Am 31. Dezember kommt zu Silvester die kalte Luft von Osten etwas weiter nach Westen voran und erreicht voraussichtlich mit Tagestemperaturen von -1/+3 Grad eine Linie östlich von Bremen - Zugspitze, während westlich davon +3/+8 Grad erreicht werden können. In der Silvesternacht selbst sinken die Temperaturen über dem Osten auf -6/-2 Grad und über dem Westen auf +0/+5 Grad ab. Gleichzeitig könnte ein Niederschlagsband den äußersten Westen von Deutschland erreichen, so dass im Übergang zwischen positiven und negativen Temperaturen der Niederschlag in Schnee, Schneeregen, Graupel, gefr. Regen oder Eisregen übergehen kann. Wo genau das sein wird, ist zum heutigen Stand nicht vorherzusagen, liegt aber aller Voraussicht nach über den westlichen Landesteilen. Warum kann das heute noch nicht vorhergesagt werden? Ob der Niederschlag Deutschland erreicht und wie weit er nach Osten voran kommen kann, hängt davon ab, wie sich das osteuropäische Hochdrucksystem verhalten wird. Minimale Verschiebungen hätten regional andere Wetterverhältnisse zur Folge.

Im Zeitraum zwischen dem 1./5. Januar werden die Simulationen der Wettermodelle zunehmend einheitlicher. Zum 1. Dezember positioniert sich das ursprünglich osteuropäische Hoch im Bereich zwischen Finnland und dem westlichen Russland und führt über Russland und dem osteuropäischen Raum sehr kalte Luftmassen nach Süden. Zum 1. Januar liegt Deutschland, Österreich und die östliche Schweiz im Einflussbereich der südlichen Hochdruckgradienten, was den Wind auf östliche Richtungen drehen und die Temperaturen langsam aber stetig weiter absinken lässt. So werden zum 1. Januar 2016 Tageswerte zwischen -2/+2 Grad über dem Osten und +3/+7 Grad über dem Westen simuliert. Am 3. Januar sind verbreitet -6/-0 Grad als Tageshöchstwerte zu erwarten - lediglich über dem Südwesten und Süden könnten die Werte noch im positiven Bereich liegen.

Somit bestätigt sich auch heute die Veränderung der Großwetterlage erneut und winterliche Temperaturen können Einzug halten. Kommt Schnee? Das Niederschlagsband der Silvesternacht kommt zum 1. Januar weiter nach Osten voran und kann in den Abendstunden über dem Osten für etwas Schneefall oder Schneeregen sorgen, sonst ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells bis zum 4. Januar gering und über dem Südwesten etwas höher ausgeprägt. Ob die Temperaturen über dem Südwesten ausreichen kalt für Schnee sein können, bleibt zum heutigen Stand abzuwarten.

Ab dem 3./4. Januar differenzieren sich die Simulationen der Wettermodelle, haben jedoch eine Gemeinsamkeit. Die atlantische Frontalzone lässt die kalten Luftmassen nicht so ohne weiteres gewähren und unterwandert das Hoch an seinen südlichen Gradienten. In Folge wird im Zeitraum 3./5. Januar eine Grenzwetterlage zunehmend wahrscheinlicher, welche milde/nasskalte Temperaturen über dem Süden von kalten Werten über dem Norden trennt. Wie könnten die Temperaturen sich verteilen? Die simulierten Tageshöchstwerte liegen am 4. Januar über dem Nordosten, Osten und Norden zwischen -9/-4 Grad und über dem Süden und Südwesten zwischen -1/+5 Grad. Die Grenze selbst verläuft dabei zwischen Köln und Nürnberg.

Detailprognosen bleiben für diesen Zeitraum schwierig, da geringfügige Verschiebungen komplett anderes Wetter zur Folge haben kann. Wann kommt der Winter? Wahrscheinlich kann sich in den ersten Januar-Tagen die Großwetterlage umstellen, so dass in vielen Regionen von Deutschland und Österreich der Winter mit kalten Temperaturen Einzug halten könnte - ob es für Schnee reicht, ist - mangels Niederschlag - noch fraglich. Die Kontrollläufe stützen den deutlichen Temperaturrückgang über dem Norden und Osten mehrheitlich, während sich über dem Westen und Süden noch ein breiteres Entwicklungsspektrum an Möglichkeiten ergeben kann. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Januar zwischen -7/+6 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Westen und Süden, -1 Grad über dem Norden und -3 Grad über dem Osten) und am 4. Januar zwischen -10/+10 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Westen und Süden, 0 Grad über dem Norden und -2 Grad über dem Osten). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Winter 2015/16.

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