4. Januar zwischen -2/+10 Grad über dem Westen und Süden (Mittelwert: +5/+6 Grad) und -8/+5 Grad über dem Norden und Osten (Mittelwert: -1/+0 Grad). Wie gesichert ist die Wetterprognose? Relativ gesichert in ihrem Ablauf, jedoch noch unsicher wie sich die Luftmassengrenze selbst verhalten wird. Gut möglich das diese sich weiter nach Süden ausdehnen oder weiter nach Norden zurückziehen kann. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter 2016.

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